Nicht genügend Wirkung
Foto dpa bekam das team nicht stabilisiert:
Dino Toppmöller hinterlässt bei der Eintracht ein ambivalentes Erbe.
Dino Toppmöller bekommt den abwärtstrend nicht gestoppt: Erstmals seit 2016 trennt sich Eintracht Frankfurt vorzeitig vom Cheftrainer.
19 Jan 2026 - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Von Marc Heinrich, Frankfurt
Spiele in bremen erweisen sich als riskant für die Trainer des Werder-gegners: Mit der Freistellung Dino Toppmöllers, die die Frankfurter Eintracht am Sonntagmittag vollzog, verlor schon zum vierten Mal in dieser Saison ein Fußballlehrer unmittelbar nach einem aufeinandertreffen mit den grün-Weißen seinen Job. Die Hessen gewannen am Freitag in letzter Sekunde mit dem 3:3 noch einen Punkt – dennoch entzog die Klubführung Toppmöller am Sonntag das Vertrauen. Zuvor waren Paul Simonis (VfL Wolfsburg), Erik ten Hag (bayer Leverkusen) und gerardo Seoane (borussia Mönchengladbach) die Dienstreisen ins Weserstadion zum Verhängnis geworden. interimsweise übernimmt bei der Eintracht ein Duo die vakante Stelle: Klub-Legende alexander Meier, der ansonsten im nachwuchsleistungszentrum der Hessen beschäftigt ist, und u-21Coach Dennis Schmitt bereiten das Team auf das auswärtsspiel an diesem Mittwoch in aserbaidschan gegen Qarabağ ağdam (18.45 uhr, DaZn) vor.
Schmitt werde die federführende rolle innehaben, hieß es. „Das gibt uns die erforderliche Zeit, die Trainerposition dauerhaft zu besetzen“, sagte Sportvorstand Markus Krösche. auf der Liste mit namen, die als nachfolger gehandelt werden, steht Marco rose ganz oben. Er wurde im März des Vorjahres bei rb Leipzig von seinen aufgaben entbunden. auch roger Schmidt, mit dem Krösche einst auf der Trainerbank bei bayer Leverkusen gemeinsame Sache machte, gilt als potentieller Kandidat; der 58Jährige war bis august 2024 beim portugiesischen Erstligaverein benfica Lissabon beschäftigt.
Der Schlussstrich unter das Kapitel Toppmöller, mit dem noch im vergangenen Mai durch eine Vertragsverlängerung bis Ende Juni 2028 die Zusammenarbeit als langfristig angelegt galt, ist die erste vorzeitige Trennung der Eintracht von einem Trainer, seit niko Kovač 2016 im abstiegskampf armin Veh ersetzte. Seitdem ist viel passiert, mit der SgE ging es sportlich und wirtschaftlich über weite
Strecken sukzessive aufwärts. Den gestiegenen Erwartungen wurden die auftritte des Teams aber in den vergangenen Monaten nur selten gerecht. Krösche begründete die Entscheidung mit einer „rückläufigen Entwicklung“. Er betonte außerdem: „unserem anspruch, als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden.“
Krösche hatte unmittelbar nach dem Schlusspfiff in bremen deutlich gemacht, dass seine geduld, dass sich das Team unter Toppmöller wieder stabilisieren würde, erschöpft war. Er vermied ein bekenntnis zu Toppmöller: „Wir müssen die Themen angehen und müssen sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen“, sagte er stattdessen.
