Mauern? Bloß nicht!
FOTO: PICTURE POINT/ROGER PETZSCHE
Hält Ole Werner hier Ausschau nach drei Punkten?
Die gelangen RB Leipzig beim FC St. Pauli noch nie.
Anspruchsvolle Aufgabe für RB Leipzig: Die wild entschlossenen Gastgeber vom FC St. Pauli wollen am Dienstagabend notfalls mit wehenden Fahnen untergehen. Was ist mit der Eintracht und Marco Rose?
Das wird ein anderes Spiel,
St. Pauli sucht deutlich mehr spielerische Lösungen,
spielt einen guten Ball.
- OLE WERNER
Der Rb-trainer vergleicht die Aufgabe mit
dem jüngsten 3:0-Erfolg in Heidenheim
27 Jan 2026 - Leipziger Volkszeitung
Von Guido Schäfer
Leipzig - Quizfrage für wahre Kenner des 2009 erstmals geschichtlich erwähnten Rasenballsport Leipzig e. V.: Bei welchem schwer beliebten deutschen Profi-verein haben die Roten Bullen noch nie gewonnen und noch dazu kein einziges Törchen über die Linie der Gastgeber gedrückt? Ja, beim 1910 geschlüpften FC St. Pauli. Daran anschließend: Bei welchem Club steigt nach menschlichem und meteorologischem Ermessen das erste Nachholspiel der Rasenballer seit deren Zugehörigkeit im ehrenwerten Profi-geschäft (erste, zweite, dritte Liga)? Ja, auch beim legendären FC St. Pauli.
Welten zwischen den Clubs
Nachdem die Partie des 16. Spieltages zwischen den Männern vom Kiez und jenen vom Cottaweg von Sturmtief Elli weggeblasen und weggeschneit worden ist, findet am Dienstag von 20.30 Uhr an die Nachholpartie statt. Das Millerntor-stadion ist vom Eise befreit und nach Stand der Dinge und laut Recherchen von Rbcoach Ole Werner, der am Montagmorgen die Landungsbrücken-livewebcam zurate gezogen hat, bereit fürs Kräftemessen des Tabellen-17. (13 Punkte) gegen den Fünften (35 Punkte).
Zwischen beider Interessen-lagen klaffen Welten: Die abstiegsgefährdeten Fußballer von Alexander Blessin würden im Sommer sehr gerne in ihre dritte Erstliga-saison hintereinander gehen. Dazu braucht es Unerschrockenheit, Sonne im Herzen und Punkte, möglichst in Form von Dreiern. Die Spieler von Ole Werner haben genug von Tv-abenden am Dienstag und Mittwoch zur besten Champions-league-sendezeit, ihnen steht der Sinn nach Englischen Wochen, europäischen Städte-reisen, Ruhm und Ehre. Da helfen mit Blick auf die beängstigend starke Konkurrenz aus Dortmund, Hoffenheim und Stuttgart keine Unentschieden, da müssen Siege her. Insbesondere gegen Teams aus dem Keller.
Reserven hüben wie drüben
Der Start ins neue Jahr ist hier wie dort wie verlaufen? Nein, den St. Paulianern läuft das Glück nicht gerade hinterher. Siehe das stattliche Spiel auf Augenhöhe in Dortmund, als Blessin und Co. kurz vorm Schlusspfiff durch einen maximal strittigen Elfmeter das 2:3 hinnehmen müssen. Siehe auch das 1:2 in Wolfsburg, als in den letzten Minuten ein weiterer verdienter Punkt flöten geht. Dass diese beiden Erlebnisse nicht spurlos an den Männern um Kapitän Jackson Irvine vorübergegangen ist, zeigte dann das 0:0 im Derby gegen den HSV. Keine Griffigkeit, kein Zutrauen, keine Chancen, enttäuschter eigener Anhang, ein Spiel zum Vergessen. Derart beliebig und willfährig wollen sie nicht noch einmal aufführen. Gegen Leipzig sollen alle Antennen und Schraubstollen ausgefahren werden. Ein ermauertes Nullnull gegen den Favoriten aus Leipzig? Nö, dann lieber nix zu Weihnachten und mit wehenden Fahnen untergehen.
RB Leipzig hat es in den bisherigen drei Spielen des neuen Jahres noch nicht hinbekommen, ein komplett zupackend-zwingendes Match über 90 Minuten plus X in den Rasen zu pressen. Beim 2:0 gegen Freiburg lief in der ersten Halbzeit sehr wenig, bedurfte es des 90-Kilo-dosenöffners Willi Orban, um Zutrauen, Räume und die drei Punkte an sich zu reißen. Gegen die Bayern wurde die erste Halbzeit 1:0 gewonnen und die zweite 0:5 verloren. Beim 3:0 in Heidenheim taute Ole Werners Team erst mit Ridle Bakus Blattschuss auf und erwuchs zu voller Blüte.
