„Als Torhüter würde ich ein 0:0 nehmen“
Kölns Keeper Marvin Schwäbe liebt seinen Effzeh und will gegen RB Leipzig punkten. Der LVZ erklärt er, wie das gelingen könnte, was er über eine mögliche Nominierung des Bundestrainers und über Manuel Neuer denkt.
7 Feb 2026 - Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG - Er ist Torhüter und zweifacher Familienvater, hat in Osnabrück (42 Pflichtspiele), bei Dynamo Dresden (61) und in Bröndby (121) Spuren hinterlassen – und ist seit 2021 dabei, eine Ära beim 1. FC Köln zu prägen. Marvin Schwäbe, 30, über Energie im Rhein-energiestadion und das Heimspiel gegen RB (Sonntag, 15.30 Uhr).
Herr Schwäbe, wie wird man Torhüter?
In meinem Fall war erst Vernunft und dann Überzeugung im Spiel. Ich habe ganz am Anfang im Feld gespielt, war gut am Ball, bin aber nicht so gerne gelaufen, habe mich dann vernünftigerweise nach einer Position umgesehen, die meinen Stärken mehr entspricht. Ich war groß, hatte zwei gesunde Hände und bin mit großer Überzeugung Torhüter geworden.
Wer Erkundigungen über Sie einholt, bekommt ausnahmslos Gutes zu hören. Top Typ, top Torwart. Ist bei Ihnen tatsächlich alles so beängstigend stimmig konfiguriert?
Es freut mich, dass solche Rückmeldungen kommen von Weggefährten, die man über ein paar Jahre oder Monate mitbegleiten durfte. Ich bin aber bei weitem nicht perfekt, mit meiner Frau haben Sie sicher nicht gesprochen (lacht). Grundsätzlich steht und fällt vieles im Leben mit dem Begriff Wohlfühlen. Meine Familie und ich fühlen uns hier in Köln super aufgehoben, bekommen viel Wärme und Wertschätzung und geben das sehr gerne an die Menschen zurück.
Sie sind seit fünf Jahren Kölner, Stammkraft und seit der Amtsübernahme von Coach Lukas Kwasniok zudem Kapitän des Effzeh, könnten eine Ära prägen. Wann verlängern Sie ihren 2027 auslaufenden Vertrag? Da müssten wir einmal ganz kurz Thomas Kessler (Fc-geschäftsführer Sport; Red.) anrufen, das Ganze liegt ja nicht allein in meiner Hand. Ich freue mich, dass es bei uns in Köln insgesamt ordentlich läuft und ich meinen Teil dazu beitragen kann. Und wenn man schon fünf Jahre bei einem Verein ist, sich eingelebt hat und gut aufgehoben fühlt, gibt es wenig Gründe, nach rechts oder links zu schauen. Deswegen würde es mich freuen, den gemeinsamen Weg weiterzugehen. Manuel Neuer wird demnächst 40 und hält immer noch Bälle, die Jüngere nicht halten. Wie lange wollen Sie im Tor stehen und 100-Kilo-stürmern entgegenfliegen?
Wenn ich gesund bleibe und es immer noch Spaß macht – warum nicht so lange wie möglich, das tun, was ich liebe und gut kann? Warum nicht die 40 knacken?
Sie wurden unter Julian Nagelsmann 2014 in Hoffenheim U-19 Meister. Was wäre, wenn der Bundestrainer anruft?
Dann würde ich drangehen und mich mit Schwäbe melden. Jeder Fußballer würde sich tierisch freuen, wenn der Bundestrainer anruft. Aber es hat sich auch noch keiner in die Nationalmannschaft geredet. Ich bin Realist und froh, gute Wochen hinter mir zu haben, will weiter da sein für den 1. FC Köln und meine Kollegen, Leistung zeigen, vorangehen. Meine Leistung ist das Einzige, was ich beeinflussen kann. Und daran arbeite ich, arbeiten wir jeden Tag hart.
Welcher Torhüter hat den jungen Marvin Schwäbe inspiriert?
Es ist keine neue Erkenntnis, dass Manuel Neuer das Torwart-spiel auf ein neues Niveau gehoben hat. Seine Präsenz, sein Torhüter-spiel, sein Passspiel – das hat nicht nur mich begeistert. Ich bin kein Showman, kein Flieger, will für die Mannschaft da sein, Bälle halten und im
Aufbauspiel nicht jeden Ball auf die Tribüne bolzen.