Trotz punktueller Erfolgserlebnisse zeigte die Eintracht immer wieder Lücken im aufbau, defensive unsicherheiten und eine instabilität, die auch Systemanpassungen nicht dauerhaft ausgleichen konnten. in 18 Ligaspielen haben die Frankfurter 39 gegentore hinnehmen müssen und sind damit zusammen mit Heidenheim das anfälligste Team; in der Königsklasse bangen sie nach sechs Partien mit einem Sieg, einem unentschieden und vier niederlagen sowie vier Punkten (und einer Tordifferenz von 8:16) ums Erreichen der K.-o.-Phase. im DFb-Pokal scheiterte die Eintracht in der zweiten runde im Elfmeterschießen an borussia Dortmund. „Wir haben jetzt seit 17, 18 Partien immer wieder die gleichen Themen, die uns begleiten“, stellte Krösche fest: „Wir kriegen unfassbar einfache gegentore. Wir sind im ballbesitz viel zu hektisch und haben keine Struktur.“
Toppmöller hinterlässt ein ambivalentes Erbe. unter seiner Leitung gelang es, vielversprechende Talente zu formen und auf ein deutlich höheres niveau zu bringen – Spieler wie omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Willian Pacho profitierten von seinem Engagement und brachten bei ihrem Verkauf dem Klub Transfereinnahmen von zusammen über 200 Millionen Euro. nathaniel brown ist der nächste, der in diesem Sommer ihrem Vorbild folgen könnte. Hinzu kommt der historische Erfolg, als erster Eintracht-Trainer auf direktem Weg über die Liga die Qualifikation für die Champions League erreicht zu haben.
Seit Wochen zeichnet sich jedoch ein abwärtstrend ab, aus den vergangenen neun Spielen sprang nur ein Sieg heraus – und die taktischen sowie personellen gegenmittel, zu denen er griff (inklusive wiederholten Torhütertauschs), entfalteten nicht genügend Wirkung.
Toppmöller, dessen Vater Klaus im april vor 22 Jahren ebenfalls als Trainer von der Eintracht den Laufpass erhalten hatte, wurde in der Klub-Mitteilung mit den Worten zitiert, dass er die Entscheidung „akzeptiert“. Er sei „jeden Tag mit großer Leidenschaft und Freude zur Eintracht gegangen“und „unabhängig von der derzeit unbefriedigenden Situation (…) stolz auf das, was wir gemeinsam in den vergangenen zweieinhalb Jahren erreicht haben“. Toppmöller nannte es „eine Ehre“, dass er für den Verein, den er in den vergangenen Monaten oftmals als „Herzensangelegenheit“gepriesen habe, tätig sein durfte. Er wünsche den Frankfurtern „ruhigere und vor allem erfolgreiche Zeiten“.
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Foto dpa - La squadra non è riuscita a stabilizzarsi:
Dino Toppmöller lascia all'Eintracht un'eredità ambivalente.
Effetto insufficiente
Dino Toppmöller non è riuscito a invertire il trend negativo: per la prima volta dal 2016, l'Eintracht Francoforte si separa in anticipo dall'allenatore
19 gennaio 2026 - Frankfurter Allgemeine Zeitung
di Marc Heinrich, Francoforte
Le partite a Brema col Werder si rivelano rischiose per gli allenatori avversari: con l'esonero di Dino Toppmöller, avvenuto domenica a mezzogiorno da parte dell'Eintracht Francoforte, è già la quarta volta in questa stagione che un allenatore perde il posto subito dopo un incontro con i biancoverdi. Venerdì la squadra dell'Assia ha conquistato un punto all'ultimo secondo con il 3:3, ma domenica la dirigenza del club ha comunque revocato la fiducia a Toppmöller. In precedenza, Paul Simonis (VfL Wolfsburg), Erik ten Hag (Bayer Leverkusen) e Gerardo Seoane (Borussia Mönchengladbach) avevano pagato a caro prezzo le trasferte al Weserstadion. All'Eintracht, il posto vacante sarà ricoperto ad interim da una coppia: la leggenda del club Alexander Meier, che altrimenti lavora nel centro di formazione giovanile della scoietà, e l'allenatore dell'Under 21 Dennis Schmitt prepareranno la squadra per la trasferta di mercoledì in Azerbaigian contro il Qarabağ (ore 18:45, DaZn).
