Wer kann für den Befreiuungsschlag sorgen?


FOTO: DPA - Rocco Reitz ist der wertvollste Spieler im Kader Borussias. 
20 Millionen Euro könnten drin sein an Ablöse.

Borussia steht vor dem nächsten Kaderumbau. Leichter wird es auch unter Sportchef Rouven Schröder nicht. Auf dem Transfermarkt braucht es große Erlöse – dafür kommen nicht viele Spieler infrage.

6 Feb 2026 - Rheinische Post - Mönchengladbach and Korschenbroich
VON JANNIK SORGATZ

Die Transferperiode im Profifußball dauert inzwischen 365 Tage. Sie unterscheiden sich dadurch, ob gerade ein Fenster geöffnet ist oder nicht. Nur zweimal flacht das Geschehen merklich ab – im September nach der Sommer-Deadline und im Februar nach der Winter-Deadline. Die kurze Verschnaufpause lädt dazu ein, bereits einen ersten Blick auf das zu werfen, was auf Borussia Mönchengladbach zukommt.

Manager Rouven Schröder mag geackert haben in einer Art und Weise, die langjährige Mitarbeiter des Klubs staunen ließ. An der Realität, dass Borussia nach wie vor große Verkäufe bitternötig hat, kann der 50-Jährige so schnell auch nichts ändern. Es gilt, bestmöglich an Transfers zu arbeiten, die sich kurzfristig zumindest ansatzweise wie Befreiungsschläge anfühlen und den Verein nach vorne bringen. „Wir sind dabei, Dinge anzupacken und einen Weg einzuschlagen, der für Borussia richtig ist“, sagt Schröder.

Der Abwärtsstrudel der vergangenen Jahre ist oft skizziert worden. Um wirklich aufräumen zu können, benötigt Schröder erstens Zeit. Manches Problem auf der Vertragsseite wird sich erst 2027 lösen. Gleichzeitig gilt es, nach dem Durchatmen schnell die Vorbereitung des Transfer-Sommers zu vertiefen.

Ab 2016 begann bei Borussia der Gipfelsturm der Ära Max Eberl, ausgelöst durch den Rekordverkauf von Granit Xhaka zum FC Arsenal. In vier Sommer-Transferperioden nacheinander verdiente der Klub mindestens 30 Millionen Euro, rund 140 Millionen insgesamt. 2020 und 2021, mitten in der Pandemie, kam dann gar nichts rein zwischen den Spielzeiten – der Anfang vom Ende Eberls.

Von 2022 bis 2025 generierte sein Nachfolger Roland Virkus im Sommer etwa 80 Millionen Euro. Das ging allenfalls als Schadensbegrenzung durch. Borussia wird nicht wählerisch sein können, die Berichte um das Interesse von RB Leipzig an Rocco Reitz dienten jüngst als Erinnerung. Das Beispiel wirft die

Frage auf: Wie groß ist überhaupt das realistische Ablösepotenzial im Sommer? Zunächst einmal sollte angenommen werden, dass kein Spieler, der erst 2025/26 gekommen ist, zum Verkauf steht.

Ebenso fallen Leihspieler durchs Raster, und es wird kein Profi mit einem Marktwert unter fünf Millionen Euro wesentlich dazu beitragen, dass Borussia deutlich mehr erlöst als in den vergangenen Jahren. Acht Spieler bleiben übrig: Moritz Nicolas (Marktwert fünf Millionen), Lukas Ullrich (sieben Mio.), Joe Scally (sieben Mio.), Nico Elvedi (acht Mio.), Robin Hack (zwölf Mio.), Franck Honorat (zwölf Mio.), Tim Kleindienst (zwölf Mio.) und Rocco Reitz (17 Mio.).

Hack wird mindestens ein halbes Jahr rausgewesen sein, wenn halbwegs wieder mit ihm zu planen ist, Kleindienst zehn Monate. Wären sie gesund geblieben, hätten sie im Sommer zu Gamechangern werden können, zumal ihre Verträge noch drei Jahre laufen.