Keine große Rotation geplant
Braucht es nach dem Ausflug in die Ostalb einen Frische-kick, Herr Werner? Offenbar nicht. „Das Spiel war sicherlich vom Kopf her sehr intensiv, da es keine leichten Bedingungen waren. Wenn man sich die Daten anschaut, war es körperlich nicht das intensivste Spiel – auch, weil wir die Partie um die 70. Minute entscheiden konnten.“Bedeutet: Werner wird zehn bis elf der elf Heidenheim-starter wieder ins Rennen schicken. Möglicherweise spricht die etwas größere Dynamik für einen Einsatz von Conrad Harder und gegen den fußballerisch besseren Brasilianer Rômulo.
Sprung auf Platz drei machbar
Stammkraft Castello Lukeba wird wie schon in Heidenheim fehlen und von Chad Bitshiabu ersetzt. Werner: „Chad hat lange auf seine Chance gewartet und brennt darauf zu spielen. Er hat das Spiel in Heidenheim körperlich gut verkraftet, und ich war mit seiner Leistung einverstanden. Es ist naheliegend, dass er in der Startformation stehen wird.“
Rechtsaußen Johan Bakayoko ist nach auskurierter wadialer Problematik zurück im Training und wird wohl im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Sonnabend) dem Kader angehören.
Und wie hat man sich die Paulianer im Vergleich zu den Heidenheimern vorzustellen, Coach? Ole Werner: „Das wird ein anderes Spiel, St. Pauli sucht deutlich mehr spielerische Lösungen, spielt einen guten Ball, hat andere Spielertypen und eine andere Grundordnung.“
Sein Match-plan vom ausgefallenen 16. Spieltag kommt zur Wiedervorlage, bedarf aber diverser Anpassungen. „Der lag noch in der Schublade, jetzt müssen wir das nur noch mit den letzten beiden Spielen abgleichen.“Der 37-Jährige freut sich auf die besondere Atmosphäre am Millerntor. „Ich mag das Publikum, extra einstellen muss ich meine Spieler darauf aber nicht.“
Nur mal so: Sollte RB gewinnen und Hoffenheim zeitgleich in Bremen nicht gewinnen, springt Leipzig mit dann 38 Punkten und einem Zweier-punkte-schnitt auf Platz drei.
Übrigens: Zwischen Eintracht Frankfurt (auf Trainer-suche) und RB (wolle Rose kaufen?) ruht der See sehr still. Marco Rose wird also eher weniger auf Dino Toppmöller folgen.
***
FOTO: PICTURE POINT/ROGER PETZSCHE
Ole Werner è alla ricerca di tre punti?
Il Lipsia contro il St. Pauli non li ha mai conquistati.
Muri? Assolutamente no!
Compito impegnativo per il Lipsia: il St. Pauli padrone di casa, determinato e agguerrito, martedì sera vorrà andare fino in fondo, anche a costo di cadere con le bandiere al vento. E l'Eintracht e Marco Rose?
di gioco molto più creative e gioca bene la palla.»
- OLE WERNER
L'allenatore del Lipsia paragona il compito
- OLE WERNER
L'allenatore del Lipsia paragona il compito
alla recente vittoria per 3-0 a Heidenheim.
27 gennaio 2026 - Leipziger Volkszeitung
di Guido Schäfer
Lipsia - Domanda a quiz per i veri intenditori del Rasenballsport Leipzig menzionato per la prima volta nella storia nel 2009: contro quale squadra professionistica tedesca molto popolare i Red Bulls non hanno mai vinto e nemmeno mai segnato un gol? Sì, contro il St. Pauli, fondato nel 1910. E poi: contro quale club si giocherà, secondo le previsioni meteorologiche e umane, la prima partita di recupero dei Rasenballer da quando sono entrati a far parte dell'onorevole mondo professionistico (prima, seconda, terza divisione)? Sì, sempre contro il leggendario St. Pauli.
Due mondi a parte tra i club
Dopo che la partita della sedicesima giornata tra gli uomini del Kiez e quelli del Cottaweg è stata spazzata via dalla tempesta Elli e dalla neve, martedì alle 20:30 si terrà la partita di recupero. Il Millerntor-stadion è stato liberato dal ghiaccio e, secondo lo stato attuale delle cose e le ricerche di Ole Werner, l'allenatore del Lispia, che lunedì mattina ha consultato la webcam live del Landungsbrücken, è pronto per la sfida tra la 17ª in classifica (13 punti) e la quinta (35 punti).
