Florian Neuhaus: „Ich wollte mich nicht unterkriegen lassen“
FOTO: DAVID INDERLIED/DPA
Mittelfeldprofi Florian Neuhaus (l.) spielt derzeit
wieder eine wichtige Rolle bei Borussia Mönchengladbach.
Der Borusse wurde im Sommer nach seinem Video-Eklat degradiert.
Nun ist er in alter Stärke zurück – und bereit für das Derby gegen Köln.
7 Nov 2025 - Rheinische Post
HANNAH GOBRECHT UND THOMAS GRULKE FÜHRTEN DAS INTERVIEW
- Florian Neuhaus, Sie haben nach dem 4:0-Sieg bei St. Pauli angekündigt, Ihre Kollegen auf das Derby vorzubereiten. Wie sah das konkret aus?
NEUHAUS Das stellt man sich wahrscheinlich spektakulärer vor, als es ist (lacht). Man kommt in der Kabine aber immer wieder auf das Thema zu sprechen. Ich habe von vergangenen Derbys berichtet und wir haben uns unter anderem an das Corona-Spiel im März 2020 erinnert, als wir erst in einem leeren Stadion gespielt haben und den Sieg dann mit den Fans hinter der Nordkurve gefeiert haben.
- Ist das Ihre prägendste Derby-Erinnerung?
NEUHAUS Das war sehr prägend, weil das für alle natürlich eine sehr spezielle Zeit war mit dem ersten Spiel ohne Zuschauer. Aber mein prägendstes Erlebnis war der 1:0-Auswärtssieg 2019 in den blauen Trikots, als Alassane Plea das Siegtor erzielte und Marcus Thuram seinen Eckfahnen-Jubel erfand.
- Köln überzeugt seit dem Aufstieg mit guten Leistungen, Gladbach hat zuletzt zwei Siege im Pokal und in der Liga geholt. Welche Teams treffen am Samstag aufeinander?
NEUHAUS Das wird definitiv ein schwieriges Spiel. Mit einem Wort würde ich Köln derzeit durchaus als ‚erfrischend’ bezeichnen, die Mannschaft spielt mit viel Geschwindigkeit und einem klaren Plan. Auch die erste halbe Stunde im DFB-Pokal gegen die Bayern haben sie es sehr gut gemacht. Aber Derbys sind immer speziell, da spielt die Taktik mitunter eine untergeordnete Rolle.
- Sie standen bislang in acht Derbys auf dem Platz, nur zwei davon hat Gladbach gewonnen.
NEUHAUS Wir wissen, dass wir zuletzt nicht mehr so erfolgreich waren. Jetzt haben wir die Chance, das positiver zu gestalten – mit einem Heimspiel und dem Schwung aus dem 4:0 beim FC St. Pauli. Köln ist gut in Form, das wird sicher ein packendes Spiel. Aber wir wollen in den entscheidenden Momenten das Spiel auf unsere Seite ziehen.
- Im Sommer sah es nicht danach aus, dass Sie im November ein Startelf-Kandidat für das Derby sind. Nach Ihrem Mallorca-Video und den Worten in Richtung Roland Virkus wurden Sie während der Vorbereitung in die U23 versetzt. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
NEUHAUS Ich wollte mich nicht unterkriegen lassen und habe versucht, mich auf den Fußball zu konzentrieren und meine Leistung auf dem Platz abzurufen. Sportlich war es für mich ja auch schon zuvor nicht rund gelaufen. Aber das Training macht mir unglaublich Spaß, ich komme jeden Tag gerne in den Borussia-Park – und genau das habe ich in den Vordergrund gestellt.
- Haben Sie in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung des Videos an Fußball denken können?
NEUHAUS Das war eine spezielle Situation, zumal wir zu der Zeit noch in der Sommerpause waren. Mir hat es gutgetan, dass ich meinen Laufplan hatte und ich mich mit dem Lauftraining ablenken konnte. Als dann die Entscheidung gefallen war, dass ich mit der U23 trainiere, habe ich sofort Kontakt zu Eugen Polanski aufgenommen – weil ich nach fünf, sechs Wochen einfach auch wieder Bock hatte auf Fußball. Ich wollte ab der ersten Sekunde bei der U23 wieder auf dem Platz überzeugen. Und ich denke, das ist mir gelungen.