Mehrere Faktoren können für Aufschläge oder Abzüge sorgen:

• die Vertragsdauer

• das Alter

• die Position

• die Verletzungsanfälligkeit


• der Status im Team

• der Verkaufsdruck des Vereins

Ullrich hat gerade erst verlängert bis 2029. In den verbleibenden 14 Saisonspielen muss er sich seinen Stammplatz zurückerkämpfen und nachhaltig überzeugen. Kommt Ullrich im Frühjahr wieder in Form, sind acht Millionen nicht utopisch – sofern spannende Klubs sich melden.

Nicolas ist als Torwart ein Sonderfall. Allgemein wird weniger gezahlt, weil der Bedarf geringer ist. Mit 28 Jahren wäre er als Feldspieler nahe am Zenit, als Keeper nähert er sich dem besten Alter. Eine DFB-Nominierung, am besten sogar eine WMTeilnahme, könnte zum Boost für Nicolas werden – und für Borussia.

Gemeinhin ist Premier-LeagueInteresse lukrativer: Der SC Freiburg erhielt 2023 für den gerade 30 gewordenen Mark Flekken 13 Millionen Euro. Angebote der Größenordnung sind bei Nicolas vorstellbar aus England. Ansonsten wäre ein Verbleib für Gladbach wohl wertvoller.

Scally und Elvedi verbindet ein Vertrag bis 2027 und die beiden trennen sechs Jahre. Um Klubs auf den Plan zu rufen, die ihm selbst vorschweben, sind Scallys Leistungen seit einiger Zeit zu schwankend. Auf der Insel wären selbst Vereine von der Premier-League-Mittelklasse bis zu Topklubs der Championship in der Lage, seinen geschätzten Marktwert in echtes Geld umzuwandeln.

Elvedi wird dieses Jahr 30, bei ihm stimmt die Performance in dieser Saison, als Stammspieler der Schweiz hat er die Chance, sich bei der WM zu präsentieren. Da die altersbedingten Rabatte bei Innenverteidigern nicht so hoch ausfallen, dürften acht bis zehn Millionen zu veranschlagen sein. Zum Vergleich: Ko Itakura brachte mit auslaufendem Vertrag und mit 28 bei seinem Wechsel zu Ajax Amsterdam noch 10,5 Millionen ein.

Ein spannender Fall ist Honorat. Für ihn sprechen seine lange Vertragslaufzeit und seine Leistungsspitzen – in Topform ist er ein Vorbereiter von internationaler Klasse. Allerdings mangelt es an physischer Konstanz, immer wieder machen ihm Beschwerden zu schaffen. Darüber hinaus lässt der 30. Geburtstag, den Honorat im Spätsommer feiert, bei Sprintertypen aufhorchen.

Das Gesamtpaket sollte dennoch eine Überlegung wert sein bei guten französischen Vereinen, die hinter Paris Saint-Germain um die internationalen Plätze kämpfen. Für die Hoffnung auf einen starken Karriereherbst bei Honorat ließen sich guten Gewissens zwölf Millionen aufrufen.

Als Reitz den Durchbruch schaffte und ihm scheinbar alles gelang, verpassten die Teamkollegen ihm den Spitznamen „Goldjunge“. Der könnte er im Sommer mit dann 24 Jahren beinahe buchstäblich werden. Auf 28 Millionen zu hoffen, ist beim zentralen Mittelfeldspieler wohl utopisch.

Aufschläge sind drin angesichts seines Status: Vize-Kapitän und Vorzeige-Eigengewächs bei Borussia, auch in der U21 Führungsspieler und Leistungsträger gewesen – mit weniger als 20 Millionen sollte sich Gladbach nicht abspeisen lassen.

Denn ohne einen Verkauf von Reitz, der damit der teuerste „Fohlenstall“-Absolvent der Geschichte würde (bisher Jordan Beyer mit 15 Millionen Euro), ist das nötige Volumen im Sommer kaum zu erreichen. Für Tomas Cvancara besitzt Celtic Glasgow zwar eine Kaufoption über acht Millionen Euro – der Weg ist noch weit, dass der Tscheche wieder so viel wert ist.

