Adi Hütters Friedensmission
Foto dpa„Man hat seine Wünsche“:
Adi Hütter am ende der Transferperiode
Nach einer langen Transferperiode zeigt sich der Eintracht-Trainer „sehr, sehr happy“. Vom Gegner Augsburg erwartet er keine überraschenden Ideen. Dafür hat er eine für den eigenen Sturm.
5 Sep 2026 - Frankfurter Allgemeine Zeitung
Von Konrad Ringleb
Kaum hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter die naheliegenden Fragen zum Spiel gegen den FC Augsburg – der Gegner, das personal, die Taktik – beantwortet, rückte er in seinem Stuhl ein Stück hoch und holte Luft. „Ich will noch etwas sagen“, sagte er und sprach: „Ich bin sehr, sehr happy.“
Dieser spontane Ausbruch des Glücks war nicht intuitiv, er hatte einen klaren Referenzpunkt: Gemeint waren die Transfers von Manager Markus Krösche, über die der Trainer berichten zufolge nicht immer besonders happy gewesen sein soll. Nun, vor dem ersten Heimspiel gegen Augsburg und nach dem Ende der Wechselperiode, lobte Hütter seinen Vorgesetzten ausführlich: „Die letzten Transfers, die wir getätigt haben, waren sehr wichtig. Noah Atubolu hat das schon gezeigt. Lilian brassier kenne ich sehr gut aus meiner Zeit in Frankreich. Er ist ein Linksfuß, zweikampfstark mit einer Kriegermentalität.“
Atubolu hatte in berlin schon die bälle gefangen, die fangbar waren. Dreimal gelang ihm das nicht, was in der vergangenen Saison ein Durchschnittswert gewesen wäre. Zu sehen war allerdings, was der Eintracht damals gefehlt hatte: ein Torwart mit Körpersprache. Früh, noch Ende Juli, hat Hütter nach F.A.Z.-Informationen einen solchen Torhüter gefordert, weil er mit dem brasilianer Kauã Santos eher unhappy war. Vier Wochen später, nach dem 0:7 der Eintracht in brentford, kam schließlich Atubolu.
Das ist nun vergessen, Hütter sagt friedlich: „Der Trainer hat Vorstellungen, der Sportvorstand hat Vorstellungen.“Die Eintracht-Transferperiode endete erst um 1:46 am Mittwoch, als die papiere zum Wechsel des Franzosen Jean-Mattéo bahoya nach Leeds unterschrieben waren. Wie gut aber ist der Kader jetzt, 38 Transferbewegungen später, wirklich?
Hütter war anzumerken, wie er sich freut, dass Ritsu Doan noch eine Weile in Frankfurt bleibt. Der Japaner hatte ein Angebot des saudi-arabischen Klubs Al-Ittihad vorliegen, der ihn deutlich besser bezahlt hätte als die Eintracht. Doan lehnte ab. „Ich finde das bewundernswert“, sagte Hütter und meinte die Entscheidung des Rechtsaußen, nach einem Jahr in Frankfurt nicht weiterzuziehen. Dass das Management der Eintracht das Angebot gerne angenommen hätte – geschenkt.
Die offensiven Außenpositionen sind also stark besetzt, auch das defensive Mainz bis zum Ende hat der FSV Mainz 05 die sommerliche Transferperiode genutzt – und darüber hinaus: den wenig eingesetzten William bøving an den 1. FC Nürnberg verliehen, den im Konkurrenzkampf ins Hintertreffen geratenen Andreas Hanche-Olsen nach Chicago ziehen lassen und Hyun-seok Hong zum dritten Mal für ein Jahr abgegeben, diesmal an den FC Midtjylland. Da die Wechselfrist in Dänemark einen Tag länger dauert als in der bundesliga, war dieses Geschäft auch noch nach dem „Deadline Day“möglich.
Den haben die Mainzer im Übrigen im Fall von Marco Richter ausgetrickst, der am bruchweg keine Zukunft hat, auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber aber noch nicht fündig geworden ist. Deshalb einigten sich Verein und Spieler darauf, den Vertrag aufzulösen. Richter darf weiter mit den 05-profis trainieren, sich aber als arbeitsloser Akteur jederzeit einem anderen Klub anschließen.
Das bemerkenswerteste am rheinhessischen Transfersommer ist freilich, dass es gelungen ist, nicht nur kostengünstig gestandene profis einzukaufen, sondern auch alle wichtigen Spieler (mit Ausnahme des in der vorigen Saison wegen Robin Mittelfeld. Im Sturm kam der Franzose Arnaud Kalimuendo nicht, wie von Hütter erhofft, zurück. Der Österreicher hält es nun pragmatisch. Noch seien schließlich beide Stammstürmer, die beiden Hessen Jonathan burkardt und Younes Ebnoutalib, fit: „Und solange sie fit sind, kann man sie ja laufen lassen.“
Wenn sie allerdings nicht mehr laufen können, wird es für die hüttersche Doppelspitze eng. Oder doch nicht? Can Uzun, Ansgar Knauff oder der 18 Jahre alte Nachwuchsspieler Malik pimpong könnten ja auch ins Spiel kommen, überlegte der Trainer. „Oder wir spielen eben mit einer Spitze.“
Das klang nach reichlich pragmatismus, mehr noch, als vor einer Woche in berlin. Da sagte Hütter: „Es fehlt sicherlich noch etwas. Wir werden bis Dienstag auch gewiss noch das eine oder andere tun. Ich glaube, das ist auch jedem bewusst.“Was seither geschah: brassier kam, Hugo Larsson und bahoya gingen. Man habe immer Wünsche, sagte Hütter eine Woche später.