Wie nervös ist ein 30-jähriger Profi wie Sie, der zig Profispiele in heißen Stadien und Atmosphären erlebt hat, vor einem Spiel?
Am Spieltag kribbelt es, da ist man angespannt. Das muss so sein, um fokussiert zu sein. Wenn Du irgendwann auf dem Platz stehst und Dir ist alles ein Stück weit egal, hast Du verloren – dann ist es vorbei. Davon bin ich weit entfernt. Bei allem Druck kann ich meinen wunderbaren Beruf immer noch genießen. Es ist unfassbar schön, im Rhein-energie-stadion aufzulaufen. Unser Stadion ist extrem laut, auf unsere Fans können wir uns absolut verlassen. Und wenn ich auf den Platz laufe und die Hymne höre, kriege ich immer noch Gänsehaut. Und da ist dann das untrügliche Gefühl: Ich bin genau da, wo ich sein will!
Sie haben mit Rb-ikone Dominik Kaiser in Bröndby gekickt. Guter Mann? Ja, er war bei allem Ehrgeiz total entspannt. Gilt übrigens auch für Anthony Jung, der ja auch in Leipzig und in Kopenhagen war.
Osnabrück, Dresden, Bröndby, jetzt Köln. Haben Sie Ihre Clubs nach totaler Identifikation in einer fußballverrückten Stadt mit leidensfähigen Fans ausgesucht?
Ich darf mich jedenfalls glücklich schätzen, dass ich immer in Vereinen war und jetzt bei einem bin, wo nicht nur gefühlt die ganze Stadt hinter dem Club steht. Eine Stadt und ein Stadion, die wie ein Mann hinter dir stehen, können enge Spiele auf deine Seite ziehen und ab und zu auch Berge versetzen.
1:3, 1:5, 0:6. Ihre jüngeren Erinnerungen an RB Leipzig sind keine positiven. Ja, das war nicht so cool für uns, da war auf der Gegenseite enorme Power und enorme Qualität. Aber wir freuen uns auf das Spiel, wollen Leipzig in unserem Stadion die Stirn bieten, es gegen sie besser als zuletzt machen und was mitnehmen. Wir wissen, wo wir herkommen, aus der zweiten Liga, haben uns aber schnell gefunden und bei allen Höhen und Tiefen gezeigt, dass wir in der Bundesliga bestehen und auch große Gegner ärgern können. Wir hauen zusammen mit unseren Fans alles raus, werden versuchen, Leipzig weh zu tun.
Interview: Guido Schäfer
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Startelf für Schlitzohr Gruda?
Werner: „Müssen viele Dinge besser lösen!“
Es ist die zentrale Personalie bei RB Leipzig vorm Spiel in der Karnevalshochburg Köln (Sonntag, 15.30 Uhr): Steigt der just ausgeliehene Hoffnungsträger Brajan Gruda mit dem Anpfiff in die Bütt (fassähnlicher Rednerpult oberhalb des Publikums) oder sitzt der 21-jährige Instinkt-fußballer eine Etage tiefer und nimmt zunächst neben Cheftrainer Ole Werner Platz? Der Rb-coach beim medialen Vorspiel: „Brajan macht einen guten Eindruck, er hat Spielwitz, eine gesunde Aggressivität und bringt Schlitzohrigkeit mit.“Darf er auflaufen? „Er ist für alles eine Option.“
Die Roten Bullen haben viel investiert, um Gruda aus Brighton nach Leipzig zu holen. Viel Geld, viel Liebe, viele Gespräche. Und auch wenn es keine schriftlich fixierte Vereinbarung mit dem aktuellen Tabellen-13. der Premier League geben soll, ist es lebensnah, dass die Beteiligten über ein Verkaufs-szenario gesprochen haben und Gentlemen-verabredungen für den Fall X (Gruda will bei RB bleiben, RB will das auch) bestehen.
Setzt man so einen Mann, der laut Werner „voll im Saft steht“und nicht von ungefähr das Trikot mit der Nummer 10 bekommen hat, auf die Bank? Wohl kaum.
