Außergewöhnlicher Außenseiter


IMAGO Die Helden aus dem hohen Norden: Jens Petter Hauge (l.) und die Profis von 
Bodö/Glimt feiern einen Sieg gegen Manchester City auf ihrem Kunstrasen.

Norwegens Fußball hat sich mit Talentförderung und moderner Trainingsmethodik neu erfunden. Auch Bvb-gegner Bodö/glimt, das Sensationsteam des vergangenen Jahres, profitiert davon.

14 Oct 2026 - Westfälische Rundschau (Dortmund-Süd II)
Sven Haist

Bodö. Auswärtsspiele in Norwegen gelten in europäischen Wettbewerben gemeinhin als undankbare Lose. Gerade im Herbst und Winter sind die Reisen in den hohen Norden für mitteleuropäische Fußballvereine mit besonderen Herausforderungen verbunden: lange Flugstrecken, widrige Platzverhältnisse und ungemütliche Wetterbedingungen. All das erwartet auch Borussia Dortmund, das am Mittwochabend (21 Uhr/ DAZN) in der Ligaphase der Champions League beim norwegischen Vorzeigeklub FK Bodö/ Glimt antritt – jenseits des nördlichen Polarkreises.

Luftlinie liegen zwischen Dortmund und Bodö knapp 2000 Kilometer. Hinzu kommt für den BVB der ungewohnte Kunstrasen, auf dem das Spiel ausgetragen wird, sowie die niedrigen Temperaturen: Sie werden bis zum Anpfiff in der Hafenstadt deutlich in den einstelligen Bereich fallen.

Revolution im Talentbereich

Die größte Schwierigkeit für den Tabellenzweiten der Bundesliga bleibt dennoch sportlicher Natur: Denn Bodö/glimt flößt inzwischen auch fußballerisch Respekt ein. Zum sechsten Mal in Folge ist Norwegens Platzhirsch auf internationaler Bühne vertreten. Zunächst in der Conference League, anschließend in der Europa League und nun abermals in der Champions League. In der vergangenen Saison hätte der Klub bei seinem Debüt in der Königsklasse beinahe das Viertelfinale erreicht. Im Schatten von Bodö/glimt ist inzwischen sogar Konkurrenz herangewachsen: Vor einem Jahr gewann Viking FK aus Stavanger die norwegische Meisterschaft, die im Kalenderjahr ausgetragen wird. Derzeit stehen beide Klubs acht Spieltage vor Ende punkt- und torgleich an der Tabellenspitze. Da sich auch Viking FK für die Champions League qualifiziert hat, ist Norwegen erstmals seit 1999/00 wieder mit zwei Klubs vertreten.

Die Erfolge basieren in erster Linie auf einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Nachwuchsarbeit im norwegischen Fußball. Der zentrale Entwicklungsfaktor war die Gründung der National Team School im Jahr 2013, einem landesweiten Talentförderungsprogramm. Zuvor hatte die Zahl an Kunstrasenplätzen und Jugendakademien im ganzen Land bereits erheblich zugenommen. Der Hintergedanke war, den Fußball in der Wintersportnation Norwegen vom Sommer- zum Ganzjahressport zu machen. An den finanziellen Mitteln mangelt es den Norwegern dafür traditionell nicht: Das Land verfügt über enorme Erdöl- und Erdgasvorkommen.

In diesem Zusammenhang revolutionierte sich die eigene Trainingsmethodik. Fortan verstand sich Norwegens Fußball als kognitiver Sport, in dem junge Spieler mehr denn je lernen sollen, Spielsituationen in Echtzeit zu lösen. Dafür kommen spezielle Virtual-reality-anwendungen zum Einsatz, ausgearbeitet und weiterentwickelt mit führenden Technologieunternehmen. Im Prinzip geht es darum, die Wahrnehmung auf dem Spielfeld, das Timing und die Entscheidungsfindung in gezielten Übungen zu verbessern. Der Trainingsmodus in der virtuellen Realität erhöht die Vorstellungskraft und Visualisierung. Bestimmte Aktionen mit Mitund Gegenspielern können beliebig immer und immer wieder simuliert werden. In dieser komprimierten Form ist das auf dem echten Spielfeld nicht möglich. Um dieselben Verbesserungen ohne technische Hilfsmittel zu erzielen, wären unzählige Stunden erforderlich.

