SC FREIBURG - Vom Überraschungs-Team zum Top-Klub

SC FREIBURG
Vom Überraschungs-Team zum Top-Klub

Freiburg ist längst kein Underdog mehr. Mit großer Kontinuität fährt man Erfolge ein, ist in Europa vertreten.
Große Kampfansagen gibt es dennoch nicht

Von Linus Uhrig
SPORT BILD Sonderheft - BUNDESLIGA 2026/27

Es gibt Klubs, die feiern die Qualifikation für Europa als Ausnahme. Und es gibt mittlerweile den SC Freiburg. Die Breisgauer haben sich in den vergangenen Jahren still und konsequent zu einer festen Größe im deutschen Fußball entwickelt - und kommen nun aus der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte.


Das Halbfinale im DFB-Pokal, das Europa-League-Finale in Istanbul gegen Aston Villa (0:3) und Platz sieben in der Bundesliga trotz Dreifachbelastung bis in den April hinein: Freiburg hat endgültig bewiesen, dass der Verein dauerhaft auf mehreren Hochzeiten tanzen kann. Die Belohnung ist die erneute Qualifikation für den Europa-pokal. Zwar geht es diesmal nur in die Conference League, doch auch dort dürften die Fans im Europa-Park-Stadion wieder einige besondere Fußball-abende erleben.

Dass sich der Sport-Club trotz der erfolgreichen Saison nicht auf dem Erreichten ausruht, zeigte der Sommer. Mit Mio Backhaus (22) gelang einer der spektakulärsten Transfers der Vereinsgeschichte. Der U21-Nationaltorwart kommt für insgesamt bis zu 15 Millionen Euro aus Bremen und wird Noah Atubolu (24) als Nummer eins beerben.

Einer von zwei japanischen Zugängen beim SC Freiburg: 
Mittelfeldspieler Rihito Yamamoto kam von VV St. Truiden. 
Der zweite Japaner, Keisuke Goto, 
fehlte wegen der WM beim Trainingsauftakt

Auch offensiv investierte Freiburg gezielt. Aus Belgien verpflichtete der Sport-Club gleich zwei Japaner: Stürmer Keisuke Goto (21) wechselte für rund zehn Millionen Euro aus Anderlecht in den Breisgau, Mittelfeldspieler Rihito Yamamoto (24) kommt von St. Truiden. Dass Freiburg mit japanischen Spielern ein gutes Händchen besitzt, ist längst kein Zufall. Yuito Suzuki (24) entwickelte sich nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer auf Anhieb zu einem der aufregendsten Bundesliga-Spieler, zuvor hatte bereits Ritsu Doan (28) beim SC den nächsten Karriereschritt gemacht.

In diesem Sommer kam es in Freiburg außerdem zu einem echten Transfer-Knaller: Super-Talent Johan Manzambi (20) wechselt für 70 Millionen Euro zu Aston Villa in die Premier League. Es ist der mit Abstand teuerste Abgang der Freiburger Vereinsgeschichte. Doch große weitere Ausgaben sollten die Freiburg-Fans nicht erwarten. Der SC bleibt bodenständig und will nicht mehr ausgeben, als nötig.

Überhaupt bleibt Freiburg seiner Linie treu. Erfahrene Führungsspieler wie Christian Günter (33), Matthias Ginter (32), Vincenzo Grifo (33) oder Lucas Höler (32) bilden weiterhin das Gerüst. Gleichzeitig bekommen junge Spieler wie Derry Scherhant und Igor Matanovic (beide 23) oder eben die Zugänge Goto und Backhaus die Chance, sich auf höchstem Niveau zu entwickeln. Diese Mischung aus Kontinuität und gezielter Verjüngung ist seit Jahren eines der Erfolgsrezepte des Sport-Clubs.

Der Architekt dieser Entwicklung an der Seitenlinie heißt Julian Schuster (41). Der ehemalige Kapitän trat 2024 die Nachfolge von Christian Streich (61) an und führte Freiburg bereits in seinen ersten beiden Jahren auf beeindruckende Weise weiter. Intern gilt Schuster als extrem akribischer Arbeiter, der großen Wert auf Details legt und gleichzeitig den engen Draht zur Mannschaft pflegt.

