So weit ist der BVB dem VfB noch voraus


FOTO: BERND THISSEN/DPA
Eine Szene aus dem Duell im November 2025 mit Symbolcharakter: 
Stuttgarts Finn Jeltsch (l.) versucht mit allen Mitteln, 
an Dortmunds Karim Adeyemi dranzubleiben.

Ein Sieg der Stuttgarter im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund wäre längst keine Sensation mehr. Doch die Frage lautet: Kann der Tabellendritte auch dauerhaft zum Bayern-Jäger Nummer eins aufschließen?

4 Apr 2026 - Rheinische Post
VON MATTHIAS JUNG

STUTTGART (dpa) - Niko Kovac stellt sich auf eine der schwierigsten Auswärtsaufgaben in dieser Saison ein. Nicht nur, weil es schon eine Weile her ist, dass Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart gewonnen hat. „Der Club hat eine sensationelle Entwicklung genommen“, sagt der Borussia-Trainer vor dem Bundesliga-Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/ Sky) über den VfB. Was die Verantwortlichen des Tabellendritten gerade leisteten, sei „richtig gut“.

Doch können die Schwaben bald auch dauerhaft zum BVB aufschließen, der vermeintlichen Nummer zwei hinter Fußball-Rekordmeister FC Bayern München? Bei einem Blick auf die Zahlen hält das der Stuttgarter Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle noch lange nicht für möglich. Denn obwohl sein Club in der Tabelle gerade direkt hinter dem Zweiten aus dem Ruhrgebiet steht, sieht er den BVB wirtschaftlich in einer anderen Welt - und daher auch sportlich grundsätzlich überlegen.

„Die Lücke beim Umsatz zu schließen, wird noch Jahre oder Jahrzehnte dauern“, erklärt Wehrle mit Blick auf den Report „Football Money League“der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte Anfang des Jahres. Dort wird für die Dortmunder in der Saison 2024/25 ein Umsatz von 531,3 Millionen Euro genannt, für den VfB 296,4 Millionen Euro - also rund 235 Millionen weniger. Transfereinnahmen sind nicht mitgerechnet.

So könne es zwar mal sein, dass der DFB-Pokalsieger vor den Dortmundern stehe, meint Wehrle. Wie 2024, als der VfB Vizemeister wurde. Denn „es gibt nicht immer eine Eins-zu-Eins-Korrelation zwischen sportlichem und finanziellem Erfolg“. Das seien aber eher Ausnahmen. Sie verhinderten in diesem Fall nicht, dass kurz danach die beiden Stuttgarter Topspieler Serhou Guirassy und Waldemar Anton nach Dortmund wechselten - weil sie dort wesentlich mehr verdienen und wohl auch eine größere Chance auf sportliche Erfolge sahen.

„Dortmund ist halt Dauergast in der Champions League, wir nicht“, sagt Wehrle zu den Zahlen von Deloitte und verweist zudem auf „viel höhere TV-Ausschüttungen“des Gegners. Mit Ausnahme der Saison 2015/16 nahmen die Westfalen seit 2011 jedes Jahr an der Königsklasse teil.

Dem VfB gelang das in dieser Zeit nur 2024/25. 2016 und 2019 stieg er sogar jeweils in die 2. Bundesliga ab. In der laufenden Spielzeit schied er in der Europa League im Achtelfinale aus - und nahm an Prämien aus dem internationalen Geschäft nicht mal ein Drittel der fast 33 Millionen Euro ein, die der BVB in der Champions League trotz des Aus in den Playoffs erhielt.

Daher sagt Wehrle, „die beiden Clubs würden sich finanziell nur dann deutlich annähern, wenn Dortmund mal zwei, drei Jahre nicht an der Champions League teilnehmen würde, wir aber schon. Aber das ist nicht unbedingt realistisch.“

Doch seit sich am Neckar das Trio Wehrle, Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Trainer Sebastian Hoeneß gefunden hat, zeigt die Entwicklung nach oben - nicht nur sportlich, was ein Vergleich der Marktwerte der jeweiligen Profikader zeigt. Der des VfB lag in der Saison 2022/23 laut „transfermarkt. de“bei rund 151 Millionen Euro, aktuell sind es schon gut 383 Millionen Euro. Der Abstand zum BVB (mehr als 498 Millionen) ist also deutlich geschrumpft.

Auch dass zuletzt fünf VfB-Profis im Kader für die Testspiele der Nationalmannschaft in der Schweiz und gegen Ghana standen, zeigt den Stellenwert der Stuttgarter. Weshalb zumindest der frühere Fußball-Europameister und VfB-Profi Karlheinz Förster findet, dass der fünfmalige deutsche Meister „in den nächsten zwei oder drei Jahren zu Borussia Dortmund aufschließen“könne. „Wenn die Transfers weiterhin gut sind.“

Gerade Wohlgemuth habe eine hervorragende Kaderpolitik gemacht, meint Förster. Und Hoeneß sei ein „Toptrainer“. Bei Dortmund habe er zuletzt dagegen nicht viel davon gesehen, „dass sie der Bayern-Jäger Nummer eins sind“.