Nicht mehr zu unterschätzen

Ein weiterer Vorteil dieser Art von Training ist, dass die körperliche Belastung trotz intensiver Lerneinheiten für Kinder und Jugendliche nicht steigt – stattdessen wird vor allem das kognitive Denken beansprucht. Im Bereich der virtuellen Realität ist Norwegen selbst führenden Fußballnationen voraus. Das Vorgehen hat sich inzwischen dermaßen etabliert, dass die Norweger auf individuelles Techniktraining nahezu verzichten. Es erfolgt immerzu unter Einbindung von möglichst spielnahen Aktionen. Die Ergebnisse sind eindrucksvoll. Im vergangenen WMKader der Norweger standen sämtliche Spieler, die das neue Förderprogramm durchliefen. Zu ihnen gehören unter anderem die Spitzenspieler Erling Haaland von Manchester City und Martin Ödegaard vom FC Arsenal.

Entsprechend hat sich die Spielweise der Nationalelf und ebenso die der heimischen Vereine verändert: Statt des defensiv und körperlich geprägten Fußballs früherer Tage überzeugen norwegische Mannschaften heute durch Spielintelligenz und Kombinationssicherheit. Das bekam auch der BVB beim enttäuschenden 2:2 im Heimspiel gegen Bodö/glimt in der Vorsaison zu spüren. Die Norweger sind längst nicht mehr zu unterschätzen. Andernfalls gehören zu den Widrigkeiten der Auswärtsreisen nach Norwegen in Zukunft auch sportliche Rückschläge.

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Bis 2029: Kovač verlängert beim BVB

Dortmund. Die Nachricht selbst war keine Überraschung mehr, der Zeitpunkt dann aber doch ein wenig: Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovač verlängerte am Dienstagvormittag vor dem Abflug nach Bodö/norwegen seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2029. Neue Arbeitspapiere gab es auch für seine Co-trainer: für seinen Bruder Robert Kovač und für Filip Tapalovic.

„Mit Niko Kovač befinden wir uns seit seinem Amtsantritt auf einem sehr guten Weg“, lobte Sportgeschäftsführer Lars Ricken. „Er hat die Mannschaft konstant weiterentwickelt und genießt innerhalb unseres Klubs eine hohe Akzeptanz. Die Verlängerung mit Niko ist auch ein klares Zeichen für Konstanz und Stabilität bei Borussia Dortmund.“

Kovač saß bislang in 53 Bundesliga-partien auf der Bvb-trainerbank. Er sammelte dabei 114 Zähler, was einen Punkteschnitt von 2,15 bedeutet. Damit ist der gebürtige Berliner der erfolgreichste Punkte-trainer der Dortmunder Geschichte.

Boss lobt „Geschlossenheit“

Kovač und sein Trainerteam hatten den BVB im Frühjahr 2025 auf Tabellenplatz elf übernommen und am letzten Spieltag der Saison noch die Qualifikation zur Champions League geschafft. In der vergangenen Spielzeit führte Kovač den Klub zur Vizemeisterschaft. Carsten Cramer, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Die Geschlossenheit zwischen Niko, seinem Trainerteam und unserer sportlichen Führung ist enorm wohltuend.“

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Gute Arbeit mit Schönheitsfehlern

14 Oct 2026 - Westfälische Rundschau (Dortmund-Süd II)
Christian Woop, Bvb-reporter

In den vergangenen Wochen galt es als offenes Geheimnis, dass Borussia Dortmund und Trainer Niko Kovac ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Am Dienstag machte der Klub diesen alternativlosen Schritt auch offiziell.

Kovac brachte nach seiner Einstellung im Februar 2025 nicht nur Ruhe ins kriselnde Dortmunder Fußballspiel, sondern durch unaufgeregte Kommunikation auch ins hektische Umfeld des Vereins. Seine Arbeit wird von der Geschäftsführung geschätzt und bei jeder Gelegenheit betont. Unumstritten ist, dass Kovac große Verdienste um den Klub hat – und damit um die Verantwortlichen, die Kovac mit seinen Ergebnissen gestärkt hat.

Borussia Pragmatismus war zweifelsohne erfolgreich. Aber funktioniert auch Borussia Zukunft?

