Der Kampf um den platz an der Sonne


Illustration F.A.S./Picture AllianceEs kann vielleicht nur einen geben: 
Sportvorstand Markus Krösche (links) und der Vorstandssprecher Axel Hellmann.

Als Eintracht Frankfurt bis in die Champions League f liegt, wird Markus Krösche gefeiert. Nun prägen Grabenkämpfe die Stimmung im Klub, es wird um Einf luss gerungen. Wer spinnt die Fäden?

6 Sep 2026 - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Von Marc Heinrich und Konrad Ringleb

Im Erfolg, sagt Markus Krösche, macht man die größten Fehler. Er ist gerade aus Sevilla nach Hause gekommen, seine Eintracht hat den Europapokal gewonnen. Die Sonne steht hoch über Frankfurt am Main. Es ist das Ende seines ersten Jahres beim Bundesligaklub, der Anfang des Sommers 2022, in dem er Randal Kolo Muaniverpf lichten wird. Es istKrös ch es erster Höhepunkt seines Wirkens bei der Eintracht.

Vier Jahre später ist die Eintracht in die Champions League aufgestiegen, Dritter in der Bundesliga. Sie ist zum Modell geworden für viele Mittel klasse klubs, die auch gerne soviel Geld mit Spielern verdienen würden wie der Klub aus dem Stadtwald in Frankfurt. Dort aber ist Krösche nicht mehr der gefeierte Held. Er könnte die Eintracht bald verlassen. Wie ist es so weit gekommen?

Die F.A.S. hat in dieser Woche mit mehreren Personen aus verschiedenen Eintracht-Gremien gesprochen. Heraus kommt das Bild eines Vereines, in dem um Einfluss gerungen wird. Und indem nicht viel übrig ist vom friedlichen Miteinander, das die Eintracht bis in die Spitzengruppe der Bundesliga gebracht hat. Wobei die Frage eher lautet, was zuerst verlorenging: der Erfolg – oder der Zusammenhalt?

Januar 2026, Jahrhunderthalle Höchst. Die Eintracht verliert Spiel um Spiel, Trainer Dino Toppmöller musste gehen, Vorstandssprecher Axel Hell mann sagt: „An der ein oder anderen Stelle haben wir den Kader falsch eingeschätzt.“Verantwortlich für den Kader ist derjenige, der von einem braunen Holzstuhl aus zuschaut: Markus Krösche, zweimaliger Manager des Jahres.

Später versichert Hellmann, jede Aussage über das Arbeitsfeld des anderen sei vorher abgesprochen. Krösche aber äußert sich selten zu Hellmanns Themen; der Sport politik, den großen Entwicklungslinien der Eintracht. Der Manager verpflichtet AlbertRiera, einen Spanier, den in Deutschland kaum jemand kennt. Auch nicht in der Führungsriege der Eintracht. Aber sie vertraut Krösche.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Eintracht chancenlos aus der Champions League ausgeschieden. Sie kann noch immer auf die europäischen Plätze in der Bundesliga kommen, aber das wird sie nicht schaffen. Riera legt sich mit halb Frankfurt an, verlässt den Bundesligaklub nach einer halben Saison auf Platz acht. Es ist unruhig. Und es bleibt unruhig.

Oder doch nicht? Schnell präsentieren die Frankfurter Adi Hütter, der sie schon einmal erfolgreich trainiert hatte. Hütter sei Hellmanns Lösung, wird getuschelt. Aber das stimmt nicht, auch Krösche steht hinter der Idee, den Österreicher aus Monaco zurückzuholen.

Was allerdings stimmt: Hütter ist selbstbewusster als seine Vorgänger Dino Toppmöller und auch Albert Riera, zumindest was die Innenwirkung angeht. Früh fordert der Trainer neue Spieler. Und als das dauert, macht sich Hütter öffentlich bemerkbar. Riera und Toppmöller, zwei Schützlinge Krösches, hätten das nicht gewagt. Hütter ist noch immer vernetzt in Frankfurt. Er kennt alle Funktionäre, die bei der Eintracht das Sagen hatten und haben, während die Fußballmanager kommen und gehen. Krösche hat seine maximale Freiheit eingebüßt.

