Eine denkwürdige Reise durch Europa
Obwohl die erste internationale Saison mit der 1:3-Niederlage gegen den FC Kopenhagen ein abruptes Ende fand, lieferten die zehn Partien unvergessliche Momente.
"Wir sind schon ein Stück weit stolz auf diese Reise,
vor allem auf das, was wir in den ersten Spielen der Conference League gezeigt haben."
- Frank Feller blickt auf die Spiele in Europa zurück.
"Da kann man nicht viel denken,
da fällt einem wenig ein,
da braucht man sicherlich eine Weile."
- Frank Schmidt gewährt Einblicke in seine Gefühlslage.
22 Feb 2025 - Heidenheimer Neue Presse
Von Dominik Florian
Nach Göteborg, Pafos, Edinburgh, Istanbul und Kopenhagen. Die Route der Europareise des 1. FC Heidenheim in der Conference League würde auch ohne Weiteres als eine etwas seltsam geplante Kreuzfahrt durchgehen. Am Donnerstagabend nahm das internationale Abenteuer des FCH mit der 1:3-Niederlage im Rückspiel der Achtelfinal-playoffs gegen den FC Kopenhagen ein abruptes Ende. Wie auf den meisten Reisen zur See war die Tour des FCH durch die Küstenstädte – samt der stimmungsvollen Heimspiele – gespickt mit vielen unvergesslichen Momenten, aber auch einigen Turbulenzen.
Eine wackelige Ankunft:
Das Ende der Europareise in der heimischen Voith-arena begann – wie die meisten Heimspiele in der Conference League – spektakulär. Mit einer eindrucksvollen Choreografie feierten die Fans auf der Osttribüne das erste internationale K.-o.-runden-heimspiel der Heidenheimer Vereinsgeschichte. Nach einem ordentlichen Start übernahmen aber die Gäste aus Kopenhagen das Ruder.
„Sie haben viel Druck gemacht, besser Fußball gespielt und das 1:0 auch verdient gemacht“, sagt Trainer Frank Schmidt. Das Kommando an Bord übernahm der FCH erst nach dem zweiten Rückschlag – einem Gegentor vom Elfmeterpunkt durch Kevin Diks (53.). Chance um Chance erspielten sich die Gastgeber und belohnten sich schließlich mit dem Anschlusstreffer nach einem Freistoß von Leo Scienza (74.).
Und um ein Haar hätte der Brasilianer sein Team wieder vollends auf Kurs Richtung Achtelfinale gebracht: Statt ins Tor zu gehen, landete sein Schuss erst am Pfosten und prallte dann vom Hinterkopf von Gäste-keeper Diant Ramaj ins Aus. „Wir hatten das Pech, dass wir drei oder vier Chancen hatten und Kopenhagen nur noch eine, aber wir nicht den Ausgleich gemacht haben“, so Schmidt über die Schlussviertelstunde. Und in der Verlängerung genügte dem dänischen Rekordmeister wiederum eine Großchance und eine ordentliche Portion Glück, um selbst den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. „Der Ball fällt dem Gegenspieler direkt vor die Füße und wir konnten es am Ende nicht mehr verteidigen“, beschreibt Torhüter Frank Feller den spielentscheidenden Treffer.
Ganz große Momente:
Die Fans, die als Gäste die Europareise begleiteten, werden mit den Fotos aus den insgesamt zehn internationalen Spielen gleich mehrere Alben füllen können. Den ersten Halt machte der Heidenheimer Dampfer in Göteborg, als beim BK Häcken mit einem 2:1 der erste Sieg auf europäischer Ebene gelang. Der erste Heimerfolg im Play-offrückspiel (3:2) besiegelte den Einzug in die Ligaphase. Nach den Siegen gegen Olimpija Ljubljana und den Pafos FC wurde der perfekte Start in Edinburgh perfekt gemacht.
Vor dem 2:0-Erfolg zogen rund 1000 Heidenheimer Fans friedlich singend und feiernd durch die Straßen der schottischen Hauptstadt, um dann im Stadion der „Hearts“die Party fortzusetzen. Das positive Bild des 1. FC Heidenheim in Europa bekam noch eine weitere Facette, als der große Chelsea FC auf der Ostalb Quartier bezog. In einer spannenden Partie boten Patrick Mainka und Co. den Superstars aus London lange die Stirn und durften sich trotz der 0:2-Niederlage als Sieger fühlen.