- Haben Sie im Sommer mal den Gedanken gehabt, dass es das jetzt gewesen sei mit Ihrer Zeit in Gladbach?
NEUHAUS Nein, nicht eine Sekunde. Ich habe nie gezweifelt, weil ich den Klub, die Fans und die Mitarbeiter in mein Herz geschlossen habe, sodass das kein Thema war. Ich wusste natürlich, dass das eine schwierige Phase wird, aber ich war mir auch sicher, dass ich es packe, da durchzugehen. Ich habe schon viel erlebt und wusste, dass sich das zum Positiven wenden wird.
- Wer waren in dieser Zeit Ihre wichtigsten Ansprechpartner?
NEUHAUS Das waren definitiv die Familie, aber auch Mitspieler und Freunde. Ich habe seit Jahren denselben Kreis an Menschen, mit denen ich Dinge bespreche. Das war sicherlich eine Situation, die ich in meiner Karriere noch nicht erlebt hatte und die ich auch nicht noch mal brauche. Ich weiß natürlich, dass das ganz klar ein Fehler von mir war. Das habe ich schnell eingesehen und mich dementsprechend gleich bei den betroffenen Personen entschuldigt.
- In gewisser Weise war die Degradierung zur U23 auch eine glückliche Fügung, Sie konnten bereits da unter Eugen Polanski trainieren. Wie nehmen Sie ihn in seiner neuen Rolle als Bundesligatrainer war?
NEUHAUS Er wirkt auf mich so, wie ich ihn schon in der U23 erlebt habe: sehr klar in seiner Vorstellung, sehr akribisch, auch immer daran interessiert, über den Tellerrand hinauszuschauen.
- Was meinen Sie damit?
NEUHAUS Im Taktischen ist er auf der Suche, wo sich Räume für uns ergeben können, er geht da sehr detailliert vor. Und bei den Besprechungen kann er sehr emotional werden. Er findet immer die richtigen Worte und kann ein Team richtig heiß machen.
- Nehmen Sie als erfahrenerer Profi sowas noch immer an oder nutzen sich solche Motivationsreden mit der Zeit ab?
NEUHAUS Bei mir kommt das gut an, zumal seine Ansprachen nicht immer gleich sind. Mir fällt auf, dass er die Dinge immer wieder anpasst und verändert – und uns damit als Mannschaft erreicht.
- Worauf legt Eugen Polanski grundsätzlich wert? Er spricht viel von „Prinzipien“.
NEUHAUS Ihm geht es vor allem um die konkreten Räume und Zonen, die wir beim Gegner bespielen wollen. Wir wollen eine gewisse Flexibilität mitbringen, mit der wir uns immer wieder in verschiedene Positionen bringen, um den Gegner vor Aufgaben zu stellen, da wollen wir immer wieder variieren.
- Kommt gerade Ihnen das entgegen, weil Sie ein Spiel gut lesen können?
NEUHAUS Ich denke schon. Die Rolle zuletzt bei St. Pauli hat mir gutgetan. Ich konnte mich auf die Doppelsechs fallen lassen oder in der gegnerischen Hälfte in den entscheidenden Situationen mit dabei sein. Es ist meine Stärke, in die Spitze zu gehen, wenn der Gegner mich nicht so richtig auf dem Schirm hat, und dort für Überzahl zu sorgen.
- Wann sind Sie grundsätzlich nach einer Partie mit sich selbst zufrieden?
NEUHAUS Jetzt kommt eine langweilige Antwort.
- Schießen Sie los.
NEUHAUS Ich habe es am Wochenende wieder gemerkt: Für mich ist es perfekt, wenn die Mannschaft gewinnt. Wir hatten 15 Spiele, in denen das gefehlt hat. Als der Schiedsrichter abgepfiffen hat, habe ich eine innere Zufriedenheit gespürt. Etwas konkreter gesagt, hilft es mir, wenn ich viele Ballkontakte habe, das Spiel leiten kann, immer wieder die richtigen Spieler anspiele.
