Mehr „Aufbruch“ wagen
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Kapitän David Raum kehrt nach Gelbsprerre
zurück – er ist für seine Emotionalität bekannt.
RB Leipzigs Coach verbreitet vor dem Duell mit Borussia Dortmund Optimismus und Tatkraft. Das passt. Denn die Sachsen brauchen einen Motto-wechsel, weg vom zu oft bemühten „Umbruch“.
Sie spielen nicht jede Woche Hurra-fußball, haben unterschiedliche Waffen, sind gut bei Standards, haben viel Tempo im Umschaltspiel.
- Ole Werner, Trainer von RB Leipzig über
den kommenden Gegner BVB Dortmunc
20 Feb 2026 - Leipziger Volkszeitung
Von Guido Schäfer
Der BVB, Herr Werner? „Eine Top-mannschaft, mit viel Qualität und Stabilität. Sie spielen nicht jede Woche Hurra-fußball, haben unterschiedliche Waffen, sind gut bei Standards, haben viel Tempo im Umschaltspiel.“Das alles und noch viel mehr ändert für Rb-coach Ole Werner nix an der Marschroute: „Wir wollen dem BVB die zweite Saisonniederlage zufügen.“
Man könnte mit Blick auf die Tabelle auch sagen: Werners Männer müssen diese drei Punkte im Topspiel des 23. Bundesliga-spieltages am Sonnabend (Anpfiff 18.30 Uhr/ Sky, Dazn-konferenzschaltung) holen. Wobei das Müssen gar nicht sein müsste, wenn sie seit dem rauschhaften 6:0 gegen unterhopfte Eintrachtler aus Frankfurt am 6. Dezember weiter im Stil von satten 2,23 Zählern pro Partie gepunktet hätten. Problematisch und druckbeladen ist die Mission „Wir erobern uns das königliche Europa zurück“geworden, weil die Hochambitionierten seit jenem 13. Spieltag und einem betonierten Spitzenplatz an Spannkraft und Boden verloren haben und in den folgenden neun Partien nur noch auf einen 1,22er Schnitt gekommen sind. Und weil sie aktuell mit 40 Punkten (der BVB hat 51) auf Platz fünf stehen.
Zwei von vier Plätzen sind vergeben
Der fünfte Platz würde nach Stand der Dinge für jenen 2009 geschlüpften Club, der etatmäßig in der Liga hinter den Bayern und dem BVB die klare Nummer drei ist und seinen Fußballern jeden Wunsch von den Lippen abliest und erfüllt, die Europa League nach sich ziehen. Franz Beckenbauer nannte das Vorgängermodell Uefa Cup dereinst den „Cup der Verlierer“. Die Europa League ist auch für Rb-oberboss Oliver Mintzlaff, 50, ungefähr so erfüllend und sexy… … wie ein fliehendes Kinn … … ein verlorenes Staffelholz … … eine Freifahrt mit dem Wasserwerfer durch Bonn, Frankfurt/oder oder am Main.
Sagen wir es so: Zwei der vier Plätze, die zur Teilnahme an der Champions League berechtigen, sind an die Bayern (57 Punkte) und Dortmund (51) vergeben. Hoffenheim ist Dritter (45), kann sich nur selbst zerlegen, hat das versucht und nicht hinbekommen. Stuttgart (4./42) und Leverkusen (6./39, ein Nachholspiel) spielen einen möglicherweise geschmeidigeren Ball als die Rasenballer. Wobei es auch sein kann, dass man das eigene Baby in und um Leipzig besonders kritisch sieht und die abstehenden Öhrchen, die krummen Speckbeinchen und das Bäuerchen zur Unzeit bei der Konkurrenz übersieht. Fakt ist: RB hat nach wie vor alles intus, um allen weh zu tun, massig Punkte zu sammeln und es an den Fleischtopf Königsklasse zu schaffen.
Anderer Blickwinkel nötig
Dazu müssten die Roten Bullen schleunigst den gebetsmühlenartig erwähnten Rucksack mit dem Aufdruck „Umbruch“gegen Flügel namens „Aufbruch“tauschen und auch öffentlich nach dem Motto steil gehen: Wir wollen alles – die Champions League! Und wenn es weniger als alles wird, darf es uns zuallerletzt an Mut und Hingabe gefehlt haben! Dass Ole Werner vorm Hit gegen den BVB nicht herumeiert, sondern wilde Sieg-entschlossenheit zeigt, ist wichtig und gut so, knüpft an, an gute, alte Zeiten.