Turbulenzen inklusive:
Dass der FCH auf seiner Reise überhaupt den Zwischenstopp und schließlich die Endstation Kopenhagen nehmen musste, hat er sich selbst eingebrockt. „Eigentlich wären wir heute alle woanders“, sagt Schmidt. Der Weg zur direkten Qualifikation für das Achtelfinale war eigentlich schon vorgezeichnet: Ein Sieg aus den verbleibenden beiden Spielen der Ligaphase hätte genügt, um in die Runde der letzten 16 Teams einzuziehen. Doch es kam anders.
„In Istanbul haben wir keine gute Leistung gebracht“, bewertet Schmidt die 1:3-Niederlage bei Basaksehir. Gleiches gilt für den mäßigen Auftritt beim 1:1 gegen den FC St. Gallen. Im Heimspiel gegen die Schweizer hätte eine normale Leistung genügt, um den Einzug ins Achtelfinale perfekt zu machen, so der Fch-trainer.
Getrübte Freude:
Wenn eine schöne Reise vorbei ist, überwiegt häufig ein trauriges Gefühl. Vorbei ist vorbei. Entsprechend gebremst fielen auch die Reaktionen der Heidenheimer Spieler aus. „Wir sind schon ein Stück weit stolz auf diese Reise, vor allem auf das, was wir in den ersten Spielen in der Conference League gezeigt haben“, sagte Frank Feller, der gegen die Kopenhagener sein erstes Pflichtspiel in der Voith-arena bestritt. Auch Jan Schöppner blickte wehmütig auf die vergangenen Monate zurück. „Es war schon etwas Schönes, mit Heidenheim international zu spielen.“Frank Schmidt empfand nach dem bitteren Ausscheiden eine gewisse Leere: „Da kann man nicht viel denken, da fällt einem wenig ein, da braucht man sicherlich eine Weile“, sagte er.
Die Fans feierten die Spieler, als ob sie den Conference-leagueTitel gerade eingetütet hätten. Mit etwas Abstand wird auch bei Frank Schmidt und seinen Schützlingen die ganze Dimension des Erreichten ankommen. Und wenn sie in ein, zwei Jahren auf ihre Kreuzfahrt durch Europa zurückblicken, wird – neben einer noch größeren Portion Stolz – eine Erkenntnis bleiben: Schön war’s.
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Un viaggio memorabile attraverso l'Europa
Nonostante la prima stagione internazionale si sia conclusa bruscamente con una sconfitta per 1:3 contro l'FC Copenhagen, le dieci partite hanno regalato momenti indimenticabili.
“Siamo già molto orgogliosi di questo percorso,
soprattutto per quanto mostrato nelle prime partite di Conference League”.
- Frank Feller sul cammino europeo.
“Non c'è molto a cui pensare,
non mi viene in mente granché. Ci vuole tempo”.
- Frank Schmidt dà un'idea del suo stato emotivo.
22 febbraio 2025
Di Dominik Florian
A Göteborg, Paphos, Edimburgo, Istanbul e Copenhagen. Il percorso del viaggio europeo dell'1. FC Heidenheim nella Conference League potrebbe essere facilmente descritto come una crociera pianificata in modo un po' strano. Giovedì sera, l'avventura internazionale dell'FCH si è conclusa bruscamente con una sconfitta per 1:3 nella gara di ritorno degli ottavi di finale contro l'FC Copenhagen. Come accade per la maggior parte dei viaggi in mare, il tour della FCH attraverso le città costiere, comprese le suggestive partite casalinghe, è stato costellato di momenti indimenticabili, ma anche di qualche turbolenza.
Un arrivo traballante: la conclusione della trasferta europea nella Voith Arena di casa è iniziata – come la maggior parte delle partite casalinghe della Conference League – in modo spettacolare. Con una coreografia impressionante, i tifosi della tribuna est hanno festeggiato la prima partita casalinga degli ottavi di finale internazionali nella storia del club di Heidenheim. Dopo un inizio decente, gli ospiti di Copenhagen hanno preso il timone.
"Ci hanno messo molta pressione, hanno giocato un calcio migliore e hanno meritato la vittoria per 1-0", ha detto l'allenatore Frank Schmidt. L'FCH ha ripreso il controllo della partita solo dopo il secondo contrattempo: un gol su rigore di Kevin Diks (53'). I padroni di casa si creano un'occasione dopo l'altra e alla fine si premiano con un gol su punizione di Leo Scienza (74').