Werner fordert weniger Ballverluste
Unzweideutig ist mit Blick auf die drangvolle Enge beim Kampf um Europa und der unguten eigenen Ausbeute der vergangenen Wochen: Der Wind bläst von vorne, RB Leipzig braucht Punkte, kann und darf sich bei heimstarken und von fußballverrückten Fans angestachelten Kölnern nicht mit einem Unentschieden anfreunden. Werner: „Wir sind zuletzt unter unseren Möglichkeiten geblieben, müssen viele Dinge besser lösen, klarer spielen, leichte Ballverluste, die den Gegner aufbauen, vermeiden.“Auf A wie angekommen spielen und den Gegner mit einer Orgie an Querund Rückpässen bespaßen, ist keine Option. Tempo, Überzeugung und Offensive sind gefragt. Gruda ist ein mutiger Überzeugungstäter, gut zu Fuß und nach eigener Einschätzung zu 100 Prozent fit.
Falls der Neue aufläuft, wovon stark auszugehen ist, müssen weitere Dominosteine neu aufgestellt werden. Die Sturmbesetzung mit Yan Diomande (rechts), Antonio Nusa (links) und Romulo ist von den Neuerungen nicht betroffen und an guten Tagen zu großen Taten fähig. Damit es ein guter Tag für RB werden kann, muss Hand ans Mittelfeld und an die Abwehr gelegt werden. Eine naheliegende Variante könnte so aussehen: Brajan Gruda (halbrechts) und Christoph Baumgartner (halblinks) bilden eine Doppel-8, dahinter wischt Xaver Schlager auf seiner Lieblingsposition feucht durch. Der bisherige 6er Nicolas Seiwald rückt in die Vierer-kette neben Willi Orban und macht dort, was er immer macht: Keine Fragen stellen, sondern Antworten in Form von Leistung geben.
Die Kölner? Sind weit weg von Laufkundschaft, haben aus den letzten drei Partien sechs Punkte geholt, daheim Mainz (2:1) und Wolfsburg (1:0) geschlagen. Die Fußballer von Lukas Kwasniok, zu denen die Ex-leipziger Tom Krauß und Eric Martel gehören, leben mit jeder Faser ihrer athletischen Körper den Teamgedanken, rennen sich einen Wolf. Individuelle Klasse hat der Effzeh ebenfalls intus. Keeper Marvin Schwäbe hält auch unhaltbare Bälle. Mit Linton Maina und Said El Mala haben die Kölner blitzschnelle Dribbler in ihren Reihen.
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Entscheidung gefallen: Xaver Schlager wird RB verlassen
Das hatten sie sich bei RB Leipzig anders vorgestellt. Der Mittelfeldspieler verlässt die Roten Bullen im Sommer ablösefrei.
7 Feb 2026 - Leipziger Volkszeitung
Von Antje Henselin-Rudolph
Es hatte sich angedeutet und kommt nun genau so, wie viele Fans befürchtet hatten: Xaver Schlager wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei RB Leipzig nicht verlängern. Das bestätigte der Bundesligist am Freitagmittag. Positiv für die Sachsen: Auf der so wichtigen Position im zentralen Mittelfeld herrscht nun Planungssicherheit. Weniger positiv: RB wird für den österreichischen Nationalspieler keine Ablöse erzielen können. Und verliert einen Kicker, für den das Wort Mentalitätsspieler fast schon erfunden wurde.
Er fühle sich bei RB im Team „total wohl“, wird Schlager in einer Vereinsmitteilung zitiert. Er wisse wirklich zu schätzen, wie man sich um ihn bemüht habe. „Schlussendlich ist bei mir der Wunsch dennoch stärker gewesen, noch einmal etwas anderes zu erleben und zu probieren. Es ist keine Entscheidung gegen RB, sondern für etwas Neues.“Dieses Neue könnte in Italien liegen. Zuletzt hatte es immer wieder Gerüchte über einen Wechsel zu Juventus Turin in die Serie A gegeben. Angeblich soll die Alte Dame dem Linksfuß bereits ein konkretes Angebot unterbreitet haben. Schlager hatte in der Vergangenheiit aber auch mit einem Wechsel auf die Insel geliebäugelt, sagte beispielsweise 2023 in einem Interview mit Sky: „Natürlich reizt mich die Premier League irgendwann. Es ist die beste Liga der Welt.“
Schäfer betont „ehrliche und offene“Gespräche
Schlager, der aus der Jugend des FC Red Bull Salzburg stammt, war 2022 für ene kolportierte Ablöse von 12 Millionen Euro vom VFL Wolfsburg an den Cottaweg gewechselt. Hier kämpfte er mit außerordentlichem Verletzungspech. Ein Syndesmosebandriss und vor allem der Kreuzschäfer bandriss im Frühjahr 2024 sowie dessen Folgen sorgten für lange Ausfallzeiten. Dennoch war der 28Jährige stets ein äußerst geschätzter Profi bei den Leipzigern, weswegen sie sich auch entschieden, mit Schlager ins letzte Vertragsjahr zu gehen.