Trotz allen Errungenschaften läuft ja längst nicht alles glatt. Kovac leistet unbestritten gute Arbeit, aber nicht selten mit Schönheitsfehlern. Wiederkehrende Muster wie plötzlicher Kontrollverlust oder erhebliche Probleme gegen tiefe Blöcke führen dazu, dass Lob für Kovac auch immer mit einem Aber einhergehen muss.

Bisher folgte darauf seitens des Klubs eine deutliche Gegenrede: Der Trainer hole das Maximale aus dem Kader heraus. Im Frühjahr musste daher Sportdirektor Sebastian Kehl als Resultat der internen Analyse gehen.

Jetzt steckt der BVB im Umbruch, der Zeit benötigt. Doch Kovac muss nun, gerade auch in der Champions League, beweisen, dass er die mittlerweile personell verstärkte Mannschaft auch weiterentwickeln kann.

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Der Bodö-bruch

Dortmund ist im Norden Norwegens auf Wiedergutmachung aus. Der Gegner weckt böse Erinnerungen. Nico Schlotterbeck fehlt.

14 Oct 2026 - Westfälische Rundschau (Dortmund-Süd II)
Christian Woop

Bodö. Marco Reus hatte sich das Ende seiner feierlichen Rückkehr nach Dortmund ganz anders vorgestellt. So aber stand der einstige Bvb-kapitän inmitten der Ultras auf der Südtribüne und musste mitansehen, wie das Elend auf dem Rasen seinen Lauf nahm. Dortmund ging gegen Bodö/glimt zweimal in Führung. Ein Sieg hätte die Tür zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen. Doch der BVB verbaselte auch das 2:1, trennte sich vom norwegischen Außenseiter mit 2:2 – ein Remis mit Folgen.

An diesem kalten Tag im Dezember 2025 stand Reus, als Markenbotschafter und Tv-experte aus Los Angeles eingeflogen, später auch noch neben Nico Schlotterbeck. Und der klagte am Fernseh-mikro sein Leid. Keine „Winner-mentalität“, „Qualitätssache“, „nicht unser Anspruch“. Rumms. Eine Abrechnung mit den eigenen Mitspielern.

An diesem Mittwochabend (21 UHR/DAZN) kommt es zum Wiedersehen zwischen BVB und Bodö. Ohne Schlotterbeck. Der Innenverteidiger fehlte am Dienstag im Charterflieger EW1909 zum Polarkreis wegen Belastungssteuerung. Seine Kollegen haben derweil etwas gutzumachen. Denn das Bodö-remis war ja der große Bruch der vergangenen Königsklassen-saison.

„Wir gehen davon, dass es kein großer Spaß wird gegen Bodö/ Glimt zu spielen, sondern eine große Herausforderung“, warnte Sport-geschäftsführer Lars Ricken nicht nur mit Blick auf das Dezember-spiel vor dem Favoritenschreck.

Zur Erinnerung: Der BVB gab durch das 2:2 die Chance aus der Hand, aus eigener Kraft unter die letzten 16 zu kommen. Dann verlor der Klub im Januar in Tottenham und gegen Inter Mailand, verzockte erst das Achtelfinale, dann den Rückspiel-heimvorteil in den Playoffs - und scheiterte in diesen kläglich an Atalanta Bergamo. Der späte Bodö-schock war ein weiteres Symptom dafür, dass die Qualität im Kader doch nicht so hoch war, wie von einigen im Verein angenommen. Die hohe Pleite bei Manchester City war zuvor noch nicht ganz zu Unrecht als logische Folge der Kräfteverhältnisse im europäischen Fußball abgekanzelt worden.

Makel an der Vorsaison

Die Bilanz in den Pokal-wettbewerben galt als der große Makel an der vergangenen Saison, die nur in der Bundesliga mit Rang zwei zufriedenstellend verlief. Auch hier gehörte allerdings zur Wahrheit: Gegen die anderen Mannschaften auf ähnlichem Niveau hatte der BVB größere Probleme und keine gute Bilanz.

Das Bergamo-aus aber war ein Denkzettel. Es riss nicht nur ein großes Loch ins Budget, sondern bewegte die Bosse auch zum Umdenken: neuer Kurs, neuer Sportdirektor, neue Transfer-strategie. Am Mittwoch wird man im Aspmyra-stadion weitere Indizien sammeln können, ob der Umbruch in die richtige Richtung geht. Der Auftrag ist klar: In dieser Saison soll es wieder ins Achtelfinale gehen, daran wird auch Trainer Niko Kovac gemessen. Und dafür ist ein Sieg im beschaulichen Bodö (43.000 Einwohnerinnen und Einwohner) Pflicht. Diesmal schaut Reus sicherlich aus Kalifornien genau hin.