Hütter arbeitet sich ein und ist überzeugt, die Eintracht brauche einen neuen Torwart. In dieser Zeit gibt Albert Riera, Hütters Vorgänger, ein Radiointerview. Mit ihm und der Eintracht, das sei wie mit Angelina Jolie und Brad Pitt. Beide wunderbar, aber es passe einfach nicht. Dann wird er deutlich: Der Trainer habe in Frankfurt keinen Einfluss auf die Mann schafts zusammensetzung .„ Namen sind dort wichtiger als Ergebnisse“, sagt Riera.

Die Eintracht hofft,Riera lasse es damit guts ein. Vorstandssprecher Hellmann sagt über die WorteRi er ass ch ließli chi neinemF.A.Z .- Interview :„ Ich konnte da viel Selbstüberhöhung und eine fehlende Selbstref lexion raushören.“War’s das nun? Nein, Riera, mittlerweile Trainer bei Roter Stern in Belgrad, behauptet auf Instagram: „Die einzigen zwei Personen, die morgens bis abends im Verein waren und sich darum bemüht haben, das Chaos innen und außen zu beseitigen, Markus Krösche und ich!!!“

Riera schreibt, ohne Namen zu nennen, weiter: „Du bist ein Niemand, unbekannt und hast nichts getan. Ich weiß immer noch nicht, warum dir der Verein Geld bezahlt.“Aber diese Person habe „entschieden, über mich zu reden, dann mache ich das auch“. Und weiter: „Die Eintracht war ein Geist während meiner Zeit ... kein Präsident, keine Direktoren oder irgendjemand anderes war da. Wahrscheinlich tauchen sie nur in guten Momenten auf.“Gemeint dürfte damit sein: Hellmann.

Das ist die nächste Eskalationsstufe im Streit zwischen Riera und der Eintracht. Der spanische Trainer vertraut nur einem Menschen in Frankfurt, Markus Krösche. Viele erwarten nun, Krösche spreche mit Riera und bringe ihn dazu, den Verein in Ruhe zu lassen. In einem „kicker“-Interview sagt Krösche einen Monat später zu Rieras Texten: „Das kam bei mir überhaupt nicht gut an. Ich halte diese öffentlichen Nachtritte für unnötig und inakzeptabel.“

Krösche erfährt zu dieser Zeit vom Interesse aus Mailand. Er soll Milan, den* siebenmaligen Champions-League-Sieger, wieder an die Spitze bringen. Er überlegt. Lange, meinen manche. In einer Zeit, in der die Eintracht ihren Manager, einen der bestbezahlten Fußballfunktionäre in Deutschland, gut gebrauchen könnte, beschäftigt er sich mehr als ein paar Tage mit einem anderen Klub. Das versteht nicht jeder. Schließlich lehnt Krösche ab.

Was allerdings zu erahnen ist: Mehrheitseigner der AC ist die US-amerikanische Investmentfirma Redbird Capital. Dort arbeitet Gerry Cardinale in einer leitenden Funktion, ein ehemaliger Goldman-Sachs-Manager. Als Cardinale bei der US-amerikanischen Großbank tätig war, hieß ihr Ko-Chef in Deutschland: Philip Holzer.

Holzer ist heute – über die Freunde der Adlers GmbH und zusammen mit Unternehmer Stephen Orenstein – Aktionär der Eintracht AG, er war auch schon Aufsichtsratsvorsitzender. Holzer war an der Verpf lichtung und der Vertragsverlängerung von Krösche beteiligt. Die beiden gelten als Vertraute. Holzer trat nach der Saison 2023/24 nach einem in der Öffentlichkeit ausgetragenen Machtkampf zurück. Gewonnen hatte diesen Machtkampf damals: Hellmann – und Wolfgang Steubing.

Er ist eine wichtige Person im Eintracht-Kosmos. Der Sechsundsiebzigjährige ist mit einem Wertpapierhandelsunternehmen reich geworden und hat mit Teilen seines Vermögens den Klub großzügig unterstützt. Ihn und Hellmann verbindet ein gutes persönliches Einvernehmen. Ohne Steubing wäre das Leistungszentrum am Riederwald so nicht gebaut worden, die dortige Halle trägt seinen Namen. Er führte den Aufsichtsrat von 2015 bis 2022, mittlerweile ist er dessen Ehrenvorsitzender – sein Einf luss ist auch heute nicht zu unterschätzen.