Derry Scherhant beschreibt seinen Trainer in SPORT BILD so: „Er ist ein sehr kommunikativer Trainer, der extrem detailorientiert arbeitet. Er versucht, jede Kleinigkeit im Spiel zu verbessern. Gleichzeitig sucht er immer das direkte Gespräch mit den Spielern. Das macht ihn besonders. Dadurch entsteht eine enge Bindung zwischen Trainer und Mannschaft. Er kann die Mannschaft mental hervorragend auf Spiele einstellen und arbeitet taktisch unglaublich akribisch."

Auch innerhalb der Mannschaft ist der Hunger nach der starken Vorsaison ungebrochen. Lucas Höler sagte zum Trainingsauftakt: „Sieben Wochen Pause waren schon eine lange Zeit. Aber jetzt kann es auch wieder losgehen. Wir hatten jetzt eine Highlight-Saison und wollen genau das Gleiche wieder erleben. Mit unseren Fans ist das möglich."

Öffentlich bleibt Freiburg dennoch seiner Philosophie treu. Große Kampfansagen wird es im Breisgau auch in Zukunft nicht geben. Sportdirektor Klemens Hartenbach (61) ordnete die Entwicklung vor dem Euro-League-Finale gegenüber SPORT BILD bewusst ein: „Wir haben schon Ambitionen, in diese Tabellenregionen immer wieder vorstoßen zu können. Ich glaube, wir tun aber gut daran, es nicht als kurzfristiges Ziel auszuschreiben, ein Top-6-Klub zu sein."

Und trotzdem hat sich die Wahrnehmung verändert. Freiburg ist längst kein klassischer Underdog mehr, sondern gehört inzwischen zum erweiterten Kreis der Bundesliga-Spitzenklubs. Die erneute Europapokal-Qualifikation ist längst keine Sensation mehr, sondern Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. Die Ansprüche im Umfeld wachsen auch wenn sie im Verein weiterhin niemand laut formulieren wird.

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DAS WAR SPITZE!
32 - Die Freiburger ließen 2025/26 in der Bundesliga nur 32 gegnerische Großchancen zu, so wenige wie keine andere Mannschaft.

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FOTO: Imago Images

Das öffentliche Training im Europa-Park Stadion ist gut besucht: Freiburgs Trainer Julian Schuster ist gut gelaunt und Schreibt fleißig Autogramme auf die vor ihm liegenden Fan-Utensilien

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SC FREIBURG - Da squadra rivelazione a club di punta

Il Friburgo non è più da tempo una squadra sfavorita. Con grande continuità sta collezionando successi ed è presente in Europa.
Non ci sono però grandi dichiarazioni di guerra


di Linus Uhrig

SPORT BILD Numero speciale - BUNDESLIGA 2026/27

Ci sono club che festeggiano la qualificazione alle competizioni europee come un evento eccezionale. E poi c’è ormai il Friburgo. Negli ultimi anni, la squadra della regione del Breisgau si è trasformata, in modo discreto ma continuo, in una realtà consolidata del calcio tedesco – e sta vivendo la stagione di maggior successo nella storia del club.

La semifinale di Coppa di Germania, la finale di Europa League a Istanbul contro l’Aston Villa (0-3) e il settimo posto in Bundesliga nonostante il triplo impegno protrattosi fino ad aprile: il Friburgo ha dimostrato una volta per tutte che il club è in grado di destreggiarsi con successo su più fronti nel lungo periodo. La ricompensa è la nuova qualificazione alle coppe europee. Anche se questa volta si tratta solo della Conference League, anche là però i tifosi dell’Europa-Park-Stadion potranno vivere di nuovo alcune serate calcistiche speciali.

L’estate ha dimostrato che lo Sport-Club, nonostante la stagione di successo, non si adagia sugli allori. Con Mio Backhaus (22) è stato realizzato uno dei trasferimenti più spettacolari nella storia del club. Il portiere della Nazionale Under 21 arriva dal Werder Brema per una cifra complessiva che potrebbe raggiungere i 15 milioni di euro e succederà a Noah Atubolu (24) come numero uno.