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Un outsider straordinario

Bodö - Le trasferte in Norvegia sono generalmente considerate sfavorevoli nelle competizioni europee. Soprattutto in autunno e in inverno, i viaggi nell’estremo nord comportano sfide particolari per le squadre di calcio dell’Europa centrale: lunghe distanze in aereo, condizioni del campo avverse e meteorologiche sfavorevoli. Tutto questo attende anche il Borussia Dortmund, che mercoledì sera (ore 21:00 / DAZN) affronterà, nella fase a girone della Champions League, il Bodö/Glimt, club di punta norvegese, oltre il circolo polare artico.

In linea d’aria, tra Dortmund e Bodø ci sono poco meno di 2000 chilometri. A ciò si aggiungono, per il BVB, l’insolito campo in erba sintetica e le basse temperature: nella città portuale, prima del fischio d’inizio, scenderanno nettamente sotto i dieci gradi.

Rivoluzione nel settore dei giovani talenti

La difficoltà maggiore per la seconda in classifica della Bundesliga rimane comunque di natura sportiva: il Bodø/Glimt, infatti, incute ormai rispetto anche dal punto di vista calcistico. Per la sesta volta consecutiva, la squadra di punta della Norvegia è presente sulla scena internazionale. Dapprima nella Conference League, poi nell’Europa League e ora di nuovo in Champions League. Nella scorsa stagione, al suo esordio nella massima competizione europea, il club ha sfiorato i quarti di finale. All’ombra del Bodø/Glimt è ormai emersa persino una concorrenza: un anno fa il Viking di Stavanger ha vinto il campionato norvegese, che si disputa nell’arco dell’anno solare. Attualmente, a otto giornate dalla fine, entrambe le squadre sono in testa alla classifica a pari punti e a pari reti segnate e subite. Poiché anche il Viking si è qualificato per la Champions League, la Norvegia è rappresentata da due club per la prima volta dal 1999/00.

Questi successi si basano principalmente su un radicale riorientamento dei settori giovanili nel calcio norvegese. Il fattore-chiave di questo sviluppo è stata la fondazione della National Team School nel 2013, un programma nazionale di promozione dei talenti. Già in precedenza, il numero di campi in erba sintetica e di accademie giovanili in tutto il Paese era aumentato in modo significativo. L’idea di fondo era quella di trasformare il calcio, in una nazione dedita agli sport invernali come la Norvegia, da sport estivo a sport praticabile tutto l’anno. Tradizionalmente, i norvegesi non mancano certo delle risorse finanziarie necessarie a tal fine: il Paese dispone infatti di enormi giacimenti di petrolio e gas naturale.

In questo contesto, la metodologia di allenamento ha subito una rivoluzione. Da allora, il calcio norvegese si è definito uno sport cognitivo, in cui i giovani giocatori devono imparare più che mai a risolvere in tempo reale le situazioni di gioco. A tal fine vengono utilizzate speciali applicazioni di realtà virtuale, elaborate e perfezionate in collaborazione con aziende tecnologiche leader. In linea di principio, l’obiettivo è migliorare la percezione in campo, il tempismo e il processo decisionale attraverso esercizi mirati. La modalità di allenamento in realtà virtuale potenzia l’immaginazione e la visualizzazione. È possibile simulare a piacimento, più e più volte, determinate azioni con compagni e avversari. In questa forma condensata, ciò non è possibile sul campo da gioco reale. Per ottenere gli stessi miglioramenti senza ausili tecnici, sarebbero necessarie innumerevoli ore.

Da non sottovalutare più

Un ulteriore vantaggio di questo tipo di allenamento è che, nonostante le intense sessioni di apprendimento, lo sforzo fisico per bambini e adolescenti non aumenta: viene invece sollecitato soprattutto il pensiero cognitivo. Nel campo della realtà virtuale, la Norvegia è all’avanguardia persino rispetto alle principali nazioni calcistiche. L’approccio si è ormai affermato a tal punto che i norvegesi rinunciano quasi del tutto all’allenamento tecnico individuale. L’allenamento si svolge sempre integrando azioni il più possibile simili a quelle di gioco. I risultati sono impressionanti. Nella rosa norvegese dei Mondiali dello scorso anno figuravano tutti i giocatori che avevano seguito il nuovo programma di formazione. Tra questi figurano, tra gli altri, i fuoriclasse Erling Haaland del Manchester City e Martin Ödegaard dell’Arsenal.