Doch beim BVB geht der Blick 14 Jahre nach dem bisher letzten der acht deutschen Meisterschaften perspektivisch nach oben. Der Champions-League-Sieger von 1997 und Finalist von 2024 will bald wieder um den nationalen Titel mitspielen.

„Wenn wir etwas näher an die Bayern herankommen wollen, brauchen wir einen homogenen Kader“, sagte kürzlich Geschäftsführer Lars Ricken. Dafür stehe der neue Sportdirektor Ole Book, der für Sebastian Kehl kam.

Wehrle spricht dagegen trotz zuletzt 14 Punkten aus sechs Spielen ohne Niederlage, mit denen der VfB aktuell RB Leipzig, die TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen hinter sich lässt, nicht vom Ziel Champions League - auch wenn sich mancher Stuttgarter Profi da offensiver äußert.

Wobei ein Blick auf die Statistik den Eindruck erwecken könnte, dass der Abstand zu Dortmund zumindest sportlich gar nicht mehr so groß ist. Fünf der jüngsten sieben Pflichtspiele gewann Stuttgart gegen die Borussia, zwei endeten unentschieden. Schon zuletzt hat der VfB dem Rivalen also mehrfach wehgetan. Gibt es in Zukunft mehr davon?

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Dortmunder Profis mit VfB-Historie
  • Gregor Kobel trug das VfB-Trikot zwischen 2019 und 2021 und wechselte dann zum BVB.
  • Serhou Guirassy schoss zwischen 2022 und 2024 44 Tore für den VfB und ging dann nach Dortmund.
  • Waldemar Anton wechselte im Sommer 2024 zum BVB. Er war 2020 nach Stuttgart gekommen.
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FOTO: BERND THISSEN/DPA
Una scena-simbolo del duello del novembre 2025: 
Finn Jeltsch dello Stoccarda (a sinistra) fa di tutto per 
tenere il passo di Karim Adeyemi del Borussia Dortmund.

Sotto questo aspetto, il Borussia Dortmund è ancora in vantaggio rispetto al VfB Stuttgart.

Una vittoria dello Stoccarda nello scontro al vertice della Bundesliga contro il Borussia Dortmund non sarebbe più una sorpresa. Ma la domanda è: riuscirà la terza in classifica a colmare il divario con la principale rivale del Bayern Monaco?

4 Apr 2026 - Rheinische Post
MATTHIAS JUNG

STOCCARDA (dpa) – Niko Kovac si prepara per una delle trasferte più difficili della stagione. Non solo perché è passato un po' di tempo dall'ultima vittoria del Borussia Dortmund contro lo Stoccarda. "Il club ha avuto una crescita sensazionale", ha dichiarato l'allenatore del Borussia Dortmund in vista della partita di Bundesliga di sabato (ore 18:30 CET/Sky) parlando del VfB. Quello che i dirigenti della squadra, terza in classifica, stanno ottenendo è "davvero ottimo".

Ma riusciranno gli svevi a colmare il divario con il BVB, considerato il secondo posto in classifica dietro ai campioni uscenti  del Bayern Monaco? Guardando i numeri, l'amministratore delegato dello Stoccarda, Alexander Wehrle, non crede che ciò sia possibile a breve. Perché, sebbene il suo club sia alle calcagna della società della Ruhr, Wehrle considera il BVB di un altro livello dal punto di vista finanziario e, di conseguenza, anche fondamentalmente superiore dal punto di vista sportivo.

"Colmare il divario di fatturato richiederà anni, se non decenni", spiega Wehrle, riferendosi al rapporto "Football Money League" della società di revisione e consulenza Deloitte, pubblicato all'inizio di quest'anno. Il rapporto parla di un fatturato di 531,3 milioni di euro per il Borussia Dortmund nella stagione 2024/25, contro i 296,4 milioni di euro dello Stoccarda, circa 235 milioni di euro in meno. I ricavi derivanti dalle cessioni non sono inclusi in queste cifre.

Sebbene sia possibile che la squadra vincitrice della Coppa di Germania possa occasionalmente superare il Dortmund in termini di fatturato, osserva Wehrle, come accaduto nel 2024 quando lo Stoccarda chiuse col secondo fatturato (della Bundesliga, ndr), "non sempre c'è una correlazione diretta tra successo sportivo e successo finanziario". Tuttavia, si tratta di eccezioni. In quel caso specifico, ciò non ha impedito ai due migliori giocatori dello Stoccarda, Serhou Guirassy e Waldemar Anton, di trasferirsi al Dortmund poco dopo, perché lì avrebbero potuto guadagnare molto di più e perché probabilmente intravedevano maggiori possibilità di successo sportivo.