- Was geht da auf dem Platz in Ihrem Kopf vor?
NEUHAUS Einiges. Wo ergibt sich beim Gegner eine Unterzahl? Wo können wir eine Überzahl herstellen? Welcher Spieler läuft mich an und wo muss ich den Ball hinspielen?
- Da spielt sich viel Fußballtheorie ab.
NEUHAUS Wenn ich angelaufen werde, ist im besten Fall ein Gegenspieler von einem Mitspieler weggelaufen. Dann muss ich erkennen, wo unser freier Mann ist.
- Für den Zuschauer mag das unspektakulär aussehen.
NEUHAUS Absolut. In dem Moment bringt der Querpass aber vielleicht eine Überzahl, mit der wir uns auf der Seite durchspielen können – so wie wir es in Hamburg vor dem 2:0 mit Kevin Diks und Lukas Ullrich gemacht haben. Ich habe erkannt, dass ich angelaufen werde und Kevin dadurch frei war, da musste der Ball hin. Wenn dann ein Angriff oder ein Tor daraus entsteht, ist es umso schöner.
- Wie ist Ihr Eindruck von den Neuzugängen in der Offensive wie Haris Tabakovic oder Shuto Machino?
NEUHAUS Sie haben sich super integriert. Auf dem Platz können wir im Angriffsspiel flexibler werden, da brauchen wir etwas Zeit. Mit Haris haben wir einen Leuchtturm vorne drin, den wir im Vergleich zum Saisonbeginn jetzt besser einsetzen. Bei Shuto merkt man, dass ihm die letzten beiden Spiele gutgetan haben, allgemein können wir uns in der Feinabstimmung noch verbessern.
- Wie würden Sie die bisherige Saison beschreiben? Und was kann die Spielzeit für Borussia Mönchengladbach noch bringen?
NEUHAUS Den Saisonstart haben wir uns anders vorgestellt. Der Sieg bei St. Pauli war wichtig für die Stimmung rund um den Klub. Das Derby vor der Länderspielpause ist jetzt richtungsweisend. Wir müssen Siege einfahren, weil wir hinterherhinken. Positiv ist, dass wir in neun Spielen dreimal zu Null gespielt haben, trotzdem bekommen wir noch zu viele Gegentore, woran wir arbeiten müssen. Zu weit möchte ich gar nicht vorausblicken, weil es für uns aktuell nur darum geht, Punkte einzufahren.
- Was ist fernab vom Mannschaftserfolg für Sie persönlich wichtig?
NEUHAUS Ich möchte weiter dranbleiben und meine Leistung bringen. Das fängt täglich im Training an, da möchte ich Eugen weiter überzeugen. Es ist schön, dass ich aktuell die Spielminuten bekomme, aber es gibt keine Garantie, dass das so bleibt. Ich sehe mich als Teamplayer, das habe ich auch in den vergangenen beiden Jahren so gelebt, in denen ich nicht so viel gespielt habe. Wenn ich nicht spiele, versuche ich, die Mannschaft zu unterstützen.
- Ihr aktueller Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
NEUHAUS Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Eineinhalb Jahre sind eine lange Zeit, es ist noch zu früh, weiter in die Zukunft zu denken.
- Es ist bekannt, dass Sie ein begeisterter Fußball-Gucker sind und sich viele Spiele im TV anschauen. Welche Mannschaft begeistert Sie aktuell?
NEUHAUS Bayern München macht derzeit extrem viel Spaß, auch Paris St. Germain beeindruckt mich, da habe ich am Dienstag natürlich das direkte Duell verfolgt. Der Clásico in Spanien mit dem FC Barcelona gegen Real Madrid ist für mich immer ein Pflichttermin. Gerade finde ich Brighton & Hove Albion mit ihrem Trainer Fabian Hürzeler spannend.
- Worauf schauen Sie da genau?
NEUHAUS Sie haben immer einen speziellen Ansatz und interessante Ideen im Spielaufbau. Ich würde mir wünschen, dass sich das in der Tabelle widerspiegelt und sie noch ein paar Plätze in der Premier League nach oben klettern.