Ein zweites Mal noch nahm sich Hütter am Freitag Zeit, ein eigenes Thema zu setzen. Die ganzen Abgänge böten schließlich auch die Chance, junge Nachwuchstalente einzusetzen. Konkret nannte der Trainer den Hofheimer Rechtsverteidiger Elias baum, den 15 Jahre alten (und im Oktober spielberechtigten) Spielmacher Niko Ilicevic und Ebnoutalib. Jenen Stürmer, der in berlin drei Tore schoss, weil nicht Kalimuendo spielte, sondern er.
Ebnoutalib sprach in dieser Woche lange mit dem Nationaltrainer. Nicht mit Mohamed Ouahbi, dem Coach von Marokko. Sondern mit Jürgen Klopp, dem Coach von Deutschland. Klopp besuchte ein paar Teams in der Region, auch bei der Eintracht war er zu Gast und machte Ebnoutalib deutlich, dass er ihn auf dem Zettel hat.
Darüber aber, da hat Hütter recht, ist in den vergangenen Tagen wenig berichtet worden. Der angebliche/scheinbare Zwist rund um den bundesligaklub überschattete einiges. Hütter wünscht sich ein wenig mehr Frieden und positivität rund um die Eintracht.
Das ist ein Wunsch, den die Eintracht selbst beeinflussen kann. Schon am Sonntag, wenn sie gegen den FC Augsburg antritt. In den vergangenen Jahren waren das dröge Spiele, in denen sich die Frankfurter quälten, mal mit besserem, mal mit schlechterem Ausgang. Die vergangene Auflage, ein 1:0 im düsteren, kalten Dezember, war eines der schlimmeren Spiele in einer mühsamen Eintracht-Saison.
Die Augsburger waren zuletzt erfolgreicher, sie haben eine talentierte Mannschaft mit weniger als 38 Transferbewegungen. Sie könnten der Eintracht also gefährlich werden, vielleicht mit einem anderen, offensiveren Spielstil. Hütter denkt das nicht, er erwartet den gewohnten „Abnutzungskampf“. Der FCA werde auf Konter spielen und auf seine großen Verteidiger setzen.
Und seine eigene Mannschaft, was kann man von ihr erwarten? Ihm gehe es da wie dem Fragesteller, antwortete der Trainer: „Es kann jeder sehen, dass der Umbruch da ist.“Hütter lachte.
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Foto dpa “Ognuno ha i propri desideri”:
Adi Hütter alla fine del calciomercato
La "missione di pace" di Adi Hütter
Dopo un lungo calciomercato, l’allenatore dell’Eintracht si dice “molto, molto soddisfatto”.
Non si aspetta idee a sorpresa dall’Augsburg, suo prossimo avversario.
In compenso, ne ha una per il proprio attacco.
5 settembre 2026 - Frankfurter Allgemeine Zeitung
di Konrad Ringleb
Non appena l’allenatore dell’Eintracht, Adi Hütter, ha risposto alle ovvie domande sulla partita contro l’Augsburg – l’avversario, la rosa, la tattica –, si è alzato leggermente sulla sedia e ha fatto un respiro profondo. «Voglio aggiungere ancora una cosa», ha detto, e ha proseguito: «Sono molto, molto soddisfatto».
Questo spontaneo sfogo di gioia non era casuale, ma aveva un chiaro punto di riferimento: si riferiva ai movimenti di mercato del direttore sportivo Markus Krösche, sui quali, secondo quanto riportato, l’allenatore non sarebbe stato sempre particolarmente in sintonia. Ora, alla vigilia della prima partita in casa, contro l’Augsburg, e al termine del calciomercato, Hütter ha elogiato ampiamente il suo dirigente: «Gli ultimi acquisti che abbiamo effettuato sono stati molto importanti. Noah Atubolu lo ha già dimostrato. Conosco molto bene Lilian Brassier dai tempi in cui allenavo in Francia. È un mancino, forte nei duelli e con una mentalità da guerriero».
Atubolu a Berlino aveva già parato tutti i tiri che era possibile parare. In tre occasioni non ci è riuscito, il che nella scorsa stagione sarebbe stato nella media. Si è visto però ciò che all’Eintracht era mancato allora: un portiere con un efficace linguaggio del corpo. Già alla fine di luglio, secondo quanto riportato dal F.A.Z., Hütter aveva chiesto un portiere di questo tipo, poiché non era del tutto soddisfatto del brasiliano Kauã Santos. Quattro settimane dopo, in seguito alla sconfitta per 0-7 dell’Eintracht a Brentford, è finalmente arrivato Atubolu.