Mit Fredi Bobic, dem Vorgänger Krösches, verstand sich die graue Eminenz, wie Steubing im Klub bezeichnet wird, prächtig. Sie trafen sich regelmäßig, um bei einem Glas Wein die Lage zu erörtern. Als Steubing im März 2026 die Ehrensenatorwürde der Frankfurt School, einer Finanzuniversität der Stadt, verliehen bekommt, zeigen Bilder die applaudierenden Bobic, Hellmann, Eintracht-Vorstand Philipp Reschke, Eintracht-Rekordspieler Charly Körbel, Uli Hoeneß, Oberbürgermeister Mike Josef. Nicht vor Ort ist Markus Krösche.

Mit Krösche, so sagen es Personen, mit denen die F.A.S. sprach und die die Strömungen innerhalb des Klubs gut kennen, sei kein vergleichbares Vertrauensverhältnis entstanden. Steubing ist ein wacher Geist, der clever kombinieren, Menschen für sich einnehmen, aber auch harte Urteile fällen kann, die intern Gewicht haben.

Kaum ist Mailand kein Thema mehr, zieht schon die nächste Wolke auf: Krösche habe ein Haus in Kroatien gekauft, steht in der „Bild“-Zeitung. Und zwar unter Vermittlung der Ehefrau des Spielerberaters Andy Bara, der nicht nur auf dem Balkan einen seltsamen Ruf hat. Das aber ist bereits Jahre zuvor geschehen, monatelang wabern die Gerüchte durch die Fußballszene. Plötzlich dringen sie an die Öffentlichkeit.

Krösche steht unter Druck. Während er sich mit den Folgen der Mailand-Verhandlungen und des Immobiliendeals beschäftigt, will er eine Eintracht-Mannschaft zusammenstellen, die mehr als die achtbeste des Landes sein soll. Am 21. Juli soll Hütter intern gefordert haben:

Wir brauchen einen neuen Torhüter. Als sich ein paar Wochen nichts tut, heißt es in der „Frankfurter Rundschau“: „Welches Spiel spielt er? Zockt er auf bessere Preise? Oder was ist der Masterplan seiner Hinhaltetaktik, die inzwischen allen auf die Nerven geht und kein Mensch versteht?“Die Eintracht verliert ein Testspiel 0:7 in Brentford. Danach kommt Noah Atubolu aus Freiburg.

Ruhig arbeiten, wie in den vier Jahren zuvor, scheint für Krösche so nicht mehr möglich. Krösche wirkt beim ersten Bundesligaspiel in Berlin genervt. Er lehnt ein Fernsehinterview ab, zur Presse sagt er, er wolle nur über Fußball reden, über sonst nichts. Niemand unterstützt den Manager öffentlich.

Das, was 2026 bei der Eintracht passiert ist, ist ein Abbild des Fußballgeschäfts. Jahrelang strahlte die Sonne über Frankfurt am Main. In einem Business voller Eitelkeiten war Platz genug für mehrere Menschen, sich zu sonnen. Für die Stürmer, einige der aufregendsten Europas. Für den Trainer, den Talententwickler in Deutschland. Für den einen Manager, den „Goldesel“, „Kohle-King Markus“. Für Hellmann, den Großdenker hinter dem deutschen Profi-Fußball.

Die Eintracht schaffte es so in die erste Liga in Europa, unter die 20 umsatzstärksten Vereine. Krösche hat in fünf Jahren rund eine halbe Milliarde mit Transfers eingenommen, er und die Vorstandskollegen haben die Eintracht auf ein solides Umsatzniveau von knapp 400 Millionen Euro gebracht. Davon träumen die meisten deutschen Klubs, die keinenkeinen Großsponsor hinter sich wissen. In der Öffentlichkeit, den WhatsappGruppen, den Small Talks an der Bar, ging es meist um Krösche, wenn von den Erfolgen der Eintracht die Rede war.

Zugleich ist Hellmann zu einem der wichtigsten deutschen Fußballfunktionäre aufgestiegen. Wenig läuft in der Bundesliga ohne die Stimme des EintrachtManagers. Beide, Krösche und Hellmann, porträtierte die „New York Times“. Der Frankfurter Klub hat hohe Ausgaben für seine Vorstände, das stimmt. Aber er stellt auch zwei der prominentesten und erfolgreichsten von ihnen an. Noch.