Gli interessi delle due squadre sono opposti: i calciatori allenati da Alexander Blessin, a rischio retrocessione, vorrebbero molto giocare per la terza stagione consecutiva in prima divisione. Per farlo servono coraggio, sole nel cuore e punti, possibilmente tre alla volta. I giocatori guidati in panchina da Ole Werner ne hanno abbastanza delle serate televisive del martedì e del mercoledì nel prime time con la Champions League, hanno voglia di turni infrasettimanali, viaggi nelle città europee, fama e gloria. Considerando la concorrenza spaventosamente forte di Borussia Dortmund, Hoffenheim e Stoccarda, i pareggi servono a poco, servono vittorie. Soprattutto contro le squadre in fondo alla classifica.
Riserve da entrambe le parti
Come è iniziato il nuovo anno qui e là? No, la fortuna non sta proprio arridendo ai giocatori del St. Pauli. Si veda l'imponente partita pareggiata a Dortmund, quando Blessin e i suoi giocatori hanno dovuto accettare il 2:3 poco prima del fischio finale a causa di un rigore molto controverso (trasformato da Emre Can, ndr). Si veda anche l'1-2 a Wolfsburg, quando negli ultimi minuti è andato perso un altro punto meritato. Che queste due esperienze non abbiano lasciato traccia sugli uomini capitanati da Jackson Irvine (fuori per l'infortunio al piede sinistro, ndr) lo ha dimostrato lo 0-0 nel derby cittadino contro l'Amburgo. Nessuna presa, nessuna fiducia, nessuna occasione, tifosi delusi, una partita da dimenticare. Non vogliono ripetere una prestazione così arbitraria e compiacente. Contro il Lipsia dovranno dare il massimo. Un pareggio a reti inviolate contro i favoriti del Lipsia? No, allora meglio niente regali di Natale (posticipati) e affondare con le bandiere al vento.
Nelle tre partite disputate finora nel nuovo anno, il Lipsia non è ancora riuscito a imporre un gioco aggressivo e convincente per tutti i 90 minuti più recupero. Nel 2-0 contro il Friburgo, nel primo tempo si è visto ben poco, ci sono voluti i 90 kg di Willi Orban per conquistare fiducia, spazi e i tre punti. Contro il Bayern, il primo tempo è stato condotto per 1-0 e il secondo perso per 0-5. Nella vittoria per 0-3 di Heidenheim, la squadra allenata da Ole Werner si è sbloccata solo con il tiro di Ridle Baku prima di raggiungere il pieno splendore.
Non sono previsti grandi cambiamenti
Dopo la trasferta nell'Ostalb sarà necessaria un po' di freschezza, mister Werner?
A quanto pare no.
"La partita è stata molto intensa dal punto di vista mentale, perché le condizioni non erano facili. Se si guardano i dati, fisicamente non è stata la partita più intensa, anche perché siamo riusciti a decidere l'esito intorno al 70'".
Ciò significa che Werner schiererà di nuovo in campo dieci o undici dei titolari di Heidenheim. Forse la dinamica leggermente maggiore favorisce l'impiego di Conrad Harder rispetto al brasiliano Rômulo, che è più forte dal punto di vista calcistico.
Il salto al terzo posto è fattibile
Il titolare Castello Lukeba sarà assente come già a Heidenheim e sarà sostituito con Chad Bitshiabu. Werner: “Chad ha aspettato a lungo la propria occasione e non vede l'ora di giocare. Ha gestito bene fisicamente la partita a Heidenheim e sono stato soddisfatto della sua prestazione. È ovvio che sarà nella formazione titolare”.
L'ala destra Johan Bakayoko è tornato ad allenarsi dopo aver superato un problema al polpaccio e dovrebbe far parte dei convocati per la partita in casa contro il Mainz 05 (sabato).
E come si possono immaginare i giocatori del St. Pauli rispetto a quelli dell'Heidenheim, mister?
Ole Werner: “Sarà una partita diversa, il St. Pauli cerca soluzioni di gioco molto più creative, gioca bene la palla, ha altri tipi di giocatori e un altro assetto-base”.
La sua partita
Il suo piano-partita della 16ª giornata, poi annullata, viene riproposto, ma necessita di alcune modifiche. “Era ancora nel cassetto, ora dobbiamo solo adattarlo alle ultime due gare”. Il 37enne non vede l'ora di godersi l'atmosfera speciale del Millerntor. “Mi piace quel pubblico, ma non devo preparare i miei giocatori in modo particolare”.
Solo per completezza: se il Lipsia dovesse vincere e l'Hoffenheim non dovesse vincere a Brema, il Lipsia salirebbe al terzo posto con 38 punti e una media di due punti a partita.
A proposito: tra l'Eintracht Francoforte (alla ricerca di un allenatore) e il Lipsia (vuole riacquistare Rose?) la situazione è molto tranquilla. Marco Rose quindi non succederà a Dino Toppmöller.
Commenti
Posta un commento