- Haben Sie denn überhaupt noch so viel Zeit für andere Spiele? 2025 war privat für Sie ein besonderes Jahr, im April sind Sie zum ersten Mal Vater geworden.
NEUHAUS (lacht) Das klappt noch ganz gut. Meine Tochter hält mich auf jeden Fall auf Trab, gerade fängt sie an zu Krabbeln. Für mich war das auch eine Ablenkung an den Wochenenden, an denen wir verloren haben und ich nicht so viel gespielt habe. Das ist privat eine große Stütze und aktuell eine Zeit, die ich sehr genieße.
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Il centrocampista Florian Neuhaus (a sinistra) sta ricoprendo
di nuovo un ruolo importante nel Borussia Mönchengladbach.
Florian Neuhaus: «Non volevo lasciarmi abbattere»
Il giocatore del Borussia era stato retrocesso (alla squadra riserve) in estate dopo il suo video-scandalo.
Ora, è tornato alla sua antica forma ed è pronto per il derby contro il Colonia.
7 novembre 2025 - Rheinische Post
HANNAH GOBRECHT E THOMAS GRULKE
- Florian Neuhaus, dopo la vittoria per 4-0 sul campo del St. Pauli ha annunciato che avrebbe preparato i suoi compagni per il derby. In che modo, concretamente?
NEUHAUS - Probabilmente ci si immagina qualcosa di più spettacolare di quanto in realtà non sia (ride). Ma negli spogliatoi si torna sempre a parlare di questo argomento. Ho raccontato dei derby passati e abbiamo ricordato, tra le altre cose, la partita del marzo 2020, quando abbiamo giocato in uno stadio vuoto e poi abbiamo festeggiato la vittoria con i tifosi dietro la curva nord.
- È questo il suo ricordo più significativo del derby?
NEUHAUS - È stato molto significativo, perché è stato un momento davvero speciale per tutti, con la prima partita senza spettatori. Ma la mia esperienza più significativa è stata la vittoria in trasferta per 1-0 nel 2019 con le maglie blu, quando Alassane Plea ha segnato il gol della vittoria e Marcus Thuram ha inventato la sua esultanza con la bandierina del calcio d'angolo.
- Il Colonia, neopromosso, sta convincendo con buone prestazioni, il 'Gladbach ha ottenuto due vittorie fra Coppa di Germania e campionato. "Quali" squadre si affronteranno sabato?
NEUHAUS - Sarà una partita difficile. In questo momento definirei il Colonia una squadra “rigenerante”: gioca a grande velocità e con un piano-partita ben chiaro. Anche nella prima mezz'ora della partita di Coppa di Germania contro il Bayern ha fatto molto bene. Ma i derby sono sempre speciali, a volte la tattica passa in secondo piano.
- Finora lei ha disputato 8 derby, solo 2 dei quali sono stati vinti dal suo 'Gladbach.
NEUHAUS Sappiamo che ultimamente non abbiamo fatto bene. Ora abbiamo la possibilità di cambiare le cose in meglio, con una partita in casa e lo slancio datoci dal 4-0 contro il St. Pauli. Il Colonia è in buona forma, sarà una partita avvincente. E vogliamo portarla dalla nostra parte nei momenti decisivi.
- In estate non sembrava che a novembre saresti stato un candidato per la formazione titolare nel derby. Dopo il tuo video a Maiorca e le parole rivolte a Roland Virkus (ex ad area Sport del club, dal 15 febbraio 2022 al 30 settembre 2025, ndr) durante il precampionato lei è stato trasferito alla formazione Under 23. Come ha vissuto quel periodo?
NEUHAUS - Non volevo lasciarmi abbattere e ho cercato di concentrarmi sul calcio e di dare il massimo in campo. Dal punto di vista sportivo, anche prima le cose non erano andate bene per me. Ma mi piace moltissimo allenarmi, vengo volentieri ogni giorno al Borussia-Park, ed è proprio questo che ho messo in primo piano.
- Nei primi giorni dopo la pubblicazione del video è riuscito a pensare al calcio?