Schmitt ricoprirà il ruolo di responsabile, è stato detto. “Questo ci darà il tempo necessario per trovare un sostituto permanente per la posizione di allenatore”, ha dichiarato il direttore sportivo Markus Krösche. Nella lista dei nomi che potrebbero succedergli, Marco Rose è in cima. È stato sollevato dal suo incarico presso il Lipsia a marzo 2025. Anche Roger Schmidt, con cui Krösche ha collaborato in passato sulla panchina del Bayer Leverkusen, è considerato un potenziale candidato; il 58enne era sotto contratto con il Benfica Lisbona, squadra della prima divisione portoghese, fino ad agosto 2024.
La chiusura del capitolo-Toppmöller, con cui lo scorso maggio era stata prorogata la collaborazione fino alla fine di giugno 2028, è la prima separazione anticipata dell'Eintracht da un allenatore da quando Niko Kovač ha sostituito Armin Veh nella lotta per la retrocessione nel 2016. Da allora sono successe molte cose, con l'Eintracht che ha registrato un progressivo miglioramento sia sportivo sia economico. Tuttavia, negli ultimi mesi le prestazioni della squadra hanno raramente soddisfatto le crescenti aspettative. Krösche ha motivato la decisione con un “andamento negativo”. Ha inoltre sottolineato: “Finora in questa stagione non siamo riusciti a soddisfare appieno la nostra ambizione di rappresentare un calcio dinamico, aggressivo e compatto da Eintracht Frankfurt”.
Subito dopo il fischio finale a Brema, Krösche aveva chiarito che la sua pazienza nei confronti della squadra di Toppmöller era ormai esaurita. Ha evitato di schierarsi a favore di Toppmöller: “Dobbiamo affrontare i problemi e fare in modo che prestazioni del genere non si ripetano mai più”, ha detto invece.
Nonostante alcuni puntuali successi, l'Eintracht ha continuato a mostrare lacune nella costruzione del gioco, incertezze difensive e un'instabilità che nemmeno gli adeguamenti di sistema sono riusciti a compensare in modo duraturo. In 18 partite di campionato, il Francoforte ha subìto 39 gol ed è quindi, insieme con l'Heidenheim, la squadra più vulnerabile; in Champions League, dopo 6 partite con una vittoria, un pareggio e 4 sconfitte, nonché 4 punti (e una differenza reti di 8/16), temono di non riuscire a raggiungere la fase a eliminazione diretta. In Coppa di Germania, l'Eintracht è stato eliminato al secondo turno, ai calci di rigore, dal Borussia Dortmund. “Da 17, 18 partite ormai abbiamo sempre gli stessi problemi”, ha osservato Krösche: “Subiamo gol incredibilmente facili. Siamo troppo frenetici in possesso palla e non abbiamo struttura”.
Toppmöller lascia un'eredità ambivalente. Sotto la sua guida è riuscito a formare talenti promettenti e a portarli a un livello nettamente superiore: giocatori come Omar Marmoush, Hugo Ekitiké o Willian Pacho hanno beneficiato del suo impegno e, con la loro cessione, hanno portato al club un incasso complessivo di oltre 200 milioni di euro. Nathaniel Brown è il prossimo che potrebbe seguire il suo esempio quest'estate. A questo si aggiunge il successo storico di essere stato il primo allenatore dell'Eintracht a qualificarsi direttamente per la Champions League attraverso il campionato.
Da settimane, però, si registra una tendenza al ribasso: nelle ultime 9 partite è arrivata solo una vittoria e le contromisure tattiche e di formazione a cui ha fatto ricorso (compreso il ripetuto cambio di portiere) non hanno avuto l'effetto desiderato.
Toppmöller, il cui padre Klaus era stato licenziato dall'Eintracht come allenatore nell'aprile di 22 anni fa, è stato citato nel comunicato del club con le parole che “accetta” la decisione. Ha affermato di “essere andato all'Eintracht ogni giorno con grande passione e gioia” e di essere “orgoglioso di ciò che abbiamo raggiunto insieme negli ultimi due anni e mezzo, indipendentemente dalla situazione attualmente insoddisfacente (...)”. Toppmöller ha definito “un onore” aver potuto lavorare per il club, che negli ultimi mesi ha spesso definito “una questione di cuore”. Augura ai frankfurtesi “tempi più tranquilli e soprattutto di successo”.
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