Krösches Vertrag endet im Sommer 2028. Verlängert werden soll er nicht, spätestens dann wird er die Eintracht verlassen. Sie spricht bereits mit anderen Kandidaten, auch dem in Frankfurt geborenen Manager des FC Nürnberg, Joti Chatzialexiou. Das macht sie, so wie es Krösche auch mit anderen Trainern, Spielern oder Vereinen tut.

Ein weiterer Kandidat ist Christoph Spycher. Der Schweizer bestritt zwischen 2005 und 2010 149 Pf lichtspiele im Trikot der SGE, hat den Kontakt danach nie abreißen lassen. Bis 2022 arbeitete er als Sportchef bei Young Boys Bern, stieg danach in den Verwaltungsrat auf und ist inzwischen Mitglied der Geschäftsleitung.

Sportdirektor Timmo Hardung wird die Eintracht verlassen müssen, wenn Krösche als sein Chef abdankt. Die Arbeit des Sechsunddreißigjährigen wurde wiederholt kritisch bewertet, Krösche schützte seinen engen Mitarbeiter. Als Nachfolger für Hardungs Posten wird Raffael Tonello gehandelt. Der Einundfünfzigjährige spielte vor einem Vierteljahrhundert zunächst für die Offenbacher Kickers, dann in der zweiten Mannschaft der Frankfurter.

Er ist mit mehreren Personen aus der Führung der Eintracht verbunden, besitzt nach wie vor eine Wohnung in Bornheim. Kurzfristig, so ist zu hören, könnte zudem Sebastian Frank, der aktuell noch zu den drei Chefscouts der Eintracht zählt, dichter ans Team rücken. Zudem könnte, wenn Krösche den Klub verlässt, Hellmann zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigen und sich wieder stärker in der Sportabteilung engagieren.

Die Eintracht aber wird die gleiche bleiben. Sie wird weiter Spieler verkaufen, so wie das 17 von 18 Bundesligaklubs tun müssen. „Die Macht“, sagt einer, der sie hat, „die Macht hat in Frankfurt kein Manager und kein Trainer. Die Macht hat das Ergebnis.“Im Erfolg, heißt es, macht man die größten Fehler.

***

Illustrazione F.A.S./Picture Alliance - Forse ce ne può essere solo uno: il direttore sportivo 
Markus Krösche (a sinistra) e il portavoce del consiglio di amministrazione Axel Hellmann.

La lotta per un posto al sole

Quando l’Eintracht Francoforte arriva fino alla Champions League, Markus Krösche viene osannato. Ora, però, le lotte intestine caratterizzano l’atmosfera all’interno del club, nel quale si combatte per il potere. Chi tira le fila?

6 settembre 2026 - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
di Marc Heinrich e Konrad Ringleb

È nel momento del successo, dice Markus Krösche, che si commettono gli errori più gravi. È appena tornato a casa da Siviglia, il suo Eintracht ha vinto l'Europa League. Il sole splende alto sul cielo di Francoforte sul Meno. È la fine del suo primo anno presso il club della Bundesliga, l’inizio dell’estate del 2022, durante la quale ingaggerà Randal Kolo Muani. È il primo momento-clou dell’operato di Krösche all’Eintracht.

Quattro anni dopo, l’Eintracht è salito in Champions League, classificandosi terzo in Bundesliga. È diventato un modello per molti club di medio livello che vorrebbero guadagnare con i giocatori tanto quanto il club dello Stadtwald di Francoforte. Là, però, Krösche non è più l’idolo acclamato. Potrebbe lasciare presto l’Eintracht. Come si è arrivati a questo punto?

Questa settimana il F.A.S. ha intervistato diverse persone appartenenti a vari organi dell’Eintracht. Ne emerge il quadro di una società nella quale si lotta per il potere. E in cui non è rimasto molto di quella pacifica convivenza che aveva portato l’Eintracht ai vertici della Bundesliga. Anche se la domanda è piuttosto: che cosa si è perso per prima, il successo o la coesione?