«Il Dortmund è una presenza fissa in Champions League, noi no», afferma Wehrle, riferendosi ai dati della Deloitte e sottolineando anche i «nettamente maggiori introiti televisivi» degli avversari. A eccezione della stagione 2015/16, il club della Vestfalia ha partecipato alla Champions League ogni anno dal 2011.

Lo Stoccarda ci è riuscito solo nel 2014/2015. Nel 2016 e nel 2019 è addirittura retrocesso in seconda divisione. Nella stagione in corso, è stato eliminato agli ottavi di finale di Europa League, guadagnando meno di un terzo dei quasi 33 milioni di euro di premi in denaro provenienti dalle competizioni internazionali che il BVB ha incassato in Champions League, nonostante l'eliminazione ai playoff.

Pertanto, conclude Wehrle, «I due club si avvicinerebbero significativamente dal punto di vista finanziario solo se il Dortmund non si qualificasse per la Champions League per due o tre anni, mentre noi vi partecipassimo. Il che non è esattamente realistico».

Ma da quando il trio composto di Wehrle, il direttore sportivo Fabian Wohlgemuth e l'allenatore Sebastian Hoeneß si è riunito allo Stoccarda, la crescita del club ha intrapreso una traiettoria ascendente, e non solo in termini di prestazioni sportive, come dimostra un confronto tra i valori di mercato delle rispettive rose della prima squadra. Secondo transfermarkt.de, il valore di mercato dello Stoccarda si aggirava intorno ai 151 milioni di euro nella stagione 2022/23; attualmente, è di ben 383 milioni di euro. Il divario con il Borussia Dortmund (oltre 498 milioni di euro) si è quindi ridotto considerevolmente.

Il fatto che cinque giocatori dello Stoccarda siano stati recentemente convocati nella nazionale per le amichevoli in Svizzera (vittoria per 3-4, ndr) e contro il Ghana (5-1) sottolinea ulteriormente la posizione dello Stoccarda. Per questo motivo, almeno secondo l'ex campione d'Europa e giocatore del VfB Karlheinz Förster, i cinque volte campioni di Germania potrebbero "raggiungere il Borussia Dortmund nei prossimi due o tre anni". "Se il mercato continuerà ad andare bene."

Förster ritiene che Wohlgemuth, in particolare, abbia implementato un'eccellente politica di gestione della rosa. E Hoeneß è un "allenatore di alto livello". Al contrario, ultimamente non ha visto molte prove al Dortmund "che siano il principale rivale del Bayern".

Ma al Borussia Dortmund, 14 anni dopo l'ultimo dei suoi otto campionati tedeschi, l'attenzione è rivolta al futuro. I vincitori della Champions League del 1997 e finalisti del 2024 vogliono tornare presto a competere per il titolo nazionale.

"Se vogliamo avvicinarci al Bayern Monaco, abbiamo bisogno di un gruppo coeso", ha dichiarato di recente l'amministratore delegato Lars Ricken. Il nuovo direttore sportivo Ole Book, subentrato a Sebastian Kehl, dovrebbe essere in grado di creare proprio questa coesione.

Nonostante la recente serie positiva dello  Stoccarda, con 14 punti in 6 partite senza sconfitte, che lo vede davanti a Lipsia, Hoffenheim e Bayer Leverkusen, Wehrle non parla di qualificazione alla Champions League, anche se alcuni suoi giocatori sono più espliciti al riguardo.

Tuttavia, uno sguardo alle cifre potrebbe suggerire che il divario con il Dortmund non sia più così grande, almeno in termini sportivi. Lo Stoccarda ha vinto 5 delle ultime 7 partite ufficiali contro il Borussia Dortmund, con 2 pareggi. Quindi, di recente lo Stoccarda ha già causato diverse sorprese ai suoi rivali. Ce ne saranno altre in futuro?

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Giocatori del Dortmund con un passato al VfB Stoccarda
  • Gregor Kobel ha indossato la maglia dello Stoccarda dal 2019 al 2021, prima di trasferirsi al Borussia Dortmund.
  • Serhou Guirassy ha segnato 44 gol (in 58 gare, 39 in 50 in Bundesliga, ndr) per lo Stoccarda dal 2022 al 2024, prima di passare al Dortmund.
  • Waldemar Anton si è unito al Borussia Dortmund nell'estate del 2024. Era arrivato a Stoccarda nel 2020.

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