Sport-geschäftsführer Marcel hatte im vergangenen Sommer mehrfach betont, dass Schlager zu den Säulen gehöre, um die herum man die neue Mannschaft am Cottaweg aufbauen wolle. Nun ist klar: Aus diesen Plänen wird nichts. "Wir haben uns wirklich intensiv über einen langen Zeitraumund in mehreren Runden darum bemüht, Xaver weiter an uns zu binden", so Schäfer. Man habe ehrliche und offene Gespräche geführt.
Coach Ole Werner äußerte am Freitag im Rahmen der Spieltagspressekonferenz Verständnis für Schlagers Entscheidung. „Ich bedauere die Entscheidung. Aber es ist legitim, nach vier Jahren zu sagen, ich will nochmal was anderes sehen, mich nochmal an eine andere Herausforderung wagen.“
Spannend dürfte sein, wie Schäfer und sein Team nun reagieren. „Wir sind, denke ich, gut darauf vorbereitet. Es erwischt uns nicht kalt”, so Ole Werner. „Wir sind intern darauf eingestellt, mit Spielern die wir gerade aufbauen. Und auch extern.“Heißt: Im Sommer ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Neuzugang im zentralen Mittelfeld zu rechnen.
Beim Stichwort intern nannte der Coach ausdrücklich den Namen Ezechiel Banzuzi, „der ein ähnliches Profil abdecken kann“. Der wartet nach seinem Wechsel zu RB im vergangenen Jahr bisher vergeblich auf den großen Durchbruch, kommt aktuell an Schlager eher weniger vorbei. Der 20-jährige Niederländer kommt in der Regel nur für wenige Minuten von der Bank. Entsprechende Trainingsleistungen vorausgesetzt, könnte sich das nach dem Schlager-abgang ändern.
Und dann ist da ja noch der aktuell verletzte Assan Ouedraogo. Der hatte in der laufenden Saison mit teilweise hervorragenden Leistungen in der Zentrale überzeugt – und damit ohnehin am Unverzichtbarkeitsstatus von Schlager gekratzt.
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Il portiere del Colonia, Marvin Schwäbe, ama il suo Effzeh e vuole conquistare punti contro il Lipsia. Al Leipziger Volkszeitung spiega come potrebbe riuscirci, che cosa pensa di una possibile
convocazione da parte del Ct della nazionale e di Manuel Neuer.
Marvin Schwäbe: “Come portiere mi accontenterei di uno 0-0”
7 febbraio 2026 - Leipziger Volkszeitung
LIPSIA - È un portiere e padre di due figli, ha lasciato il segno all'Osnabrück (42 partite ufficiali), alla Dynamo Dresda (61) e al Bröndby (121) e dal 2021 sta segnando un'èra al Colonia. Marvin Schwäbe, 30 anni, parla dell'atmosfera del Rhein-energiestadion e della partita in casa contro il Lipsia (domenica 8 febbraio 2026, ore 15:30).
Signor Schwäbe, come si diventa portiere?
Nel mio caso, prima è stata una questione di buon senso e poi di convinzione. All'inizio giocavo in campo, ero bravo con la palla, ma non mi piaceva molto correre, quindi ho cercato una posizione più adatta alle mie doti. Sono alto, ho mani forti e sono diventato portiere con grande convinzione.
Chi si informa su di lei riceve solo commenti positivi. Bravo ragazzo, ottimo portiere. Ma davvero tutto è così perfettamente in armonia nella sua vita?
Mi fa piacere che questi commenti provengano da compagni di viaggio che ho avuto il piacere di incontrare per anni o mesi. Ma sono tutt'altro che perfetto, di sicuro non avete parlato con mia moglie (ride). In linea di massima, nella vita molte cose dipendono dal benessere. Io e la mia famiglia ci sentiamo molto a nostro agio qui a Colonia, riceviamo tanto calore e apprezzamento e siamo felici di ricambiare queste sensazioni alle persone.