Gennaio 2026, Jahrhunderthalle di Höchst. L’Eintracht perde una partita dopo l’altra, l’allora allenatore Dino Toppmöller è stato "costretto" a dimettersi, il portavoce del consiglio direttivo Axel Hellmann afferma: «In alcuni casi abbiamo valutato male la nostra rosa». Il responsabile della stessa è colui che osserva la scena da una sedia di legno marrone: Markus Krösche, due volte Manager dell’anno.

In seguito Hellmann assicura che ogni dichiarazione riguardante l’ambito di competenza dell’altro è stata concordata in anticipo. Krösche, però, raramente si esprime sugli argomenti di Hellmann: la politica sportiva, le grandi linee di sviluppo dell’Eintracht. Il manager ingaggia Albert Riera, uno spagnolo che in Germania quasi nessuno conosce. Nemmeno ai vertici dell’Eintracht. Ma l’Eintracht si fida di Krösche.

A quel punto l’Eintracht è già stata eliminato dalla Champions League e senza alcuna possibilità di qualificarsi. Potrebbe ancora raggiungere i posti europei in Bundesliga, ma non ci riuscirà. Riera entra in conflitto con mezza Francoforte e lascia il club dopo mezza stagione, quando la squadra è all’ottavo posto. C’è agitazione. E l’agitazione persiste.

O forse no? L'Eintracht (ri)presenta subito Adi Hütter, che aveva già allenato con successo la squadra in passato. Si mormora che Hütter sia la soluzione di Hellmann. Ma non è vero: anche Krösche sostiene l’idea di riportare, dal Monaco, l’austriaco.

Ciò che invece è vero è che Hütter è più sicuro di sé rispetto ai suoi predecessori Dino Toppmöller e Albert Riera, almeno per quanto riguarda l’immagine interna. Fin dall’inizio l’allenatore chiede nuovi giocatori. E quando la cosa si protrae, Hütter si fa sentire pubblicamente. Riera e Toppmöller, due protetti di Krösche, non avrebbero osato farlo. Hütter ha ancora una rete di contatti a Francoforte. Conosce tutti i dirigenti che hanno avuto e hanno voce in capitolo all’Eintracht, mentre i dirigenti calcistici vanno e vengono. Krösche ha perso la sua massima libertà.

Hütter si sta (ri)ambientando ed è convinto che l’Eintracht abbia bisogno di un nuovo portiere. In quel periodo Albert Riera, il predecessore di Hütter, rilascia un’intervista radiofonica. Il rapporto tra lui e l’Eintracht, dice, è come quello tra Angelina Jolie e Brad Pitt. Entrambi meravigliosi, ma semplicemente non vanno d’accordo. Poi, si esprime (più) chiaramente: l’allenatore non ha alcuna influenza sulla composizione della rosa, all'Eintracht. «Là i nomi contano più dei risultati», afferma Riera.

L’Eintracht spera che Riera lasci lì. Il portavoce del consiglio direttivo Hellmann, commentando le parole di Riera rilasciate in un’intervista al F.A.Z., afferma: «Ho percepito molta presunzione e una mancanza di autoriflessione». È tutto qui? No, Riera, ora allenatore della Stella Rossa di Belgrado, posta su Instagram: «Le uniche due persone che erano in società dalla mattina alla sera e si sono impegnate a eliminarne il caos sia all’interno sia all’esterno siamo stati Markus Krösche e io!!!»

Riera continua, senza fare nomi: «Tu sei un signor Nessuno, sconosciuto e non hai fatto niente. Non capisco ancora perché la società ti paghi». Ma questa persona avrebbe «deciso di parlare di me, quindi lo faccio anch’io (di lui, ndr)». E aggiunge: «L’Eintracht era un fantasma durante il mio periodo… non c’erano né il presidente, né i dirigenti, né nessun altro. Probabilmente spuntano fuori solo nei momenti positivi». Probabilmente il riferimento è a Hellmann.

Si tratta dell’ennesima escalation nella disputa tra Riera e l’Eintracht. L’allenatore spagnolo si fida solo di una persona a Francoforte: Markus Krösche. Molti si aspettano ora che Krösche parli con Riera e lo convinca a lasciare in pace la società. In un’intervista a «kicker», un mese dopo, Krösche commenta così i post di Riera: «Non mi è piaciuto per niente. Ritengo che questi attacchi pubblici siano inutili e inaccettabili».