Uno dei due nuovi acquisti giapponesi del Friburgo:
il centrocampista Rihito Yamamoto è arrivato dal St. Truiden.
Il secondo giapponese,
Keisuke Goto,
era assente all’inizio degli allenamenti a causa dei Mondiali


Anche in attacco il Friburgo ha investito in modo mirato. Dal Belgio ha ingaggiato due giapponesi: l’attaccante Keisuke Goto (21) dall’Anderlecht per circa dieci milioni di euro, mentre il centrocampista Rihito Yamamoto (24) arriva dallo St. Truiden. Il fatto che il Friburgo abbia un occhio di riguardo per i giocatori giapponesi non è certo una coincidenza. Yuito Suzuki (24) si è subito affermato, dopo il suo trasferimento la scorsa estate, come uno dei giocatori più entusiasmanti della Bundesliga; in precedenza, già Ritsu Doan (28) aveva compiuto il passo successivo nella sua carriera proprio allo SC.

Quest’estate a Friburgo si è verificato inoltre un colpo di mercato: il super talento (della nazionale svizzera, ndr) Johan Manzambi (20) è passato all’Aston Villa in Premier League per 70 milioni di euro. Si tratta di gran lunga della cessione più costosa nella storia del club. Tuttavia, i tifosi del Friburgo non dovrebbero aspettarsi ulteriori grandi spese. L’SC rimane con i piedi per terra e non intende spendere più del necessario.

In generale, il Friburgo resta fedele alla propria linea. Giocatori esperti e di riferimento come Christian Günter (33), Matthias Ginter (32), Vincenzo Grifo (33) o Lucas Höler (32) continuano a costituire la spina dorsale della squadra. Allo stesso tempo, giovani come Derry Scherhant e Igor Matanovic (entrambi 23enni) o proprio i nuovi acquisti Goto e Backhaus hanno l’opportunità di crescere ai massimi livelli. Questo mix di continuità e ringiovanimento mirato è da anni una delle ricette del successo dello Sport-Club.

L’artefice di questo sviluppo in panchina si chiama Julian Schuster (41). L’ex capitano è subentrato a Christian Streich (61) nel 2024 e già nei suoi primi due anni ha guidato il Friburgo in modo impressionante. All’interno della società, Schuster è considerato un lavoratore estremamente meticoloso, che attribuisce grande importanza ai dettagli e allo stesso tempo coltiva uno stretto legame con la squadra.

Derry Scherhant lo descrive così a SPORT BILD: «È un allenatore molto comunicativo, che lavora con estrema attenzione ai dettagli. Cerca di migliorare ogni minimo aspetto del gioco. Allo stesso tempo, cerca sempre il dialogo diretto con i giocatori. Questo lo rende speciale. In questo modo si crea uno stretto legame tra allenatore e squadra. Sa preparare mentalmente la squadra alle partite in modo eccellente e lavora in modo incredibilmente meticoloso dal punto di vista tattico».

Anche all’interno della squadra la voglia di ripetere l’ottima stagione precedente è immutata. Lucas Höler ha dichiarato all’inizio degli allenamenti: «Sette settimane di pausa sono state davvero lunghe. Ma ora si può ricominciare. Abbiamo vissuto una stagione straordinaria e vogliamo rivivere la stessa esperienza. Con i nostri tifosi è possibile».

Pubblicamente, però, il Friburgo rimane fedele alla propria filosofia. Anche in futuro non ci saranno grandi dichiarazioni roboanti nel Breisgau. Il direttore sportivo Klemens Hartenbach (61) ha volutamente contestualizzato la situazione a SPORT BILD prima della finale di Europa League: «Abbiamo l’ambizione di poter arrivare ripetutamente in quelle posizioni in classifica. Credo però che faremmo bene a non dichiarare come obiettivo a breve termine quello di arrivare tra le prime sei».

Eppure la percezione è cambiata. Il Friburgo non è più da tempo una classica underdog, ma fa ormai parte della cerchia allargata delle squadre di vertice della Bundesliga. La nuova qualificazione alle coppe europee non è più una sorpresa, ma il risultato di un lavoro costante. Le aspettative nell’ambiente crescono, anche se all’interno della società nessuno continuerà a esprimerle ad alta voce.

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FANTASTICO!
32 – Nella stagione 2025/26, il Friburgo ha concesso solo 32 gol agli avversari in Bundesliga, meno di qualsiasi altra squadra.

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FOTO: Imago Images

L’allenamento aperto al pubblico all’Europa-Park Stadion è molto frequentato: l’allenatore del Friburgo, Julian Schuster, è di buon umore e firma con entusiasmo autografi sugli oggetti presentatigli dai tifosi.

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