Zur Historie und der DNA der seit 2016 erstklassigen Roten Bullen gehörte lange Zeit, dass sie unberechenbarer und mutiger als andere waren, keine nervtötenden 34 Querund Rückpässe gespielt, stattdessen – und gegen wen auch immer – den kürzesten Weg in den Strafraum gesucht haben. Über allem schwebte das Motto: Wenn schon untergehen, dann mit wehenden und nicht mit schlapp im Wind baumelnden weißen Fahnen.
Sommer wird keine Kontinuität bringen
Beim Thema Zielsetzung – am Cottaweg träumt mancher von großen Titeln – sollten die Macher der Realität ins Auge blicken. Die Roten Bullen haben mit Yan Diomande, Antonio Nusa, Tidiam Gomis und diversen weiteren Hochbegabten wieder wunderbare junge Spieler für sich gewonnen. Sie werden aber – wie alle Jahre wieder – auch nach dieser Saison ihre Besten eher weniger halten können, müssen 2026 wieder auf Suche gehen, lose Enden zusammenführen. Die Rasenballer werden in ihrer jetzigen Darreichungsform nie ein Bayern-münchen-gerüst haben, hätten perspektivisch nur dann Chancen auf die Schale, wenn alle über die Jahre verloren gegangenen Söhne zurück in den Rb-schoß kehren würden.
Ja, ein Rb-kader mit Jo Kimmich, Konrad Laimer, Dayot Upamecano, Ibrahima Konaté, Dani Olmo, Dominik Szoboszlai, Matheus Cunha, Ademola Lookman, Christopher Nkunku, Xavi Simons, Benjamin Sesko und Alexander Sörloth wäre nahezu unschlagbar.
Startelf ohne echten Zehner denkbar
Wer darf, muss, wird gegen den BVB, der bisher ein einziges Ligaspiel verloren hat (1:2 in München), ran?
Maarten Vandevoordt steht im Tor, Peter Gulacsi arbeitet an der Gesundung seines Knie-gelenks. Castello Lukeba kehrt in die Innenverteidigung zurück, verdrängt dort die stattliche Übergangslösung Nicolas Seiwald. Der Österreicher reklamiert zurecht ältere Rechte, möchte auf seine angestammte Mittelfeldposition, kämpft mit Xaver Schlager und Christoph Baumgartner um einen der beiden Plätze. Spielt Seiwald, Herr Werner? „Kann sein.“
Rômulo stürmt für Conrad Harder. Falls RB wider Erwarten ohne echten Mittelstürmer aufläuft, wäre für Seiwald, Schlager, Baumgartner und Brajan Gruda Platz. Könnte es zur Variante mit ohne Stoßstürmer und einer falschen Neun, in die Gruda/baumgartner schlüpfen, kommen, Herr Werner? „Kann sein.“
David Raum beginnt nach abgesessener Gelbsperre hinten links, könnte nach einem späten Wadenkrampf problemlos von Max Finkgräfe ersetzt werden. Das Rechtsverteidiger-duell Benny Henrichs/ Ridle Baku ist ein „sehr enges Rennen zweier Top-spieler“(Werner) mit offenem Ausgang.
Rotation beim BVB zu erwarten
Bvb-coach Niko Kovac kommt nach dem 2:0 in der Königsklasse gegen Bergamo nicht umhin, den Seinen, die nach wie vor auf Abwehrchef Nico Schlotterbeck und Mentalitätsmonster Emre Can verzichten müssen, einen Frische-kick zu verpassen. So wird der Ex-leipziger Marcel Sabitzer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auflaufen, dürfte auch Sprinter Karim Adeyemi den Anpfiff auf dem Rasen erleben.