E il brasiliano ha quasi riportato la sua squadra in corsa per gli ottavi: invece di andare in porta, il suo tiro ha prima colpito il palo e poi è rimbalzato sulla testa del portiere ospite Diant Ramaj, uscendo fuori dal campo. "Siamo stati sfortunati perché abbiamo avuto tre o quattro occasioni, mentre il Copenhagen ne ha avuta solo una, ma non siamo riusciti a pareggiare", ha detto Schmidt a proposito dell'ultimo quarto d'ora. E ai supplementari, ai campioni danesi da record è bastata ancora una volta solo una grande occasione e una buona dose di fortuna per accedere agli ottavi di finale. "La palla è caduta proprio ai piedi dell'avversario e alla fine non siamo riusciti a difenderla", ha detto il portiere Frank Feller, descrivendo il gol decisivo della partita.
Grandi momenti:
i tifosi che hanno accompagnato il tour europeo come ospiti potranno riempire diversi album con le foto delle dieci partite internazionali. Il piroscafo di Heidenheim ha fatto la sua prima tappa a Göteborg, dove ha ottenuto la sua prima vittoria a livello europeo, battendo per 2-1 il BK Häcken. La prima vittoria casalinga nella gara di ritorno dei play-off (3:2) ha sancito l'ingresso della squadra nella fase a gironi. Dopo le vittorie contro l'Olimpija Ljubljana e il Pafos FC, l'inizio perfetto a Edimburgo è stato reso perfetto.
Prima della vittoria per 2-0, circa 1.000 tifosi dell'Heidenheim hanno marciato pacificamente per le strade della capitale scozzese, cantando e festeggiando, prima di continuare la festa nello stadio "Hearts". L'immagine positiva dell'Heidenheim in Europa ha acquisito un'altra sfaccettatura quando il grande Chelsea FC si è trasferito nella regione dell'Ostalb. In una partita emozionante, Patrick Mainka & Co. hanno tenuto a lungo testa alle superstar londinesi e, nonostante la sconfitta per 0-2, si sono sentiti vincitori.
Turbolenza inclusa:
Il fatto che la FCH abbia dovuto fare scalo e poi arrivare a Copenaghen come ultima tappa del suo viaggio è merito suo. "In realtà, oggi saremmo tutti da qualche altra parte", afferma Schmidt. In realtà, il percorso verso la qualificazione diretta agli ottavi di finale era già chiaro: una vittoria nelle restanti due partite della fase a gironi sarebbe stata sufficiente per accedere agli ottavi di finale. Ma le cose andarono diversamente.
"Non abbiamo giocato bene a Istanbul", ha detto Schmidt, valutando la sconfitta per 1-3 a Basaksehir. Lo stesso vale per la prestazione mediocre nel pareggio 1:1 contro l'FC St. Gallen. Nella partita casalinga contro gli svizzeri, una prestazione normale sarebbe stata sufficiente per garantirsi un posto agli ottavi, ha affermato l'allenatore della FCH.
Gioia offuscata:
Quando finisce un bel viaggio, spesso prevale un sentimento di tristezza. Ciò che è finito è finito. Di conseguenza, le reazioni dei giocatori dell'Heidenheim furono modeste. "Siamo molto orgogliosi di questo percorso, soprattutto di ciò che abbiamo dimostrato nelle prime partite della Conference League", ha affermato Frank Feller, che ha giocato la sua prima partita competitiva alla Voith Arena contro il Copenhagen. Anche Jan Schöppner ha ripensato con nostalgia ai mesi passati. "È stato davvero bello giocare a livello internazionale con l'Heidenheim". Frank Schmidt ha avvertito un certo vuoto dopo l'amara eliminazione: "Non riesci a pensare molto, non ti viene in mente granché, ci vuole un po' di tempo", ha detto.
I tifosi hanno festeggiato i giocatori come se avessero appena vinto la Conference League. Con un po' di distanza, anche Frank Schmidt e i suoi protetti potranno apprezzare appieno la portata di ciò che hanno realizzato. E quando tra un anno o due ripenseranno al loro cammino in Europa, saranno ancora più orgogliosi e avranno solo una cosa in mente: è stato fantastico.
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Klappt es mit einer Reset-taste?
Nach dem bitteren Aus in der Conference League ist der FCH am Sonntag beim Tabellenvierten gefordert.