Di conseguenza, anche il modo di giocare della Nazionale e dei club locali ha subìto un'evoluzione: addio al calcio fisico e difensivista di una volta, oggi le squadre norvegesi fanno della lettura del gioco e del fraseggio stretto i loro punti di forza. Ne sa qualcosa il BVB, reduce dal deludente 2-2 casalingo della scorsa stagione contro il Bodø/Glimt. Sottovalutare i norvegesi è ormai un errore da non commettere. In caso contrario, le insidie delle trasferte in Norvegia rischiano di trasformarsi, d'ora in avanti, in passi falsi sul campo.

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Fino al 2029: Kovač rinnova con il BVB

Dortmund. La notizia in sé non era più una sorpresa, ma la tempistica un po' lo è stata: martedì mattina, prima della partenza per Bodø, in Norvegia, l’allenatore del Borussia Dortmund Niko Kovač ha rinnovato di due anni il suo contratto, in scadenza a fine stagione, fino al 30 giugno 2029. Sono stati rinnovati anche i contratti dei suoi vice: suo fratello Robert Kovač e Filip Tapalovic.

«Con Niko Kovač siamo sulla strada giusta sin dal suo insediamento», lo ha elogiato il direttore sportivo Lars Ricken. «Ha dato costanti progressi della squadra e gode di grande consenso all’interno del nostro club. Il rinnovo con Niko è anche un chiaro segnale di continuità e stabilità per il Borussia Dortmund».

Kovač, nato a Berlino, ha guidato il BVB in 53 partite di Bundesliga. Ha totalizzato 114 punti, con una media di 2,15 punti per gara. È quindi l’allenatore che ha totalizzato il maggior numero di punti nella storia del Dortmund.

Il boss elogia la “coesione”

Kovač e il suo staff tecnico avevano rilevato la panchina del BVB nella primavera del 2025, quando la squadra occupava l’undicesimo posto in classifica, riuscendo poi a qualificarsi per la Champions League nell’ultima giornata di campionato. Nella scorsa stagione, Kovač ha portato il club al secondo posto in campionato. Carsten Cramer, presidente del consiglio di amministrazione: «La coesione tra Niko, il suo staff tecnico e la nostra dirigenza sportiva è estremamente positiva».

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Un buon lavoro con qualche piccola pecca

14 ottobre 2026 - Westfälische Rundschau (Dortmund-Süd II)
Christian Woop, giornalista del BVB

Nelle ultime settimane era ormai un segreto di Pulcinella che il Borussia Dortmund e l’allenatore Niko Kovač avrebbero proseguito la loro collaborazione. Martedì il club ha ufficializzato questa scelta, che non prevedeva alternative.

Dopo la sua nomina nel febbraio 2025, Kovač non solo ha riportato la calma al Dortmund, allora in crisi, ma, grazie a una comunicazione pacata, ha portato serenità anche nel frenetico ambiente del club. Il suo lavoro è apprezzato dalla dirigenza e sottolineato in ogni occasione. È indiscutibile che Kovač abbia reso un grande servigio al club – e quindi ai dirigenti, che Kovač con i suoi risultati ha rafforzato.

Il “Pragmatismo Borussia” ha avuto successo. 
Ma funzionerà anche il “Borussia Futuro”?

Nonostante i risultati ottenuti, non tutto però procede liscio. Kovač sta facendo un lavoro indiscutibilmente buono, ma non di rado con qualche pecca. Schemi ricorrenti come l’improvvisa perdita di controllo o i notevoli problemi contro i blocchi bassi fanno sì che le lodi per Kovač debbano sempre essere accompagnate da un “ma”.

Finora il club ha risposto con una netta smentita: l’allenatore sta ottenendo il massimo dalla rosa. In primavera, quindi, il direttore sportivo Sebastian Kehl ha dovuto lasciare l’incarico a seguito di un’analisi interna.