Dass der Dortmunder Akku nach dem Bergamo-match nicht ganz so voll wie der Leipziger ist, will Ole Werner nicht überbewerten. Aus beider Mittwoch-aktivitäten (Spiel/ Sofa) sollte aber auch kein Nachteil für die Seinen erwachsen, so Werner. Wäre ja noch schöner…
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Il capitano del Lipsia, David Raum, rientra dopo la squalifica
per somma di ammonizioni: è noto per la sua emotività.
Più coraggio per cambiare rotta
L'allenatore del Lipsia diffonde ottimismo e intensità prima della sfida con il Borussia Dortmund. È giusto così. Perché i sassoni hanno bisogno di cambiare motto, abbandonando il troppo spesso utilizzato “ribaltamento”.
«Non sempre giocano un calcio spettacolare,
ma hanno diverse soluzioni a disposizione,
sono forti nei calci piazzati
e hanno un ottimo ritmo nelle transizioni.»
- Ole Werner, allenatore del Lipsia, sul
prossimo avversario, il BVB Dortmund
20 febbraio 2026 - Leipziger Volkszeitung
di Guido Schäfer
Il BVB, mister Werner? “Una squadra di alto livello, con molta qualità e solidità. Non giocano ogni settimana un calcio spettacolare, ma hanno diverse armi a disposizione, sono bravi nei calci piazzati, hanno molto ritmo nel gioco di transizione.” Tutto questo e molto altro non cambia nulla nella strategia dell'allenatore del Lipsia, Ole Werner: “Vogliamo infliggere al BVB la seconda sconfitta stagionale.”
Guardando la classifica, si potrebbe anche dire che gli uomini di Werner devono conquistare questi tre punti nel big-match della 23ª giornata della Bundesliga sabato (calcio d'inizio alle 18:30 / Sky, conferenza Dazn). Ma non sarebbe necessario se, dopo l'entusiasmante 6-0 contro l'Eintracht Francoforte il 6 dicembre, avessero continuato a guadagnare 2,23 punti a partita. La missione “Riconquistiamo l'Europa che più conta” è diventata problematica e carica di pressione, perché i club più ambiziosi hanno perso slancio e terreno dopo la 13ª giornata e un posto al vertice (che sembrava) consolidato, ottenendo solo una media di 1,22 punti nelle nove partite successive. E perché ora sono al quinto posto con 40 punti (il BVB è secondo, a quota 51).
Due dei quattro posti sono stati assegnati
Allo stato attuale delle cose, il quinto posto porterebbe in Europa League il club nato nel 2009, che in termini di budget è la terza forza del campionato dietro il Bayern e lo stesso BVB e che esaudisce ogni desiderio dei propri calciatori. Franz Beckenbauer definì il modello precedente, la Coppa UEFA, la “coppa dei perdenti”. Anche per il boss del Lipsia, Oliver Mintzlaff, 50 anni, l'Europa League è appagante e sexy quanto... ... un doppio mento... ... un testimone perso... ... un giro gratuito con l'idrovolante attraverso Bonn, Francoforte sul Meno o sul Meno.
Mettiamola così: due dei quattro posti che danno diritto alla partecipazione alla Champions League sono virtualmente già assegnati al Bayern (57 punti) e al Dortmund (51). L'Hoffenheim, che è terzo (45), può solo autodistruggersi, ci ha pure provato ma non ci è riuscito. Stoccarda (4°/42) e Leverkusen (6°/39, ma con una partita in meno) giocano forse un calcio più fluido rispetto ai Rasenballer. Ma può anche darsi che a Lipsia si guardi con occhio particolarmente critico al proprio pargolo e si trascurino invece le orecchie a sventola, le gambette storte e gli inopportuni ruttini della concorrenza. Il fatto è che il Lipsia ha ancora tutto ciò che serve per fare male a tutti, raccogliere un sacco di punti e arrivare alla zona-Champions League.
È necessario un altro punto di vista
Per farlo, i Red Bulls dovrebbero sostituire al più presto lo zaino con la scritta “Umbruch” (cambiamento) con le ali chiamate “Aufbruch” (nuovo inizio) e anche andare avanti pubblicamente secondo il motto: Vogliamo tutto: la Champions League! E se non riusciremo a ottenere tutto, almeno non ci saranno mancati il coraggio e la dedizione! È importante e positivo che Ole Werner non tergiversi prima della partita contro il BVB, ma mostri una ferrea determinazione a vincere, riprendendo i bei vecchi tempi.