NEUHAUS - Era una situazione particolare, soprattutto perché in quel periodo eravamo ancora nella pausa estiva. Mi ha fatto bene avere il mio programma di allenamento e potermi distrarre con la corsa. Quando poi è stata presa la decisione di allenarmi con la formazione Under 23, ho subito contattato Eugen Polanski (allora allenatore della U23 del club, ndr), perché dopo cinque-sei settimane avevo semplicemente voglia di tornare a giocare a calcio. Volevo convincere tutti fin dal primo secondo con la formazione Under 23. E penso di esserci riuscito.
- Durante l'estate ha mai pensato che la sua esperienza al 'Gladbach fosse giunta al termine?
NEUHAUS - No, neanche per un secondo. Non ho mai avuto dubbi, perché ho nel cuore il club, i tifosi e lo staff, quindi non era un problema. Sapevo che sarebbe stata una fase difficile, ma ero anche sicuro di poterla superare. Ho già vissuto molte esperienze e sapevo che le cose sarebbero andate per il meglio.
- Chi sono state le persone più importanti per lei in quel periodo?
NEUHAUS - La mia famiglia, i compagni di squadra e gli amici. Da anni ho lo stesso gruppo di persone con cui discuto delle cose. È stata una situazione che non avevo mai vissuto nella mia carriera e che non vorrei rivivere. Naturalmente so che è stato un mio errore. Me ne sono reso conto subito e mi sono scusato con le persone coinvolte.
- In un certo senso, la retrocessione alla formazione Under 23 è stata anche una fortuna, perché ha potuto allenarsi con Eugen Polanski. Come lo vede nel suo nuovo ruolo di allenatore (ad interim, ndr) in Bundesliga?
NEUHAUS - Mi sembra lo stesso che ho conosciuto nella formazione Under 23: molto chiaro nelle sue idee, molto meticoloso, sempre interessato a guardare oltre il proprio naso.
- Che cosa intende dire?
NEUHAUS - Dal punto di vista tattico, cerca di individuare gli spazi che possono aprirsi per noi, procedendo in modo molto dettagliato. E durante le riunioni può diventare parecchio emotivo. Trova sempre le parole giuste e sa come motivare la squadra.
- Da professionista esperto, lei accetta ancora quel tipo di approccio o con il tempo quei discorsi motivazionali perdono di efficacia?
NEUHAUS - A me piace, soprattutto perché i suoi discorsi non sono mai uguali. Ho notato che adatta e modifica di continuo le cose, riuscendo così a coinvolgerci come squadra.
- A che cosa dà importanza Eugen Polanski? Parla molto di “principi”.
NEUHAUS - Si concentra soprattutto sugli spazi e sulle cose concrete che vogliamo sfruttare quando giochiamo contro gli avversari. Vogliamo avere una certa flessibilità che ci permetta di assumere posizioni diverse per mettere in difficoltà gli avversari, quindi vogliamo variare in continuazione.
- Questo le si addice particolarmente perché sa leggere bene il gioco?
NEUHAUS - Penso di sì. L'ultimo ruolo che ho ricoperto, contro il St. Pauli, mi ha fatto bene. Ho potuto sia abbassarmi a fare da "doppio sei" (i due mediani davanti la difesa, ndr), sia inserirmi nella metà campo avversaria nelle situazioni decisive. Il mio punto di forza è spingermi in avanti quando l'avversario non mi tiene d'occhio e creare superiorità numerica.
- Quand'è che lei si ritiene soddisfatto di sé dopo una partita?
NEUHAUS - Ora arriva una risposta noiosa.
- Spari.
NEUHAUS - Me ne sono reso conto di nuovo questo fine settimana: per me è perfetto quando la squadra vince. Abbiamo avuto 15 partite in cui questo ci è mancato. Quando l'arbitro ha fischiato la fine, ho provato una soddisfazione interiore. Più concretamente, mi aiuta toccare molto la palla, poter dirigere il gioco, passare sempre la palla ai compagni giusti.
- Che cosa le passa per la testa mentre è in campo?