Lei è a Colonia da cinque anni, è un titolare fisso e, da quando Lukas Kwasniok ha assunto la carica di allenatore, è anche capitano dell'Effzeh, potrebbe segnare un'èra. Quando rinnoverà il suo contratto in scadenza nel 2027?
Dovremmo chiamare brevemente Thomas Kessler (direttore sportivo dell'FC, ndr), perché la questione non dipende solo da me. Sono contento che a Colonia le cose stiano andando bene e che io possa dare il mio contributo. E quando sei in una squadra da cinque anni, ti sei ambientato e ti senti a tuo agio, non ci sono molti motivi per guardarti intorno. Per questo sarei felice di continuare questo percorso insieme. Manuel Neuer compirà presto 40 anni e para ancora palloni che i più giovani non riescono a parare.
Per quanto tempo intende rimanere in porta e lanciarsi contro attaccanti da 100 chili?
Se rimango in salute e mi diverto ancora, perché non continuare il più a lungo possibile a fare ciò che amo e che so fare bene? Perché non superare i 40 anni?
Sotto la guida di Julian Nagelsmann, nel 2014 avete vinto il campionato Under 19 con l'Hoffenheim. Cosa succederebbe se il commissario tecnico della nazionale ti convocasse?
Risponderei al telefono e mi presenterei come Schwäbe. Qualsiasi calciatore sarebbe felicissimo se ricevesse una chiamata dal commissario tecnico della nazionale. Ma nessuno è mai riuscito a entrare in nazionale a parole. Sono realista e sono contento di aver avuto delle buone settimane, voglio continuare a essere presente per il Colonia e i miei compagni, dare il massimo, andare avanti. La mia prestazione è l'unica cosa su cui posso influire. Ed è su questo che lavoro, lavoriamo duro ogni giorno.
Quale portiere ha ispirato il giovane Marvin Schwäbe?
Non è una novità che Manuel Neuer abbia portato il ruolo del portiere a un nuovo livello. La sua presenza, il suo gioco, i suoi passaggi... non solo io ne sono rimasto entusiasta. Non sono un esibizionista, non sono un acrobata, voglio essere presente per la squadra, parare i tiri e non calciare ogni pallone in tribuna durante la fase di costruzione.
Quanto è nervoso prima di una partita un professionista trentenne come lei, che ha vissuto decine di partite da professionista in stadi e atmosfere molto caldi?
Il giorno della partita si avverte un certo nervosismo, si è tesi. È necessario per rimanere concentrati. Se a un certo punto ti trovi in campo e tutto ti sembra indifferente, hai perso, è finita. Io sono ben lontano da quello stato d'animo. Nonostante tutta la pressione, riesco ancora a godermi il mio meraviglioso lavoro. È incredibilmente bello giocare al Rhein-Energie-Stadion. Il nostro stadio è estremamente rumoroso, possiamo sempre contare sui nostri tifosi. E quando entro in campo e sento l'inno della squadra, mi viene ancora la pelle d'oca. E poi c'è quella sensazione inconfondibile: sono dove voglio essere!
Ha giocato con l'icona del Lipsia, Dominik Kaiser, al Bröndby. È un bravo ragazzo?
Sì, nonostante tutta la sua ambizione era totalmente rilassato. Lo stesso vale anche per Anthony Jung, che ha giocato anche al Lipsia e al Copenhagen.
Osnabrück, Dresda, Bröndby, ora Colonia. Ha scelto le sue squadre in base alla totale identificazione in una città pazza per il calcio con tifosi capaci di soffrire?
In ogni caso, posso considerarmi fortunato di aver sempre giocato in squadre nelle quali si percepisce che tutta la città sostiene la squadra. Una città e uno stadio che ti sostengono all'unisono possono far pendere l'ago della bilancia a tuo favore nelle partite combattute e, di tanto in tanto, anche smuovere le montagne.