In quel periodo Krösche viene a sapere dell’interesse proveniente da Milano. Il suo compito sarebbe quello di riportare il Milan, il club sette volte vincitore della Champions League, ai vertici. Ci riflette. A lungo, secondo alcuni. In un momento in cui l’Eintracht avrebbe davvero bisogno del proprio manager, uno dei dirigenti calcistici più pagati in Germania, lui si dedica per più di qualche giorno a un’altra società. Non tutti lo comprendono. Alla fine Krösche rifiuta.

Ciò che però si può intuire è che l’azionista di maggioranza del Milan è la società di investimento statunitense Redbird Capital. E là lavora in una posizione dirigenziale Gerry Cardinale, un ex manager di Goldman Sachs. Quando Cardinale era in servizio presso la grande banca statunitense, il suo co-amministratore delegato in Germania era Philip Holzer.

Holzer è oggi – tramite la società «Freunde der Adlers GmbH» e insieme con l’imprenditore Stephen Orenstein – azionista dell’Eintracht AG, di cui è stato anche presidente del consiglio di sorveglianza. Holzer ha avuto un ruolo nell’ingaggio e nel rinnovo del contratto di Krösche. I due sono considerati persone di fiducia. Holzer si è dimesso dopo la stagione 2023/24, a seguito di una lotta di potere svoltasi alla luce del sole. A vincere quella lotta di potere furono allora: Hellmann – e Wolfgang Steubing.

È una figura di spicco nell’universo dell’Eintracht. Il settantaseienne ha fatto fortuna con una società di intermediazione mobiliare e ha generosamente sostenuto la società con parte del suo patrimonio. A Hellmann lo lega un ottimo rapporto personale. Senza Steubing, il centro di formazione di Riederwald non sarebbe stato costruito in quel modo; la palestra ne porta il nome. Ha guidato il Consiglio di sorveglianza dal 2015 al 2022, e ora ne è il presidente onorario: la sua influenza, anche oggi, non è da sottovalutare.

Con Fredi Bobic, il predecessore di Krösche, l’“eminente figura nell’ombra” – come viene definito Steubing all’interno del club – andava d’accordo alla grande. Si incontravano con regolarità per discutere della situazione, davanti a un bicchiere di vino. Quando, nel marzo 2026, a Steubing viene conferito il titolo di senatore onorario della Frankfurt School, un’università finanziaria cittadina, le immagini mostrano Bobic, Hellmann, Philipp Reschke, membro del consiglio direttivo dell’Eintracht, Charly Körbel, il giocatore con il maggior numero di presenze nel club, Uli Hoeneß e il sindaco Mike Josef mentre applaudono. Markus Krösche non è presente.

Con Krösche, secondo quanto riferiscono alcune persone con le quali il F.A.S. ha parlato e che conoscono bene le dinamiche all’interno del club, non si sarebbe instaurato un rapporto di fiducia simile. Steubing è una mente lucida, capace di combinare con intelligenza le cose, di conquistare le persone, ma anche di esprimere giudizi severi che hanno peso all’interno del club.

Appena Milano non è stata più al centro dell’attenzione, ecco che profilarsi già la prossima nube: secondo il quotidiano “Bild”, Krösche avrebbe acquistato una casa in Croazia. E precisamente grazie alla mediazione della moglie del consulente calcistico Andy Bara, che gode di una strana reputazione non solo nei Balcani. Ma questo era successo già anni prima; per mesi le voci hanno aleggiato nel mondo del calcio. Improvvisamente vengono alla luce.

Krösche è sotto pressione. Mentre si occupa delle conseguenze delle trattative con il Milan e dell’affare immobiliare, vuole mettere insieme una rosa dell’Eintracht che sia più che l’ottava forza del Paese. Il 21 luglio Hütter avrebbe affermato internamente: «Abbiamo bisogno di un nuovo portiere». Quando per alcune settimane non succede nulla, il «Frankfurter Rundschau» scrive: «A che gioco sta giocando? Sta puntando a prezzi migliori? E qual è il piano generale della sua tattica dilatoria, che ormai dà sui nervi a tutti e che nessuno capisce?» L’Eintracht perde in amichevole per 7-0 a Brentford. In seguito arriva Noah Atubolu dal Friburgo.