La storia e il DNA dei Red Bulls, che dal 2016 militano in prima divisione, sono stati a lungo caratterizzati da un gioco più imprevedibile e coraggioso rispetto agli altri, senza fastidiosi passaggi laterali e all'indietro, ma cercando invece, contro qualunque avversario, la via più breve per arrivare nell'area di rigore. Sopra tutto aleggiava il motto: se proprio si deve affondare, allora con le bandiere bianche che sventolano e non penzolanti mollemente al vento.
L'estate non porterà continuità
Per quanto riguarda gli obiettivi - al Cottaweg alcuni sognano grandi titoli - i dirigenti dovrebbero guardare in faccia la realtà. I Red Bulls hanno nuovamente acquisito giovani giocatori meravigliosi come Yan Diomande, Antonio Nusa, Tidiam Gomis e molti altri talenti. Tuttavia, come ogni anno, anche dopo questa stagione non riusciranno a trattenere i loro migliori giocatori e nel 2026 dovranno ricominciare la ricerca, ricomponendo i pezzi sparsi. I Rasenballer, nella loro forma attuale, non avranno mai una struttura come quella del Bayern Monaco e potrebbero vincere il campionato solo se tutti i figli perduti nel corso degli anni tornassero nel grembo dell'RB.
Sì, una rosa con Jo Kimmich, Konrad Laimer, Dayot Upamecano, Ibrahima Konaté, Dani Olmo, Dominik Szoboszlai, Matheus Cunha, Ademola Lookman, Christopher Nkunku, Xavi Simons, Benjamin Sesko e Alexander Sörloth sarebbe praticamente imbattibile.
Formazione titolare senza un vero numero 10
Chi può, deve, affronterà il BVB, che finora ha perso solo una partita di campionato (1-2 a Monaco)?
Maarten Vandevoordt tra i pali, Peter Gulacsi sta lavorando per recuperare dall'infortunio a un ginocchio. Castello Lukeba rientra al centro della difesa, sostituendo l'imponente soluzione temporanea Nicolas Seiwald. L'austriaco rivendica giustamente diritti più antichi, vorrebbe tornare al suo ruolo abituale di centrocampista e lotta con Xaver Schlager e Christoph Baumgartner per uno dei due posti.
Seiwald giocherà, mister Werner? “È possibile”.
Rômulo attacca al posto di Conrad Harder. Se, contrariamente alle aspettative, l'RB dovesse schierarsi senza un vero centravanti, ci sarebbe spazio per Seiwald, Schlager, Baumgartner e Brajan Gruda. Potrebbe esserci una variante senza centravanti e con un falso nove, in cui Gruda/Baumgartner potrebbero inserirsi, signor Werner? “È possibile”.
David Raum, dopo aver scontato la squalifica per somma di cartellini gialli (5, ndr), partirà titolare come terzino sinistro, ma potrebbe essere sostituito senza (troppi, ndr) problemi con Max Finkgräfe a causa di crampi a un polpaccio. Il duello tra i terzini destri Benny Henrichs e Ridle Baku è una “gara molto serrata tra due giocatori di alto livello” (cit. Werner) e con esito incerto.
Rotazione prevista al BVB
Dopo il 2-0 (nell'andata dello spareggio per gli ottavi, ndr) in Champions League sull'Atalanta, l'allenatore del Borussia Dortmund, Niko Kovač, non può fare a meno di dare una sferzata di energia ai suoi giocatori, che devono ancora fare a meno del difensore Nico Schlotterbeck e del mentalmente forte Emre Can. Quindi, quasi con certezza, scenderà in campo l'ex giocatore del Lipsia Marcel Sabitzer, e anche il velocissimo Karim Adeyemi dovrebbe essere presente al fischio d'inizio.
Ole Werner non vuole sopravvalutare il fatto che le riserve di energie del Dortmund dopo la partita contro l'Atalanta non siano così piene come quelle del Lipsia. Secondo Werner, però, le attività di entrambi i mercoledì (partita/divano) non dovrebbero rappresentare uno svantaggio per i suoi. Sarebbe davvero il colmo...
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