Für Schröder heißt es: Kurz verschnaufen und dann ran an eine Transferperiode, die zum lange benötigten Befreiungsschlag werden muss. Verkaufen ist nur der erste Schritt, danach geht es um die Zugänge: „Unser Weg wird sein, Spieler mit Potenzial zu finden und sie weiterzuentwickeln“, sagt Schröder. Das aktuelle Erlöspotenzial des Kaders ist nicht üppig.

***

FOTO: DPA - Rocco Reitz è il giocatore più prezioso nella rosa del Borussia. 
Il suo trasferimento potrebbe fruttare 20 milioni di euro.

Chi può garantire la salvezza?

Il Borussia sta per affrontare un'altra riorganizzazione della rosa. Anche con il direttore sportivo Rouven Schröder non sarà facile. Sul mercato servono grandi incassi, ma non ci sono molti giocatori che possono garantire questo risultato.

6 febbraio 2026 - Rheinische Post - Mönchengladbach e Korschenbroich
DI JANNIK SORGATZ

Il calciomercato professionistico dura ormai 365 giorni l'anno. Si differenzia a seconda che ci sia o no una finestra aperta. Solo due volte l'attività rallenta notevolmente: a settembre, dopo la scadenza estiva, e a febbraio, dopo quella invernale. La breve pausa invita a dare già un primo sguardo a ciò che attenderà il Borussia Mönchengladbach.

Il diesse Rouven Schröder ha lavorato sodo in un modo che ha stupito i dipendenti di lunga data del club. Il 50enne non può cambiare rapidamente la realtà, ovvero che il Borussia ha ancora un disperato bisogno di cessioni importanti. È importante lavorare al meglio sui trasferimenti che, almeno a breve termine, sembrano essere una sorta di salvezza e fanno progredire il club. “Stiamo affrontando le cose e intraprendendo una strada che è giusta per il Borussia”, afferma Schröder.

La spirale negativa degli ultimi anni è stata spesso descritta. Per poter davvero fare ordine, Schröder ha bisogno innanzi tutto di tempo. Alcuni problemi relativi ai contratti saranno risolti solo nel 2027. Allo stesso tempo, dopo aver ripreso fiato, è necessario intensificare in fretta i preparativi per il mercato estivo.

A partire dal 2016, il Borussia ha iniziato la scalata verso il successo dell'èra-Max Eberl, innescata dalla cessione-record di Granit Xhaka all'Arsenal. In quattro finestre di mercato estive consecutive, il club ha guadagnato almeno 30 milioni di euro, per un totale di circa 140 milioni. Nel 2020 e nel 2021, nel pieno della pandemia, non è entrato nulla tra una stagione e l'altra: l'inizio della fine dell'èra-Eberl.

Dal 2022 al 2025, il suo successore Roland Virkus ha generato ricavi per circa 80 milioni di euro in estate. Questo è servito al massimo a limitare i danni. Il Borussia non potrà permettersi di essere schizzinoso, come ricordano le recenti voci sull'interesse del Lipsia per (il centrocampista e capitano) Rocco Reitz. L'esempio solleva la domanda: quanto è realistico il potenziale di trasferimento in estate? Innanzi tutto, si dovrebbe presumere che nessun giocatore arrivato nel 2025/26 sia già in vendita.

Anche i giocatori in prestito non rientrano nei criteri e nessun professionista con un valore di mercato inferiore a cinque milioni di euro contribuirà in modo significativo ad aumentare notevolmente i ricavi del Borussia rispetto agli anni passati. Restano otto giocatori: Moritz Nicolas (valore di mercato 5 milioni), Lukas Ullrich (7), Joe Scally (7), Nico Elvedi (8), Robin Hack (12), Franck Honorat (12), Tim Kleindienst (12) e Rocco Reitz (17).

Hack sarà fuori gioco per almeno sei mesi prima di poter essere nuovamente inserito nei piani della squadra, Kleindienst per dieci mesi. Se fossero rimasti in buona salute, avrebbero potuto diventare dei game changer in estate, soprattutto considerando che i loro contratti hanno ancora una durata di tre anni.