1:3, 1:5, 0:6. I tuoi ricordi più recenti del Lipsia non sono positivi. Sì, non è stato bello per noi, perché dall'altra parte c'era un'enorme potenza e un'enorme qualità. Ma non vediamo l'ora di giocare, vogliamo affrontare il Lipsia nel nostro stadio, fare meglio dell'ultima volta e portare a casa qualcosa. Sappiamo da dove veniamo, dalla seconda divisione, ma ci siamo trovati rapidamente e, nonostante gli alti e bassi, abbiamo dimostrato di poter competere in Bundesliga e di poter dare fastidio anche alle grandi. Insieme ai nostri tifosi daremo il massimo e cercheremo di fare male al Lipsia.
Intervista: Guido Schäfer
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Titolare il furbo Gruda?
Werner: “Dobbiamo risolvere molte cose meglio!”
È la questione centrale per il Lipsia prima della partita nella roccaforte del carnevale di Colonia (domenica, ore 15:30): il promettente Brajan Gruda, appena arrivato in prestito, salirà sul palco (un podio simile a un barile sopra il pubblico) al fischio d'inizio o il 21enne fantasista siederà un piano più in basso e prenderà posto accanto all'allenatore Ole Werner?
L'allenatore del Lipsia durante la conferenza stampa: “Brajan mi ha fatto una buona impressione, ha fantasia, una sana aggressività e astuzia”. Potrà giocare? “È un'opzione per tutto”.
I Red Bulls hanno investito molto per portare Gruda dal Brighton al Lipsia. Molti soldi, tanto affetto, parecchie discussioni. E anche se non dovrebbe esserci alcun accordo scritto con l'attuale tredicesima in classifica della Premier League, è realistico che le parti coinvolte abbiano discusso uno scenario di cessione e che esistano accordi informali per il caso X (Gruda vuole rimanere al Lipsia, e anche il Lipsia lo vuole).
Si può lasciare in panchina un giocatore che, secondo Werner, “è in piena forma” e che non a caso ha ricevuto la maglia con il numero 10? Difficile.
Werner chiede meno palloni persi
È chiaro, vista la situazione di stallo nella lotta per l'Europa e i risultati deludenti delle ultime settimane: il vento soffia contrario, il Lipsia ha bisogno di punti e non può né deve accontentarsi di un pareggio contro il Colonia, forte in casa e spinto da tifosi pazzi per il calcio. Werner: “Ultimamente non abbiamo giocato al massimo delle nostre possibilità, dobbiamo migliorare molte cose, giocare in modo più chiaro, evitare facili perdite di palla che danno forza all'avversario”.
Giocare in modo prevedibile e intrattenere l'avversario con un'orgia di passaggi laterali e indietro non è un'opzione. Sono necessari velocità, convinzione e attacco. Gruda è un giocatore coraggioso e convinto, veloce e, secondo la sua stessa valutazione, in forma al 100%.
Se il nuovo acquisto dovesse scendere in campo, come è molto probabile, sarà necessario riorganizzare ulteriormente la formazione. L'attacco composto da Yan Diomande (a destra), Antonio Nusa (a sinistra) e Romulo non è interessato dai cambiamenti e nelle giornate migliori è in grado di compiere grandi imprese. Affinché sia una buona giornata per il Lipsia, è necessario intervenire a centrocampo e in difesa. Una variante ovvia potrebbe essere la seguente: Brajan Gruda (centrocampista destro) e Christoph Baumgartner (centrocampista sinistro) formano un doppio "8" (interni, ndr), dietro di loro Xaver Schlager a pulire palloni nella sua posizione preferita. L'attuale "numero 6" (mediano, ndr) Nicolas Seiwald arretra nella linea (difensiva) a quattro accanto a Willi Orban e fa quello che fa sempre: non fa domande, ma dà risposte sotto forma di prestazioni.
Il Colonia? È ben lontano dall'essere una squadra di passaggio, ha conquistato sei punti nelle ultime tre partite, battendo in casa il Mainz (2-1) e il Wolfsburg (1-0). I calciatori allenati da Lukas Kwasniok, tra cui gli ex Lipsia Tom Krauß ed Eric Martel, vivono con ogni fibra del proprio corpo lo spirito di squadra, correndo come matti. L'Effzeh ha anche classe individuale. Il portiere Marvin Schwäbe para anche palloni imparabili. Con Linton Maina e Said El Mala, il Colonia ha nei suoi ranghi dribblatori velocissimi.
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Decisione presa: Xaver Schlager lascerà il Lipsia
All'RB Leipzig se lo erano immaginato diversamente.