Lavorare con calma, come nei quattro anni precedenti, sembra non essere più possibile per Krösche. Krösche appare infastidito durante la prima partita di Bundesliga, a Berlino (3-3 con l'Union, ndr). Rifiuta un’intervista televisiva e alla stampa dice di voler parlare solo di calcio, di nient’altro. Nessuno sostiene pubblicamente il manager.

Quello che è successo nel 2026 all’Eintracht è lo specchio del mondo del calcio. Per anni c' stato un sole splendente su Francoforte sul Meno. In un ambiente pieno di vanità, c’era spazio a sufficienza per permettere a molte persone di crogiolarsi al sole. Per gli attaccanti, tra i più entusiasmanti d’Europa. Per l’allenatore, il grande scopritore di talenti in Germania. Per quell’unico manager, la «gallina dalle uova d’oro», «Markus, il re di denari». Per Hellmann, il grande stratega dietro il calcio professionistico tedesco.

L’Eintracht è così riuscito a entrare fra i top club europei, tra le 20 società con il maggior fatturato. In cinque anni (il club di) Krösche ha incassato circa mezzo miliardo grazie ai trasferimenti; lui e i suoi colleghi del consiglio direttivo hanno portato l’Eintracht a un solido livello di fatturato di quasi 400 milioni di euro. È il sogno della maggior parte dei club tedeschi che non hanno alle spalle alcun grande sponsor. Nell’opinione pubblica, nei gruppi WhatsApp, nelle chiacchiere al bar, quando si parlava dei successi dell’Eintracht, l’attenzione era quasi sempre rivolta a Krösche.

Allo stesso tempo, Hellmann è diventato uno dei più importanti dirigenti calcistici tedeschi. Poche cose nella Bundesliga avvengono senza la voce del manager dell’Eintracht. Entrambi, Krösche e Hellmann, sono stati ritratti dal «New York Times». Il club di Francoforte ha spese elevate per i suoi dirigenti, è vero. Ma ha anche due dei più importanti e di successo tra loro. Per ora.

Il contratto di Krösche scadrà nell’estate del 2028. Non è previsto alcun rinnovo e, al più tardi in quel momento, lascerà l’Eintracht. Il club sta già parlando con altri candidati, tra cui anche il direttore sportivo del Norimberga, Joti Chatzialexiou, nato a Francoforte. Lo sta facendo, proprio come fa Krösche con altri allenatori, giocatori o società.

Un altro candidato è Christoph Spycher. Lo svizzero ha disputato 149 partite con la maglia dell'Eintracht tra il 2005 e il 2010 e da allora non ha mai perso i contatti con il club. Fino al 2022 ha lavorato come direttore sportivo presso lo Young Boys di Berna, per poi entrare nel consiglio di amministrazione e diventare membro della direzione.

Il direttore sportivo Timmo Hardung dovrà lasciare l’Eintracht se Krösche, suo superiore, dovesse dimettersi. Il lavoro del trentaseienne è stato più volte oggetto di critiche, ma Krösche ha sempre difeso il suo stretto collaboratore. Come successore di Hardung si parla di Raffael Tonello. Il cinquantunenne ha giocato un quarto di secolo fa prima per gli Offenbacher Kickers, poi nella seconda squadra dell'Eintracht.

È legato a diverse figure della dirigenza dell’Eintracht e possiede tuttora un appartamento a Bornheim. A breve termine, secondo alcune indiscrezioni, anche Sebastian Frank, che figura ancora tra i tre capo-scout dell’Eintracht, potrebbe avvicinarsi maggiormente alla squadra. Inoltre, se Krösche dovesse lasciare il club, Hellmann potrebbe assumere la carica di presidente del consiglio di amministrazione e impegnarsi nuovamente in modo più incisivo nell'area tecnica.

L'Eintracht, però, rimarrà lo stesso. Continuerà a cedere giocatori, proprio come devono fare 17 delle 18 squadre della Bundesliga. «Il potere», dice chi lo detiene, «a Francoforte non lo ha né un dirigente né un allenatore. Il potere lo ha il risultato». Si dice che sia proprio nel momento del successo che si commettono gli errori più gravi.

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