NEUHAUS - Tante cose. Dove si crea una situazione di inferiorità numerica nell'avversario? Dove possiamo creare noi una superiorità numerica? Quale giocatore mi marca e dove devo passare la palla?
- Qui entra in gioco molta teoria calcistica.
NEUHAUS - Quando vengo pressato, nella migliore delle ipotesi un avversario si è staccato da un mio compagno. Allora devo capire dove si trova il nostro uomo libero.
- Per lo spettatore può sembrare poco spettacolare.
NEUHAUS - Assolutamente sì. In quel momento, però, il passaggio trasversale può forse portare a una superiorità numerica che ci permette di giocare sulla fascia, come abbiamo fatto ad Amburgo prima del 2-0 con Kevin Diks e Lukas Ullrich (sulla corsia di sinistra, ndr). Ho capito che mi stavano marcando e che Kevin era libero, quindi dovevo passare la palla a lui. Se poi ne nasce un attacco o un gol, è ancora più bello.
- Qual è la sua impressione sui nuovi acquisti in attacco come Haris Tabakovic o Shuto Machino?
NEUHAUS - Si sono integrati alla grande. In campo possiamo diventare più flessibili in attacco, ma abbiamo bisogno di tempo. Con Haris abbiamo un faro là davanti che ora utilizziamo meglio rispetto all'inizio della stagione. Per quanto riguarda Shuto, si nota che le ultime due partite gli hanno fatto bene, in generale possiamo ancora migliorare.
- Come descriverebbe la stagione finora? E cosa può ancora riservare il campionato al Borussia Mönchengladbach?
NEUHAUS - Non ci aspettavamo un inizio di stagione così. La vittoria contro il St. Pauli è stata importante per il morale della squadra. Il derby prima della pausa internazionale sarà decisivo. Dobbiamo vincere perché siamo indietro in classifica. La cosa positiva è che in 9 partite abbiamo mantenuto la porta inviolata 3 volte, ma subiamo ancora troppi gol e su questo dobbiamo lavorare. Non voglio guardare troppo avanti, perché al momento per noi conta solo conquistare punti.
- Al di là del successo della squadra, che cosa è importante per lei personalmente?
NEUHAUS - Voglio continuare a dare il massimo e a fornire le mie prestazioni. Questo inizia ogni giorno in allenamento, è là che voglio continuare a convincere Eugen (Polanski). È bello che al momento mi vengano concessi minuti di gioco, ma non c'è alcuna garanzia che rimanga così. Mi considero un giocatore di squadra, come ho dimostrato negli ultimi due anni, in cui pure non ho giocato molto. Quando non gioco, cerco di sostenere la squadra.
- Il suo attuale contratto scadrà nell'estate del 2027. Quali sono i suoi progetti per il futuro?
NEUHAUS - Non ci ho ancora pensato. Un anno e mezzo è un periodo lungo, è ancora troppo presto per pensare al futuro.
- È noto che lei è un appassionato di calcio e che guarda molte partite in tv. Qual è la sua squadra preferita al momento?
NEUHAUS - Il Bayern Monaco è molto divertente da guardare in questo momento, anche il Paris St.-Germain mi impressiona, quindi martedì ho seguito con attenzione il loro scontro diretto. Il Clásico in Spagna tra il Barcellona e il Real Madrid è sempre un appuntamento imperdibile per me. Al momento trovo molto interessante il Brighton & Hove Albion con il suo allenatore Fabian Hürzeler.
- Che cosa guarda esattamente?
NEUHAUS - Ha sempre un approccio speciale e idee interessanti nella costruzione del gioco. Mi piacerebbe che questo si riflettesse in classifica e che salisse ancora di qualche posizione in Premier League.
- Ha ancora tanto tempo per le altre partite? Il 2025 è stato un anno speciale per lei dal punto di vista privato, ad aprile è diventato padre per la prima volta.
NEUHAUS (ride) - Per ora va tutto bene. Mia figlia mi tiene sicuramente molto occupato, ha appena iniziato a gattonare. Per me è stata anche una distrazione nei fine settimana in cui abbiamo perso e non ho giocato molto. È un grande sostegno nella mia vita privata ed è un periodo che mi sto godendo parecchio.
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