„Interne Neuverpflichtungen“machen Bauer froh


FOTO: VFL Comeback rückt näher: 
Wolfsburgs Offensivmann Jesper Lindström.

Der VFL Wolfsburg reist ohne Winter-zugang zum Spiel beim FC Bayern. 
Dennis Vavro ist trotz des Ohrfeigen-eklats dabei.

10 Jan 2026 - Wolfsburger Allgemeine
Von Andreas Pahlmann

Abwehrspieler Cleiton ist bislang der einzige Winterpausen-neuzugang des VFL Wolfsburg, der Brasilianer benötigt allerdings noch Aufbautraining. Trainer Daniel Bauer muss zum Restart der Liga am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC Bayern daher ohne externe Verstärkungen auskommen. Wann ändert sich das? „Natürlich schauen wir auf den Kader, wir sind intern im Austausch“, sagt Bauer. „Aber aktuell bin ich auch mit dem bestehenden Kader total zufrieden.“

Das liegt unter anderem an zwei Rückkehrern: Kevin Paredes und möglicherweise auch Jesper Lindström könnten nach langen Verletzungspausen schon am Sonntag wieder zum Kader gehören. „Es ist wichtig, dass wir im Offensivbereich noch einmal zwei absolute Qualitätsspieler zurückbekommen, sodass wir dort quasi interne Neuverpflichtungen haben“, so Bauer weiter. Vor allem Paredes habe im Trainingslager in Portugal einen Topeindruck hinterlassen. Aber auch alle anderen hätten sich dort „sehr, sehr gut aufgedrängt – auch die aus der zweiten Reihe und die Jungs aus der Akademie, die unglaublich Druck machen und unglaublich viel Energie reinbringen“.

Auch Denis Vavro sei „total motiviert und wirklich total fokussiert zurückgekommen. Er kämpft um seinen Platz in der Innenverteidigung.“Trotz des Eklats um eine Ohrfeige bei einem Hallenturnier in der Slowakei vor Weihnachten bleibt der Abwehrmann Teil des Teams. Bauer sagt: „Den Vorfall haben wir im Trainingslager intensiv besprochen. Wir haben das intern aufgearbeitet. Ich hatte mit Denis noch einmal ein sehr gutes Gespräch. Er hat sich bei allen Seiten entschuldigt – sowohl bei dem Betroffenen als auch bei uns als Verein. Er wird vonseiten des Vereins sanktioniert werden. Wie genau, bleibt intern.“Vavro hatte bei dem Hallenturnier einen Jugendlichen geschlagen, ein Video des Vorfalls machte im Netz die Runde. Er hat sein Bedauern über die Szene bereits öffentlich geäußert, dennoch droht ihm vonseiten des slowakischen Fußballverbands eine Länderspielsperre. Darüber entscheidet die Disziplinarkommission des SFZ.

Aufregung gab es auch um Mohammed Amoura, der beim Afrikacup nach dem 1:0 im Achtelfinale gegen die DR Kongo unangenehm aufgefallen war. Der algerische Nationalspieler ahmte eine bekannte Geste des Fans „Lumumbua Vea“ nach, der seinerseits an den Freiheitskämpfer Patrice Lumumba erinnern will. Beim Jubel hob der Wolfsburg-profi einen Arm, hielt dann regungslos inne – so, wie es Lumumbua Vea bei den Spielen immer tut. Anschließend ließ sich

Amoura fallen. Viele Fans kritisierten Amoura daraufhin im Netz – vor allem, weil die Aktion als respektlos empfunden wurde. Patrice Lumumba wurde 1961 von Soldaten unter belgischem Kommando erschossen und gilt als größter Nationalheld des Kongo. Via Instagram entschuldigte sich Amoura. „Es war eine Aktion, die er sich hätte sparen können“, urteilte Bauer. „Er hat sich dafür entschuldigt. Wir werden das intern noch einmal aufbereiten.“

Am Samstag steht für Amoura das Viertelfinale gegen Nigeria an, er wird damit in der Partie bei den Bayern ebenso fehlen wie Jenson Seelt (Infekt), für den Moritz Jenz sein Comeback in der Abwehrkette geben dürfte. „Jenson hat es direkt vor dem Trainingslager mit einer richtigen Grippe niedergestreckt. Das hat sich gezogen, sodass er nicht ins Trainingslager nachreisen konnte.“Seit Donnerstag ist er im Individualtraining, „und wir hoffen, dass er nächste Woche zurück sein wird“. Langzeitverletzt sind weiterhin Bence Dárdai, Joakim Maehle, Jonas Wind und Rogério.

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