Diversi fattori possono determinare aumenti o riduzioni:
• la durata del contratto
• l'età
• il ruolo
• la predisposizione agli infortuni
• lo status nella squadra
• l'esigenza di vendere del club

Ullrich ha appena rinnovato fino al 2029. Nelle restanti 14 partite di campionato dovrà riconquistarsi il posto da titolare e convincere in modo duraturo. Se Ullrich tornerà in forma in primavera, 8 milioni non sono utopistici, a condizione che si facciano avanti club interessati.

Nicolas è un caso particolare come portiere. In generale, i portieri vengono pagati meno perché la domanda è inferiore. A 28 anni, come giocatore di movimento sarebbe già prossimo al proprio apice, mentre come portiere si avvicina all'età migliore. Una convocazione nella nazionale tedesca, meglio ancora una partecipazione ai Mondiali, potrebbe dare una spinta sia a Nicolas sia al Borussia.

In generale, l'interesse della Premier League è più redditizio: nel 2023, il Friburgo ha ricevuto 13 milioni di euro per Mark Flekken, che aveva appena compiuto 30 anni. Offerte di questo ordine di grandezza sono ipotizzabili dall'Inghilterra per Nicolas. Altrimenti, rimanere al 'Gladbach sarebbe probabilmente più vantaggioso.

Scally e Elvedi hanno un contratto fino al 2027 e i due hanno sei anni di differenza (Elvedi il maggiore, ndr). Per attirare l'attenzione dei club che lo stesso  Schröder ha in mente, le prestazioni di Scally sono state troppo altalenanti negli ultimi tempi. Nel Regno Unito, anche i club di medio livello della Premier League e i top club del Championship sarebbero in grado di trasformare in denaro contante il suo valore stimato di mercato.

Elvedi compirà 30 anni quest'anno, le sue prestazioni in questa stagione sono buone e, come titolare della nazionale svizzera, ha la possibilità di mettersi in mostra ai Mondiali. Poiché gli sconti legati all'età non sono così elevati per i difensori centrali, si possono stimare dagli otto ai dieci milioni. A titolo di confronto: Ko Itakura, con un contratto in scadenza e all'età di 28 anni, ha fruttato 10,5 milioni di euro quando è passato all'Ajax.

Honorat è un caso interessante. A suo favore giocano la durata del suo contratto e i suoi picchi di rendimento: quando è in forma smagliante è un assistman di livello internazionale. Tuttavia, manca di continuità fisica e soffre spesso di acciacchi. Inoltre, il trentesimo compleanno che Honorat festeggerà alla fine dell'estate fa riflettere su giocatori così veloci.

Il pacchetto complessivo dovrebbe comunque essere preso in considerazione da ottimi club francesi che lottano dietro al Paris Saint-Germain per i posti in Europa. Per la speranza di una forte carriera autunnale con Honorat, si potrebbero tranquillamente chiedere 12 milioni.

Quando Reitz ha fatto il grande salto e sembrava riuscire in tutto, i compagni di squadra gli hanno dato il soprannome di “golden boy”. A 24 anni, in estate, potrebbe diventarlo quasi alla lettera. Sperare in 28 milioni è però probabilmente utopistico per il centrocampista centrale.

Considerato il suo status di vice capitano e fiore all'occhiello del Borussia, nonché leader e giocatore-chiave della nazionale Under 21, il 'Gladbach non dovrebbe accontentarsi di meno di 20 milioni.

Senza la cessione di Reitz, che diventerebbe così il giocatore più costoso nella storia del vivaio del Borussia (finora lo è Jordan Beyer con 15 milioni di euro), sarà difficile raggiungere il volume necessario in estate. Il Celtic ha un'opzione di acquisto di otto milioni di euro per Tomas Cvancara, ma la strada è ancora lunga prima che il ceco torni a valere così tanto.

Per Schröder significa: riprendere fiato e poi affrontare un periodo di trasferimenti che deve diventare il tanto atteso colpo-salvezza. Vendere è solo il primo passo, poi si tratta di fare acquisti: “Il nostro obiettivo sarà quello di trovare giocatori con potenziale e farli crescere”, afferma Schröder. L'attuale potenziale di guadagno della rosa non è eccezionale.

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