Il centrocampista lascerà i Red Bulls in estate a titolo gratuito.
7 febbraio 2026 - Leipziger Volkszeitung
di Antje Henselin-Rudolph
Era nell'aria e ora è successo proprio quello che molti tifosi temevano: Xaver Schlager non rinnoverà il suo contratto con l'RB Leipzig, in scadenza quest'estate. Lo ha confermato venerdì pomeriggio la squadra di Bundesliga. Un aspetto positivo per la squadra sassone: ora c'è certezza nella pianificazione per quanto riguarda la posizione così importante del centrocampo centrale. Meno positivo: l'RB non potrà ottenere alcun compenso per il calciatore della nazionale austriaca. E perde un calciatore per il quale è stata quasi inventata l'espressione “giocatore di mentalità”.
Schlager si sente “perfettamente a suo agio” nella squadra dell'RB, come riportato in un comunicato del club. Apprezza davvero l'impegno profuso nei suoi confronti. “Alla fine, però, il mio desiderio di provare qualcosa di nuovo è stato più forte. Non è una decisione contro l'RB, ma a favore di qualcosa di nuovo”. Questo qualcosa di nuovo potrebbe essere in Italia. Ultimamente circolavano voci su un suo trasferimento alla Juventus Torino in Serie A. A quanto pare, la Vecchia Signora avrebbe già presentato un'offerta concreta al calciatore mancino. In passato, però, Schlager aveva anche accarezzato l'idea di trasferirsi in Inghilterra, dichiarando ad esempio nel 2023 in un'intervista a Sky: “Naturalmente la Premier League mi attira, prima o poi. È il miglior campionato del mondo”.
Schäfer sottolinea l'importanza di un dialogo “onesto e aperto”
Schlager, proveniente dal settore giovanile dell'FC Red Bull Salzburg, nel 2022 era passato dal VFL Wolfsburg al Cottaweg per una cifra stimata di 12 milioni di euro. Qui ha dovuto lottare con una sfortuna straordinaria in termini di infortuni. Una lesione del legamento sindesmotico e, soprattutto, la rottura del legamento crociato nella primavera del 2024 e le sue conseguenze hanno causato lunghi periodi di inattività. Ciononostante, il 28enne è sempre stato un professionista molto apprezzato dai tifosi di Lipsia, motivo per cui hanno deciso di andare avanti con Schlager nell'ultimo anno di contratto.
Lo scorso estate, il direttore sportivo Marcel aveva sottolineato più volte che Schlager era uno dei pilastri attorno ai quali si voleva costruire la nuova squadra al Cottaweg. Ora è chiaro: questi piani non si realizzeranno. “Ci siamo impegnati intensamente per un lungo periodo e in diversi incontri per convincere Xaver a rimanere con noi”, ha detto Schäfer. Si sono tenute discussioni sincere e aperte.
Venerdì, durante la conferenza stampa post-partita, l'allenatore Ole Werner ha espresso comprensione per la decisione di Schlager. “Mi dispiace per la sua decisione. Ma è legittimo, dopo quattro anni, dire che si vuole vedere qualcosa di diverso, cimentarsi in una nuova sfida”.
Sarà interessante vedere come reagiranno Schäfer e la sua squadra. “Penso che siamo ben preparati. Non ci coglierà alla sprovvista”, ha detto Ole Werner. “Siamo pronti internamente con i giocatori che stiamo formando. E anche esternamente”. Ciò significa che in estate è molto probabile che ci sarà un nuovo acquisto nel centrocampo.
Quando si parla di interni, l'allenatore ha espressamente citato il nome di Ezechiel Banzuzi, “che può ricoprire un ruolo simile”. Dopo il suo trasferimento all'RB lo scorso anno, Banzuzi sta ancora aspettando invano la grande occasione, dato che al momento Schlager sembra avere la meglio su di lui. Il ventenne olandese di solito entra in campo solo per pochi minuti dalla panchina. A condizione che le prestazioni in allenamento siano adeguate, la situazione potrebbe cambiare dopo la partenza di Schlager.
E poi c'è Assan Ouedraogo, attualmente infortunato. Nella stagione in corso aveva convinto con prestazioni in parte eccellenti nel centrocampo, sfiorando così lo status di indispensabile di Schlager.

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