Ora il BVB sta attraversando una fase di transizione che richiede tempo. Tuttavia, Kovač deve dimostrare, soprattutto in Champions League, di essere in grado di far crescere ulteriormente la squadra, che nel frattempo è stata rinforzata.

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La sconfitta di Bodö

Il Dortmund è nel nord della Norvegia in cerca di riscatto. L’avversario risveglia brutti ricordi. Sarà assente Nico Schlotterbeck.

14 ottobre 2026 - Westfälische Rundschau (Dortmund-Süd II)
Christian Woop

Bodö - Marco Reus si era immaginato in modo completamente diverso la conclusione del suo trionfale ritorno a Dortmund. Invece, l’ex capitano del BVB si è ritrovato in mezzo agli ultras nella tribuna sud e ha dovuto assistere impotente al disastro che si consumava sul campo. Il Dortmund era andato due volte in vantaggio contro il Bodø/Glimt. Una vittoria avrebbe spalancato le porte agli ottavi di finale di Champions League. Ma il BVB ha sprecato anche il vantaggio di 2-1, pareggiando 2-2 contro la squadra norvegese sfavorita: un pareggio dalle conseguenze significative.

In quella fredda giornata di dicembre del 2025, Reus, arrivato in aereo da Los Angeles in qualità di ambasciatore del marchio e opinionista televisivo, si è poi ritrovato al fianco di Nico Schlotterbeck. E quest’ultimo ha espresso il proprio disappunto al microfono della tv. Mancanza di “mentalità vincente”, “questione di qualità”, “non è all’altezza delle nostre aspettative”. Boom. Una resa dei conti con i propri ex compagni di squadra.

Questo mercoledì sera (ore 21:00/DAZN) ci sarà la rivincita tra il BVB e il Bodö. Ma senza Schlotterbeck. Il difensore centrale martedì non era a bordo del volo charter EW1909 diretto al Circolo Polare Artico per motivi di gestione del carico di lavoro. I suoi compagni, nel frattempo, hanno qualcosa da farsi perdonare. Perché il pareggio con il Bodö è stato infatti la grande battuta d’arresto della passata stagione di Champions League.

«Partiamo dal presupposto che giocare contro il Bodø/Glimt non sarà una passeggiata, ma una grande sfida», ha avvertito l'amministratore dell'area Sport, Lars Ricken, non solo in merito della partita di dicembre contro la squadra che ama battere le favorite.

Ricordiamo che, con quel 2-2, il BVB ha perso l’occasione di qualificarsi per gli ottavi di finale con le proprie forze. Poi, a gennaio, il club ha perso a Londra contro il Tottenham e poi al Westfalenstadion contro l’Inter, ha prima gettato al vento gli ottavi di finale, poi il vantaggio di giocare in casa la partita di ritorno dei playoff – e in questi ultimi è stato miseramente eliminato dall’Atalanta Bergamo. Lo shock del finale contro il Bodø è stato un ulteriore sintomo del fatto che la qualità della rosa non era poi così elevata come invece alcuni all’interno della società avevano ipotizzato. La pesante sconfitta contro il Manchester City era stata in precedenza liquidata, non del tutto a torto, come una conseguenza logica dei relativi rapporti di forza nel calcio europeo.

Le pecche della stagione precedente

Il bilancio nelle competizioni europee è stato considerato la grande pecca della scorsa stagione, che si è svolta in modo soddisfacente solo in Bundesliga, dove la squadra si è classificata al secondo posto. Anche in questo caso, però, la verità era che contro le altre squadre di livello simile il BVB aveva avuto maggiori difficoltà e non aveva ottenuto un buon bilancio.

L’eliminazione a Bergamo, però, è stata una lezione. Non solo ha aperto un grosso buco nel bilancio, ma ha anche spinto i dirigenti a riconsiderare la situazione: nuova rotta, nuovo direttore sportivo, nuova strategia di cmercato. Mercoledì, allo stadio Aspmyra, si potranno raccogliere ulteriori indizi per capire se il cambiamento sta andando nella giusta direzione. L’obiettivo è chiaro: in questa stagione bisogna tornare agli ottavi di finale, ed è su questo che verrà giudicato anche l’allenatore Niko Kovač. E per farlo, una vittoria nella tranquilla Bodø (43.000 abitanti) è d’obbligo. Questa volta Reus seguirà "da vicino" la partita ma dalla California.

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