Ormai è acqua passata, Hütter afferma con serenità: «L’allenatore ha le sue idee, il direttore sportivo ha le proprie». Il calciomercato dell’Eintracht si è concluso solo all’1:46 di mercoledì, quando sono stati firmati i documenti per il prestito del francese Jean-Mattéo Bahoya al Leeds. Ma quanto è davvero forte ora la rosa, dopo 38 operazioni di mercato?
Si notava chiaramente quanto Hütter fosse felice che Ritsu Doan rimanesse ancora per un po’ a Francoforte. Il giapponese aveva ricevuto un’offerta dal club saudita Al-Ittihad, che lo avrebbe pagato molto meglio rispetto all’Eintracht. Doan ha rifiutato. «Lo trovo ammirevole», ha detto Hütter riferendosi alla decisione dell’ala destra di non andarsene dopo un anno a Francoforte. Che la dirigenza dell’Eintracht avrebbe volentieri accettato l’offerta… è ovvio.
L’aspetto più degno di nota dell’estate di calciomercato nella regione del Rheinhessen è il fatto che si sia riusciti non solo ad acquistare cacliatori affermati a prezzi vantaggiosi, ma anche a mantenere tutti i giocatori importanti (ad eccezione di Robin, che nella scorsa stagione ha giocato a centrocampo). In attacco, il francese Arnaud Kalimuendo non è tornato, come sperava Hütter. L’austriaco adotta ora un approccio pragmatico. Dopotutto, entrambi gli attaccanti titolari, i due giocatori dell’Assia Jonathan Burkardt e Younes Ebnoutalib, sono in forma: «E finché lo sono, si può pur lasciarli giocare».
Se però non potessero giocare, la situazione si farebbe difficile per l'attacco a due punte di Hütter. O forse no? Can Uzun, Ansgar Knauff o il diciottenne Malik Pimpong potrebbero anche entrare in campo, ha riflettuto l’allenatore. «Oppure giocheremo con solo un attaccante».
Sembrava un approccio decisamente pragmatico, ancora di più rispetto a una settimana fa a Berlino. Hütter allora aveva detto: «Manca ancora qualcosa. Faremo ancora l’una o l’altra cosa fino a martedì. Credo ne siano consapevoli tutti». Che cosa è successo da allora: è arrivato Brassier, mentre Hugo Larsson e Bahoya se ne sono andati. Si hanno sempre dei desideri, ha detto Hütter una settimana dopo.
Hütter venerdì si è preso ancora una volta il tempo per affrontare un argomento a lui caro. Tutte queste partenze offrono infatti anche l’opportunità di schierare giovani talenti. In particolare, l’allenatore ha citato il terzino destro di Hofheim, Elias Baum (cresciuto nella squadretta di quartiere Marxheim, ndr), il 15enne regista Niko Ilicevic (che a ottobre sarà tesserabile) e lo stesso Ebnoutalib. Quell’attaccante che a Berlino ha segnato tre gol, proprio perché non giocava Kalimuendo, ma lui.
Questa settimana Ebnoutalib ha parlato a lungo con il commissario tecnico della nazionale. Non con Mohamed Ouahbi, il saelezionatore del Marocco, bensì con Jürgen Klopp, quello della Germania. Klopp ha fatto visita ad alcune squadre della regione, tra cui l’Eintracht, e ha fatto capire chiaramente a Ebnoutalib di averlo nel mirino.
Ma di questo, e qui Hütter ha ragione, negli ultimi giorni si è parlato poco. La presunta/apparente controversia che ha coinvolto il club della Bundesliga ha messo in secondo piano molte altre cose. Hütter auspica un po’ più di serenità e positività intorno all’Eintracht.
Si tratta di un desiderio su cui l’Eintracht può influire direttamente. Già domenica, quando affronterà l’Augsburg. Negli ultimi anni sono state partite noiose, in cui i giocatori di Francoforte hanno faticato molto, a volte con esiti migliori, a volte peggiori. L’ultima edizione, un 1-0 in un cupo e freddo dicembre, è stata una delle peggiori partite di una stagione faticosa per l’Eintracht.
L’Augsburg ha ottenuto risultati migliori ultimamente, ha una squadra di talento con meno di 38 trasferimenti. Potrebbe quindi rappresentare una minaccia per l’Eintracht, magari con uno stile di gioco diverso, più offensivo. Hütter non la pensa così, si aspetta la solita «battaglia di logoramento». L’FCA giocherà in contropiede e punterà sui suoi difensori alti e grossi.
E la sua squadra, che cosa ci si può aspettare da essa? La penso proprio come chi ha posto la domanda, ha risposto l’allenatore: «È sotto gli occhi di tutti che ci sia un momento di transizione». Hütter ha riso.
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