22 Feb 2025 - Heidenheimer Neue Presse
120 Minuten gespielt. Dann folgte gegen den FC Kopenhagen das Aus in der Conference League. Keine drei Tage später ist der FCH wieder gefordert, dieses Mal in der Bundesliga bei RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr). Eine immense Herausforderung. „Es ist nicht nur körperlich die Enttäuschung, die du verkraften musst, logischerweise auch emotional und mental. Das müssen wir jetzt aus den Köpfen rauskriegen“, sagt Frank Schmidt. Doch wie soll es gelingen, in so einer kurzen Zeit die Enttäuschung zu verarbeiten? Zum einen mit Akzeptanz, sagt der Fch-trainer und schiebt nach: „Wir haben jetzt einen Wettbewerb, auf den wir uns voll konzentrieren können.“
Klare Vorzeichen fürs Spiel
Der FCH ist Drittletzter, Gegner RB Leipzig Tabellenvierter. Und ausgeruhter. Die Vorzeichen für das Spiel sind klar, das ist auch Schmidt bewusst: „Leipzig ist klarer Favorit, hat eine hohe individuelle Qualität, ist sehr heimstark und hat zu Hause bisher erst ein Spiel verloren.“Doch nicht nur das, der 51-Jährige hat zudem festgestellt: „Natürlich sind wir jetzt dem Boden nähergekommen, auch in der Wahrnehmung, in der Erwartungshaltung. Die Überzeugung, der Glaube außerhalb schwindet so ein bisschen aufgrund der letzten Ergebnisse“, so Schmidt, der aber eine eigene Schlussfolgerung daraus zieht: „Darin liegt auch eine Chance.“Der Coach fasst die Ausgangssituation wie folgt zusammen: „Das Normale wäre, dass wir mit der Vorbelastung das Spiel verlieren. Aber wenn das schon klar wäre, dann müssten wir alle nicht nach Leipzig fahren.“
Schmidt fordert, dass seine Spieler auch „kurzfristig das mobilisieren, was an Kräften und Überzeugung möglich ist“und „wehrhaft“sind. Zum einen dürfe sich der FCH hinten nicht zu tief reindrücken lassen. „Wir brauchen Impulse in der Offensive. Es wird Räume in der gegnerischen Hälfte geben – und da müssen wir hinkommen.“Mit Zielstrebigkeit und „ein bisschen mehr Glück“gelte es, die wahrscheinlich wenigen Aktionen in der Offensive zu nutzen.
Schmidt möchte nach dem Aus in der Conference League am liebsten eine Reset-taste drücken und dadurch, im übertragenen Sinn, einen Restart erzeugen. Das große Ziel lautet: Am Ende der Saison in die Verlängerung zu gehen (16. Tabellenplatz) und über die Abstiegsrelegation den Klassenerhalt feiern zu können. (ed)
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Funziona con un pulsante di reset?
Dopo l'amara eliminazione dalla Conference League, domenica l'FCH affronterà la quarta in classifica.
Ha giocato per 120 minuti. Poi arrivò l'eliminazione dalla Conference League contro il Copenhagen. Meno di tre giorni dopo, l'FCH sarà di nuovo in campo, questa volta in Bundesliga contro il Lipsia (domenica, ore 15.30). Una sfida immensa. "Non è solo la fatica fisica che devi affrontare, ma anche, ovviamente, quella emotiva e mentale. "Dobbiamo togliercelo dalla testa adesso", afferma Frank Schmidt. Ma come si può far fronte alla delusione in così poco tempo? Da un lato, con l'accettazione, afferma l'allenatore dell'FCH, aggiungendo: "Ora abbiamo una competizione su cui possiamo concentrarci completamente".
Segnali chiari per la partita
L'FCH è terzultimo, il Lipsia è quarto in classifica. E più riposato. I segnali per la partita sono chiari e Schmidt ne è consapevole: "Il Lipsia è il chiaro favorito, ha un alto livello di qualità individuale, è molto forte in casa e finora ha perso solo una partita in casa". Ma non è tutto, ha anche affermato il 51enne: "Certo che ora ci siamo avvicinati al fondo, anche in termini di percezione e aspettative. "La convinzione esterna sta diminuendo un po' a causa dei recenti risultati", ha detto Schmidt, che tuttavia ha tratto la sua conclusione: "C'è anche un'opportunità in questo". L'allenatore ha riassunto la situazione iniziale come segue: "La cosa normale sarebbe per noi perdere la partita, dato il peso precedente. Ma se questo fosse già chiaro, non dovremmo andare tutti a Lipsia."
Schmidt chiede ai suoi giocatori di “mobilitare quanta più forza e convinzione possibili nel breve termine” e di essere “pronti a difendersi”. Da un lato, l'FCH non deve farsi schiacciare troppo in difesa. "Abbiamo bisogno di stimoli in attacco. Ci saranno spazi nella metà campo avversaria e dovremo arrivarci". Con determinazione e "un pizzico di fortuna in più" sarà importante sfruttare le poche azioni offensive.
Dopo essere stato eliminato dalla Conference League, Schmidt vorrebbe premere il pulsante di reset e, in senso figurato, creare una ripresa. L'obiettivo principale è arrivare a fine stagione (16° posto in classifica) e poter festeggiare la permanenza in campionato tramite i play-off per la salvezza.
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